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Eine Ode an die grünen Giganten

Autor: Roy Koepsell


„Aufbäumen“ - ein Gedicht,

achtzehn Zeilen und ein Gedanke:

Baum, du bist ein Glück!

 

Die Folgen der Abholzung sind überall auf der Erde dramatisch. Unser Klima erwärmt sich schlagartig, zudem sterben jeden Tag mehr als hundert Tier- und Pflanzenarten aus, weil sie ihren Lebensraum durch Raubbau verlieren. Bäume und Torfmoore stabilisieren das Klima. Und so wandelt allein der Amazonas-Regenwald etwa zwei Milliarden Tonnen CO2 in Sauerstoff um - pro Jahr. Luft, die wir alle atmen. Die du atmest. Auch für die lokalen und globalen Wasserkreisläufe sind Wälder von fundamentaler Bedeutung. Ohne sie versickert das Regenwasser einfach, ohne in den Wetterkreislauf zurückzukehren. Bäume geben nämlich täglich bis zu 1000 Liter Wasser in die Atmosphäre ab. Raubbau sorgt zudem dafür, dass die Böden unfruchtbar werden, denn der Baumbestand hält die dünne, aber nährstoffreiche Bodenschicht fest - diese wird sonst einfach weggeschwemmt. Zurück bleiben kargen Wiesen, auf denen nichts mehr wachsen mag. Es ist wichtig, dass viele Menschen zum Umdenken bereit sind. Und diesen Planeten schätzen. Dieser Erdball ist schön, bitte lasst ihn uns in voller Schönheit bewahren. Und machen wir es wie die grünen Giganten - einfach aufbäumen!

 

Aufbäumen.


Siehst du diese steile Bergkette dort?

Macht der Wasserarm sie zu einem Fjord?

Siehst du diese immergrüne Kiefer?

Macht sie deinen Augenblick tiefer?

Diese Aussicht schenkt uns Seele,

auf dass sie niemals mehr fehle.


Also wozu jenen sanften Frieden stören,

warum diesen Bäumen nicht zuhören?

Also wozu all die Hölzer unnütz fällen,

warum nicht Überfluss fortan abbestellen?

Bäume erzählen von einer weisen Welt,

die jede Form von Ausbeutung verprellt.


Leben schenken diese grünen Riesen,

dass du sauber atmest, ist ein hohes Gut.

Statt Regenwälder nur noch fade Wiesen,

Zeit zu handeln, es ist Zeit für deinen Mut.

Nimm’ dieses Wissen heute mit zu Bette,

träum’ weiter von jener steilen Bergkette.
 

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