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Der Natur so nah im Selbsterntegarten Riechen, fühlen, staunen, ernten und glücklich sein.

"Hast du Lust in einen verwunschenen Garten zu fahren?", fragte mich meine Mutter vor kurzem. "Was für ein Garten ist das?", wollte ich wissen. "Lass dich überraschen! Das wird dir gefallen! " erwiderte sie. Und ob es mir gefallen hat ... 
In Jersbek angekommen, aus dem Auto gestiegen - vor dem Garten gibt es einen kleinen Besucherparkplatz - umgibt mich bereits ein sommerlicher Duft von allerlei Blütenpracht. 

Der wunderschöne Selbsterntegarten "Projekt Vielfalt" wird von Familie Timm nebenerwerbsmäßig mit voller Leidenschaft betrieben. Gesche und Florian haben ökologische Landwirtschaft studiert und pflegen den Garten mit Unterstützung ihrer Familie äußerst liebevoll. Was erwartet mich hier? Als erstes beeindruckt mich ein Gewächshaus am Eingang des Gartens mit reifen, grünen Paprikas, Salatgurken und Auberginen. Und wie ich so durch den Garten spaziere, werde ich, das Mädchen vom Land, das seit vielen Jahren in der Großstadt lebt, in meine unbeschwerte Kindheit in der Natur zurückversetzt. Grüne Bohnen von den Sträuchern zuppeln, Kartoffeln ausgraben, und staunen, wieviele tolle Knollen sich auf kleinstem Raum sammeln ... Ein "Dank" an die liebe Familie Timm, die uns den Zugang zu diesem schönen Stück Natur gewährt.

Meinen Neffen möchte ich den Garten zeigen, denn in einigen Wochen sind die Him- und Brombeeren reif für die Ernte - vielleicht finden sie Gefallen an frischen Früchten, wenn sie sie selbst ernten dürfen. In kleinen Kartonschälchen können wir die Beeren sammeln und einige Euros in der Geldkassette am Eingang lassen. Einen großen Kürbis werden wir sicher auch noch finden. 

Die blumige Vielfalt ist gen Ende des Sommers besonders reichhaltig. Es liegen Schere und Messer bereit,  um einen individuellen Strauß ganz nach deinen Wünschen zu gestalten. "Je bunter, desto besser" war mein Motto bei der Auwahl ;-).

Was gibt es noch zu bestaunen und zu ernten? Zucchini, Blaubeeren, schwarze Johannisbeeren, Artischocken, verschiedene Blattsalate, Möhren und allerlei Kräuter - ich habe allein drei verschiedene Sorten Minze gezählt!-, alles in Bioland-Qualität, gut gepflegt und preiswert.

Am Ende unseres Besuches war unser Körbchen mit Zucchini, Kartoffeln, Salat und Kräutern für den Grillabend bestückt. Die Kartoffeln waren großartig und haben viel Lob von Seiten unserer Gäste eingebracht. Nächstes Wochenende komme ich wieder und nehme eine Freundin und ihre zwei Stadtkinder mit. Die werden Augen machen ... 

 

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