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Wildnisschule Wildniswissen GbR

Weiterbildung Wildnispädagogik und Fährtenlesen seit 1995

Über die Wildnisschule Wildniswissen

Portrait: Wolfgang Peham
Wolfgang Peham
Gründer und Leiter der Wildnisschule
Jahrgang 1951, aufgewachsen in einem Dorf im oberösterreichischen Voralpenland. Fast drei Jahrzehnte bei Fluggesellschaften tätig, zuletzt als stellvertretender Leiter einer Trainingsabteilung für Flugsicherheit, wo er Pflichtlehrgänge für Cockpit- und Kabinenpersonal entwickelte. Ausbildung bei deutschen, afrikanischen und nordamerikanischen Lehrern, unter anderem an der Wildnisschule von Tom Brown in New Jersey, seit 1981 Wildnistouren in Kanada und Alaska. 1995 erstes öffentliches Seminar, 1999 vollständiger Wechsel in die Wildnisschule. Ging als Erster im deutschsprachigen Raum mit einem vierjährigen Lehrgang Wildnispädagogik an die Öffentlichkeit und hat nach eigenen Angaben mehr als tausend Menschen auf ihrem wildnispädagogischen Weg begleitet. Erarbeitete gemeinsam mit LUPUS, dem Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, den Lehrgang für Wolfsbetreuer. Arbeitete bei einem illegalen Wolfsabschuss als Fährtenleser für die Kriminalpolizei und wurde im anschließenden Gerichtsverfahren als Gutachter bestellt. Gründungsmitglied des Wildnisschulen Netzwerks Deutschland.

Was Wildniswissen besonders macht

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Wolfgang Peham und Carolin Nietsch über den Lehrgang Wildnispädagogik

Standorte und Partner

Wertschöpfungskette

  1. Schleswig-Holstein

    Naturparkzentrum Uhlenkolk bei Mölln, Lehrgänge seit 2017

  2. Niedersachsen

    Sitz der Schule in Hardegsen, Lehrgänge Nord seit 2005

  3. Berlin-Brandenburg

    Umweltzentrum Drei Eichen, seit 2012 auch deutsch-polnische Lehrgänge

  4. Bayern

    Lehrgänge Süd seit 2004

  5. Österreich

    Nationalpark Kalkalpen seit 2009, Nationalpark Thayatal seit 2019

  6. Polen

    Eigener polnischsprachiger Lehrgang seit 2016

Qualifikation und Absicherung

Wildniswissen in Medien und Wissenschaft

Häufige Fragen zur Wildnisschule Wildniswissen

Was ist Wildnispädagogik?

Wildnispädagogik verbindet altes Naturwissen mit pädagogischer Praxis. Sie vermittelt Fertigkeiten wie Fährtenlesen, Pflanzenkunde, Feuermachen, Orientierung und Vogelsprache und zugleich die Fähigkeit, andere Menschen bei ihrer eigenen Naturverbindung zu begleiten. Anders als Survival-Training zielt sie nicht auf das Überleben gegen die Natur, sondern auf das Leben mit ihr. Die Wildnisschule Wildniswissen in Hardegsen bildet seit 1995 in dieser Richtung aus und war eine der ersten Adressen dafür im deutschsprachigen Raum.

Ist der Lehrgang eine anerkannte Ausbildung oder eine Weiterbildung?

Wer nach einer Wildnispädagogik Ausbildung sucht, findet bei Wildniswissen keinen staatlich geregelten Ausbildungsberuf. Es handelt sich um eine berufsbegleitende Weiterbildung eines freien Trägers, nicht um eine staatlich anerkannte Berufsausbildung und nicht um einen IHK-Abschluss. Wildniswissen selbst spricht deshalb von Lehrgang und Weiterbildung. Wer den Lehrgang abschließt, erhält ein Zertifikat der Wildnisschule. In der Praxis arbeiten Absolventinnen und Absolventen in Waldkindergärten, Schulen, Naturparks, Jugendarbeit und eigener Selbstständigkeit.

Wie ist die einjährige Weiterbildung Wildnispädagogik aufgebaut?

Bei Wildniswissen besteht Teil 1 aus sechs aufeinander aufbauenden Modulen. Zwischen den Präsenzblöcken findet wesentliches Lernen im Selbststudium und durch eigene Naturerfahrung statt. Ein Praktikum und eine Abschlussarbeit runden die Weiterbildung ab. Freiwillige Onlinetreffen mit Teilnehmenden aller Lehrgänge in Deutschland und Österreich begleiten das Jahr. Wer vertiefen möchte, kann anschließend mit dem dreijährigen Teil 2 und dem vierjährigen Teil 3 weitermachen.

Für wen ist der Lehrgang geeignet und welche Voraussetzungen gibt es?

Laut Wildniswissen sind die wichtigsten Voraussetzungen Interesse und Leidenschaft. In den Gruppen sitzen Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte, Förster, Sozialarbeiterinnen, Handwerker, Studierende und Berufstätige aus ganz anderen Feldern, altersmäßig von Jugendlichen bis zu Menschen im Ruhestand. Vorkenntnisse in Wildnisfertigkeiten sind nicht nötig.

Was kosten die Lehrgänge und wann starten die nächsten?

Termine, Orte und Preise stehen bei den einzelnen Kursen im Seminarkalender auf wildniswissen.de. Für den Lehrgang Wildnispädagogik bietet Wildniswissen regelmäßig kostenfreie Online-Informationsabende an, bei denen Wolfgang Peham Aufbau und Ablauf erklärt und Fragen beantwortet. Zur Einordnung: Eine zweitägige CyberTracker-Evaluierung Track & Sign in Hardegsen kostet 250 Euro (Stand: 09/2026).

Arbeitet Wildniswissen auch im Wolfsmonitoring?

Ja. Wolfgang Peham hat gemeinsam mit LUPUS, dem Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, den Lehrgang für Wolfsbetreuer erarbeitet und initiiert. Bei einem illegalen Wolfsabschuss war er als Fährtenleser für die Kriminalpolizei tätig und wurde im Gerichtsverfahren als Gutachter bestellt. Teammitglied Jörn Kaufhold unterstützt seit 2010 als Spurenleser das Wolfsmonitoring der Slovak Wildlife Society. Im Lehrgang Fährtenlesen lernen Teilnehmende, ökologisch entscheidende Arten wie Fischotter, Luchs und Wolf anhand von Spuren und Zeichen zu bestimmen und Spurendokumentationen auf C-2-Niveau anzufertigen.

Gibt es Angebote für Schulklassen, Familien und Kinder?

Ja. Für Schulen gibt es Klassenfahrten, Schulprojekttage im Wald in Schulnähe und eine Jahresbegleitung für die Klassenstufen 1 bis 7, ganzjährig und bundesweit, auf Wunsch auch deutsch-englisch. Für Familien gibt es das Familiencamp, für Jugendliche das Scout Camp und Initiationsprogramme, für Kinder das Ferienprogramm Stadtfüchse. Dazu betreibt Wildniswissen einen eigenen Waldkindergarten in Brockum am Dümmer See mit der Gruppe „Die Wurzelkinder“, geleitet von der staatlich anerkannten Erzieherin und Wildnispädagogin Gundi Kramer.

Was ist die CyberTracker-Zertifizierung beim Fährtenlesen?

CyberTracker International bewertet Fährtenlesekompetenz nach weltweit einheitlichen Kriterien in einer praktischen Prüfung im Gelände, getrennt in Track & Sign (Spuren und Zeichen bestimmen) und Trailing (einer Fährte folgen). Das Zertifikat stellt CyberTracker Conservation aus. Wildniswissen führt seit 2018 jährlich Track-&-Sign-Evaluierungen durch, seit 2025 auch Trailing-Evaluierungen, und betreibt CyberTracker Deutschland als eigenes Projekt. Co-Leiter Joscha Grolms ist selbst Evaluierer für CyberTracker International und Autor der Enzyklopädie „Tierspuren Europas“ (Verlag Eugen Ulmer).