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Gutes Gewissen tragen Ich habe die Entscheidung für eine giftfreie Zukunft getroffen ...

Foto: Free-Photos, Pixabay
“There is no beauty in the finest cloth
if it makes hunger and unhappiness”
Mahatma Gandhi

Gestern Abend lud mich eine Freundin zu einer Kleidertauschparty ein. Vorgabe war, dass jeder Stücke aus seinem Kleiderschrank mitbringt, die er zwar mochte, an denen er im Alltag aber immer wieder vorbei griff. Es fand sich ein bunter Haufen schöner und einzigartiger Teile zusammen, die mit großer Freude von uns anprobiert wurden. „So sollte Shopping sein“, dachte ich mir, während ich mir fröhlich ein Teil nach dem anderen anhielt. 
„Warum kann nicht jedes ungeliebte Kleidungsstück einen neuen Besitzer finden? Der Konsumkreis würde geschlossen, kein Kleidungsstück mehr im Schrank vereinsamen. Und was muss passieren, damit meine Freunde und ich Kleidung bewusster konsumieren?“

Viele junge Menschen argumentieren damit, dass sie es sich finanziell nicht leisten könnten, bei nachhaltigen Unternehmen wie Hessnatur, Gudrun Sjödén oder WERTVOLL einzukaufen und beziehen ihre Kleidung deshalb bei den bekannten Modegiganten bei denen Hintergründe der Material- und Produktionshergänge nach wie vor umstritten sind.
Im Zuge der großen Nachhaltigkeitswelle haben auch einige der großen Ketten einen ökologischen Grundton angeschlagen und werben für verantwortungsvollen und umweltfreundlichen Konsum von Kleidung.
Manche werben nicht nur dafür, sondern lassen Taten sprechen. Auf der Website detoxcatwalk.de klärt greenpeace darüber auf, welche Modelabels aktiv werden und uns in eine giftfreie Zukunft führen.

Der Beigeschmack, den Zeitungsartikel wie „Mehr als 100 Tote bei Feuer in Textilfabrik“ (Zeit-Online) hinterlassen haben, lässt uns dennoch nicht los. Die Baumwolle stammt aus Indien oder Bangladesch, wo sie von Näherinnen in riesigen Fabriken verarbeitet wird. Knöpfe und Reißverschluss werden in anderen Teilen unserer globalisierten Welt produziert, legt Pietra Rivoli in ihrem Buch „Reisebericht eines T-Shirts: ein Alltagsprodukt erklärt die Weltwirtschaft“ dar. Die Autorin geht der Frage nach, die wir uns beim Kauf des nächsten T-Shirts stellen können: „Welchen Weg legt ein Kleidungsstück zurück, bis es hübsch gefaltet zum Verkauf im Laden liegt, und wohin kommt es, nachdem es im Altkleidercontainer gelandet ist?“

Die Kaufentscheidung der meisten jungen Menschen basiert nach wie vor auf „Quantität statt Qualität”. Was kann die Lösung sein, um das Modebewusstsein junger Erwachsener dahingehend zu transformieren, dass sie auf faire Produktionsbedingungen und umweltfreundliche Herstellung von Kleidung achten?
Wann und wo sozialisieren uns die gesellschaftlichen Werte die unser Kaufverhalten prägen? Was kann heute die Einstellung in unseren Köpfen ändern?
Secondhand Shops und Internetplattformen wie „Kleiderkreisel“, führen dazu, dass die Nachfrage nach Neuware sinkt. Ein großer Erfolg, doch erst die transparente Aufklärung über die Produktionsverhältnisse und das Wissen darüber wie unsere Kleidung entsteht, macht uns zu urteilsfähigen Konsumenten. Wir haben ein Recht darauf von Beginn an die Wahrheit zu erfahren. 

Verantwortungsvoll und bewusst zu konsumieren heißt sich z.B. zu fragen: Ist das vierte weiße T-Shirt in meine Kleiderschrank wirklich notwendig? 

Lasst uns miteinander ins Gespräch kommen, darüber, welch signifikante Rolle unser Konsumverhalten spielt, und aufzeigen, welche Auswirkung der Kauf eines neuen T-Shirts für unsere Umwelt hat. Lasst uns gemeinsam hinschauen. 

Es geschieht viel auf dem Gebiet fairer Mode. Veränderungen bieten uns die Chance angestaubten Idealen frischen Wind in die Segel zu pusten, um mit neuer Energie und guten Vorsätzen voran zu schreiten. Der Detox-Catwalk von greenpeace ist ein gutes Beispiel dafür, dass Aufklärung gute Prozesse in Gang setzen kann. 

Wir können die Welt nicht über Nacht in einen fairen Ort verwandeln, aber wir können etwas bewegen, jeden Tag - zu jeder Zeit.
 

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