Eine Pfanne ohne PFAS ist Kochgeschirr, dessen Bratfläche ohne per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen auskommt, also insbesondere ohne die Antihaftbeschichtung PTFE. Fünf Bauarten erfüllen diese Bedingung: Schmiedeeisen, Gusseisen, Edelstahl, emailliertes Gusseisen und keramikbeschichtete Pfannen auf Siliziumbasis. Sie kosten je nach Modell zwischen rund 17 und 250 Euro (Stand: September 2026).
Vier der fünf Bauarten sind zugleich eine Pfanne ohne Beschichtung, nur die Keramikvariante trägt eine Schicht, die allerdings ohne Fluorchemie auskommt. Über die richtige Wahl entscheidet der Kochstil, nicht der Preis. Wer täglich scharf anbrät, braucht eine andere Pfanne als jemand, der morgens Rührei macht und sie danach in die Spülmaschine stellt. Dieser Vergleich ordnet jedem Typ eine klare Rolle zu.
Das Wichtigste zu PFAS in Pfannen
PTFE, umgangssprachlich Teflon, ist selbst eine PFAS-Verbindung. Eine PTFE-beschichtete Pfanne ist damit per Definition keine PFAS-freie Pfanne.
PFOA ist in der EU seit 2020 verboten. Der Aufdruck „PFOA-frei" beschreibt geltendes Recht, keine Produkteigenschaft.
Die Verordnung (EU) 2024/2462 beschränkt PFHxA und verwandte Stoffe gestaffelt ab dem 10. April 2026, weitere Stufen folgen im Oktober 2026, 2027 und 2029.
Über die große ECHA-Beschränkung für PFAS als Stoffgruppe entscheidet die EU-Kommission voraussichtlich frühestens 2027, Pfannen mit PTFE bleiben bis dahin verkäuflich.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung stuft eine intakte PTFE-Beschichtung bei normalem Gebrauch als unbedenklich ein, kritisch wird es bei zerkratzten Oberflächen und Überhitzung.
Pfannen ohne Beschichtung und PFAS: die fünf Typen mit klarer Empfehlung
Jeder der fünf Typen hat genau eine Stärke, für die er die erste Wahl ist. Wer diese Zuordnung kennt, spart sich den Vergleich von Dutzenden Einzelmodellen.
Typ | Die Wahl für | Preisrahmen | Spülmaschine |
|---|---|---|---|
Schmiedeeisen | scharfes Anbraten von Fleisch und Fisch | 17 bis 60 Euro | nein |
Gusseisen | langes Schmoren und konstante Hitze | 40 bis 250 Euro | nein |
Edelstahl | pflegeleichten Alltag und Saucenansatz | 30 bis 150 Euro | ja |
Emailliertes Gusseisen | säurehaltige Gerichte wie Tomatensugo | 60 bis 250 Euro | teils |
Keramikbeschichtung | Rührei, Fisch und den Umstieg von Teflon | 30 bis 90 Euro | teils |
Die Preise sind Richtwerte für gängige 28-Zentimeter-Modelle im Handel (Stand: September 2026).
Schmiedeeisen: die Wahl fürs scharfe Anbraten
Eine geschmiedete Eisenpfanne verträgt Temperaturen, bei denen jede Beschichtung aufgäbe. Genau darin liegt ihr Kaufgrund: Für die Kruste an Steak, Bratkartoffeln oder Fisch führt kein Weg an dieser Bauart vorbei.
Der Stoff ist schlicht Eisen, ganz ohne Beschichtung. Die Antihaftwirkung wächst erst im Gebrauch: Wer die Pfanne mit Öl einbrennt, legt eine Patina an. Diese Schicht wächst über Jahre mit und wird besser statt schlechter. Eine beschichtete Pfanne landet dagegen oft schon nach zwei Jahren im Müll.
Turk aus Deutschland und de Buyer aus den französischen Vogesen sind die beiden bekanntesten Hersteller. Turk-Pfannen beginnen bei kleinen Größen unter 20 Euro, die de Buyer Mineral B liegt im 28er-Format bei rund 50 Euro (Stand: September 2026).
Stärke: höchste Bratleistung, hält bei Pflege jahrzehntelang
Nicht ideal, wenn: Sie Säurehaltiges kochen oder die Spülmaschine nutzen wollen
Zu bedenken: eine 28er-Pfanne wiegt rund 1,7 Kilogramm
Gusseisen: die Wahl fürs Schmoren
Gusseisen speichert Wärme wie kein anderes Pfannenmaterial. Wer Gulasch schmort, Brot bäckt oder eine Pfanne vom Herd in den Ofen schiebt, bekommt hier die konstanteste Hitze.
Der Unterschied zu Schmiedeeisen liegt in der Herstellung. Gusseisen wird flüssig in eine Form gegossen und ist deshalb dickwandiger, träger im Aufheizen und schwerer. Genau diese Trägheit ist der Vorteil: Legt man kaltes Fleisch hinein, bricht die Temperatur nicht ein.
Le Creuset gilt als Marktführer, Skeppshult fertigt in Schweden, Lodge in den USA. Die Preisspanne ist groß, weil hier Design mitbezahlt wird.
Stärke: Wärmespeicherung, ofenfest, praktisch unzerstörbar
Nicht ideal, wenn: Sie schnell erhitzen oder die Pfanne oft heben müssen
Zu bedenken: braucht wie Schmiedeeisen eine eingebrannte Patina
Edelstahl: die Wahl für den pflegeleichten Alltag
Edelstahl ist der einzige PFAS-freie Typ, der uneingeschränkt in die Spülmaschine darf und keine Einbrennroutine verlangt. Für alle, die Pflegeaufwand vermeiden wollen, ist das der entscheidende Punkt.
Profiküchen schätzen Edelstahl wegen des Aufbaus: Ein Sandwichboden aus Aluminium zwischen zwei Edelstahllagen verteilt die Hitze, die Oberfläche bleibt kratzfest. Beim Anbraten entsteht Bratensatz, aus dem Sie eine Sauce ziehen können. Antihaftpfannen liefern ihn nicht.
Dafür verlangt Edelstahl Übung. Edelstahl klebt, wenn die Pfanne zu kalt ist oder das Gargut zu früh bewegt wird. Fissler und WMF decken das Segment breit ab.
Stärke: spülmaschinenfest, kratzfest, ideal für Saucen
Nicht ideal, wenn: Sie Rührei oder Pfannkuchen ohne Anhaften erwarten
Zu bedenken: die Pfanne muss vor dem Öl richtig heiß sein
Emailliertes Gusseisen: die Wahl für säurehaltige Gerichte
Bei Tomatensugo, Wein oder Zitrone stößt blankes Eisen an seine Grenze. Säure löst die Patina an und kann einen metallischen Beigeschmack erzeugen. Emailliertes Gusseisen umgeht das Problem: Eine eingebrannte Glasschicht versiegelt das Eisen.
Diese Emailleschicht besteht aus geschmolzenem Glas, enthält also weder PTFE noch andere Fluorverbindungen. Sie macht das Einbrennen überflüssig und lässt sich mit Wasser und Spülmittel reinigen.
Empfindlich bleibt die Oberfläche trotzdem. Emaille kann bei Stößen abplatzen, und starke Temperatursprünge, etwa die heiße Pfanne unter kaltes Wasser, führen zu Rissen.
Stärke: säurefest, kein Einbrennen nötig, leicht zu reinigen
Nicht ideal, wenn: Sie Metallwender benutzen oder oft sehr hoch erhitzen
Zu bedenken: abgeplatzte Emaille lässt sich nicht reparieren
Keramikbeschichtung: die Wahl für den Umstieg von Teflon
Wer eine echte Antihaftwirkung ohne PTFE will, landet bei keramikbeschichteten Pfannen. Sie kommen dem gewohnten Verhalten einer Teflonpfanne am nächsten und verlangen keine Umstellung der Kochgewohnheiten.
Seriöse Keramikbeschichtungen beruhen auf anorganischen Siliziumverbindungen. Thermolon von GreenPan, CeraDur von WMF und die Natural Line von Stoneline sind Beispiele für Systeme ohne PFAS und PTFE.
Dafür hält die Schicht nicht ewig. Keramikbeschichtungen verlieren ihre Antihaftwirkung schneller als PTFE, bei intensiver Nutzung oft schon nach wenigen Jahren. Aus Nachhaltigkeitssicht ist das der schwächste Punkt in dieser Auswahl, denn keine der anderen vier Bauarten muss je ersetzt werden.
Stärke: echte Antihaftwirkung ohne Fluorchemie, kein Einbrennen
Nicht ideal, wenn: Sie die Pfanne jahrzehntelang behalten wollen
Zu bedenken: nur bei mittlerer Hitze verwenden, das verlängert die Lebensdauer
Das größte Missverständnis: „PFOA-frei" klingt gut und sagt nichts
Auf sehr vielen Pfannenverpackungen prangt der Hinweis „PFOA-frei". Viele Käufer lesen das als Beleg, die Pfanne enthalte keine bedenklichen Fluorchemikalien. Diese Schlussfolgerung ist falsch.
PFOA, die Perfluoroctansäure, ist in der EU seit 2020 verboten. Jede Pfanne im legalen Handel ist PFOA-frei, weil das Gesetz es vorschreibt. Der Aufdruck beschreibt eine Selbstverständlichkeit, keine Leistung des Herstellers. Er sagt insbesondere nichts darüber aus, ob die Pfanne PTFE enthält, und PTFE gehört selbst zur Stoffgruppe der PFAS.
Ähnlich unscharf ist der Begriff „Titan-Pfanne". Er ist nicht geschützt und beschreibt meist nur Titanpartikel, die einer Beschichtung zur Härtung beigemischt wurden. Der F.A.Z. Kaufkompass prüfte im Juni 2026 drei als Titan-Pfannen vermarktete Modelle, zwei davon enthielten PTFE.
Verlässlich ist nur eine Angabe: Steht in der Produktbeschreibung ausdrücklich „PTFE-frei" oder „frei von PFAS", oder handelt es sich um ein unbeschichtetes Material wie Eisen, Edelstahl oder Emaille, dann stimmt die Sache. Alles andere ist Werbesprache.
Was die EU tatsächlich reguliert und was das für Ihre Küche heißt
Die Rechtslage wird in Schlagzeilen regelmäßig verkürzt. Ein pauschales PFAS-Verbot gilt derzeit nicht, und Pfannen mit PTFE dürfen weiterhin verkauft werden.
Konkret in Kraft ist die Verordnung (EU) 2024/2462, die PFHxA und verwandte Stoffe beschränkt. Der Gesetzgeber führt sie als Eintrag 79 in Anhang XVII der REACH-Verordnung, und sie wirkt gestaffelt: erste Anwendungen ab dem 10. April 2026, weitere ab Oktober 2026, Oktober 2027 und Oktober 2029. Sie trifft vor allem Textilien, Leder, Kosmetika und Verpackungen, nicht die Antihaftbeschichtung von Pfannen.
Der größere Schritt liegt noch vor uns. Die Europäische Chemikalienagentur ECHA betreibt ein Beschränkungsverfahren für PFAS als gesamte Stoffgruppe, das auch Fluorpolymere wie PTFE erfassen würde. Die Risikobewertung des zuständigen Ausschusses liegt vor, die sozioökonomische Stellungnahme wird bis Ende 2026 erwartet. Eine Entscheidung der EU-Kommission ist frühestens 2027 realistisch, mit anschließenden Übergangsfristen.
Für den Alltag folgt daraus eine unaufgeregte Empfehlung: Eine vorhandene Pfanne mit intakter Beschichtung muss niemand wegwerfen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stuft sie bei normalem Gebrauch als unbedenklich ein. Kritisch wird es erst bei zerkratzter Oberfläche und beim leeren Vorheizen: Nach BfR-Angaben zersetzt sich PTFE ab etwa 360 Grad und gibt dann Dämpfe ab, die Polymerfieber auslösen können. Wer ohnehin ersetzen muss, trifft mit einer der fünf PFAS-freien Bauarten die langlebigere Wahl. Dieselbe Logik gilt übrigens für Küchengeräte: Was das PFAS-Thema für Heißluftfritteusen und ihre beschichteten Garkörbe bedeutet, ordnen wir separat ein.
Backform ohne Beschichtung: dieselbe Frage, anderes Gerät
Wer eine Backform ohne Beschichtung sucht, steht vor derselben Frage wie beim Pfannenkauf: Die klassische Antihaftschicht ist PTFE und damit ein PFAS. Fünf Materialien kommen ohne aus, und sie unterscheiden sich vor allem im Backergebnis.
Emaille ist der beste Alltagskompromiss, besonders bei Blechen. Die eingebrannte Glasschicht ist kratzfest, leitet Wärme gut und lässt sich unkompliziert reinigen. Voraussetzung ist eine unbeschädigte Oberfläche, abgeplatzte Emaille gehört ersetzt.
Edelstahl ist die robusteste Wahl für Kastenformen und Bleche. Ohne Fett klebt Teig allerdings zuverlässig an. Mit gründlichem Einfetten oder Backpapier funktioniert es problemlos.
Glas, vorzugsweise Borosilikat, ist komplett beschichtungsfrei, leicht zu reinigen und lässt beim Backen zusehen. Es reagiert empfindlich auf Temperatursprünge, eine heiße Form gehört nicht unter kaltes Wasser.
Keramik verteilt die Wärme gleichmäßig und eignet sich besonders für Quiches und Tartes, bei denen der Boden durchgaren soll. Sie ist zerbrechlich und braucht länger zum Aufheizen.
Gusseisen speichert Hitze am besten und liefert die knusprigste Kruste, etwa bei Brot. Es entwickelt wie eine Eisenpfanne mit der Zeit eine natürliche Patina.
Silikon ist streng genommen keine Backform ohne Beschichtung, sondern ein eigener Werkstoff, PTFE-frei ist er aber auch. Sie leiten Wärme schlechter als Metall, weshalb Gebäck weniger bräunt. Als Ergänzung für Muffins taugen sie, als Ersatz für Metall- oder Emailleformen weniger. Bei starken Kratzern oder anhaltendem Geruch sollten sie ersetzt werden.
Und der Klassiker funktioniert weiterhin: gründlich einfetten und mit Mehl oder gemahlenen Nüssen ausstreuen. Damit braucht keine dieser Formen eine Antihaftschicht.
Dieselbe Materiallogik gilt für weiteres Küchenzubehör. Beim Wasserkocher ohne Plastik entscheidet die Deckelinnenseite, beim Schneidebrett ohne Plastik das Bindemittel.
Pflege: warum PFAS-freie Pfannen länger halten
Zerkratzte Antihaftpfannen geben Beschichtungspartikel ab. Größere Teilchen scheidet der Körper laut BfR unverdaut wieder aus, die Wirkung sehr kleiner PTFE-Partikel ist nach Einschätzung der Verbraucherzentrale noch nicht erforscht. Wer eine unbeschichtete Pfanne nutzt, umgeht diese Frage vollständig.
Der ökologische Vorteil beschichtungsfreier Pfannen liegt aber vor allem in der Lebensdauer. Eine beschichtete Pfanne ist ein Verbrauchsgegenstand mit typischerweise zwei bis fünf Jahren Nutzung. Eine Eisenpfanne überdauert Generationen.
Nur das Einbrennen schreckt viele ab, und das zu Unrecht. Sie erhitzen die Pfanne mit einer dünnen Ölschicht bis zum Rauchpunkt, wischen das abgekühlte Öl aus und wiederholen das zwei- bis dreimal. Danach entsteht die Patina im normalen Gebrauch von selbst.
Im Alltag gelten drei Regeln: kein Spülmittel auf Eisen, nach dem Abwaschen trocken reiben, und bei längerer Lagerung einen Tropfen Öl auf die Fläche geben. Rost schrubben Sie ab und brennen die Pfanne neu ein. Kein Vergleich zu einer abgeplatzten Beschichtung, die endgültig ist.
Seit 1997 beobachten wir auf greenya.de den deutschen Markt für nachhaltige Haushaltsprodukte. Auffällig ist, wie deutlich sich die Kommunikation verschoben hat: Wo Hersteller früher mit der Beschichtung warben, werben heute viele damit, was nicht drin ist. Für Verbraucher heißt das, genauer auf die konkrete Materialangabe zu schauen statt auf das Negativ-Versprechen. Wer beim Thema Küche und Schadstoffe weiterlesen möchte, findet auch bei Aluminium in der Küche eine ähnliche Lücke zwischen Wahrnehmung und Faktenlage.
Häufige Fragen zu Pfannen ohne PFAS
Ist jede unbeschichtete Pfanne automatisch PFAS-frei?
Ja. Unbeschichtete Pfannen aus Schmiedeeisen, Gusseisen oder Edelstahl enthalten konstruktionsbedingt keine Fluorchemikalien, weil sie ohne Antihaftschicht auskommen. Vorsicht ist nur bei Modellen geboten, die als „unbeschichtet" beworben werden, aber eine sogenannte Versiegelung tragen. Ein Blick in die Materialangabe schafft Klarheit.
Sind Keramikpfannen wirklich frei von PFAS?
Seriöse Keramikbeschichtungen beruhen auf anorganischen Siliziumverbindungen und enthalten weder PTFE noch andere PFAS. Systeme wie Thermolon, CeraDur oder Stoneline Natural Line sind entsprechend deklariert. Die Verbraucherzentrale warnt allerdings, dass manche Keramikbeschichtungen nur als Verstärkung einer darunterliegenden PTFE-Schicht dienen. Verlässlich ist deshalb nur eine ausdrückliche Kennzeichnung als PFAS-frei, nicht das Wort „Keramik" allein.
Muss ich meine Teflonpfanne jetzt wegwerfen?
Nein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stuft eine intakte PTFE-Beschichtung bei normalem Gebrauch als unbedenklich ein. Ein Austausch ist angezeigt, wenn die Beschichtung zerkratzt ist oder sich löst. Wichtig ist außerdem, die leere Pfanne nicht stark zu erhitzen. Nach BfR-Angaben zersetzt sich PTFE ab etwa 360 Grad, und eine leere Pfanne erreicht diese Marke auf modernen Herden nach Angaben der Verbraucherzentrale schon in zwei bis fünf Minuten.
Welche PFAS-freie Pfanne eignet sich für Induktion?
Schmiedeeisen, Gusseisen und emailliertes Gusseisen sind magnetisch und damit ohne Einschränkung induktionsgeeignet. Bei Edelstahl und keramikbeschichteten Pfannen hängt es vom Boden ab, die Hersteller kennzeichnen die Eignung auf der Verpackung oder dem Pfannenboden.
Was ist der Unterschied zwischen einer Pfanne ohne Beschichtung und einer PFAS-freien Pfanne?
Eine Pfanne ohne Beschichtung besteht aus blankem Material wie Eisen, Gusseisen oder Edelstahl und ist damit immer auch PFAS-frei. Umgekehrt gilt das nicht: Eine keramikbeschichtete Pfanne trägt eine Schicht auf Siliziumbasis, kommt aber ohne Fluorchemie aus und zählt deshalb ebenfalls als PFAS-frei. Wer jede Art von Beschichtung vermeiden will, greift zu den vier unbeschichteten Bauarten.
Was kostet eine gute Pfanne ohne PFAS?
Der Einstieg beginnt bei rund 17 Euro für eine kleine Schmiedeeisenpfanne, gängige 28-Zentimeter-Modelle liegen zwischen 40 und 60 Euro. Nach oben ist die Spanne bei Gusseisen offen, dort werden bis zu 250 Euro aufgerufen (Stand: September 2026). Auf die Nutzungsdauer gerechnet unterbietet jede dieser Pfannen eine beschichtete Pfanne deutlich, weil sie nicht ersetzt werden muss.
Fazit: Der Kochstil entscheidet, nicht das Etikett
Fünf Bauarten kommen ohne PFAS aus, und jede hat einen eindeutigen Einsatzzweck. Schmiedeeisen brät scharf an, Gusseisen schmort, Edelstahl ist der pflegeleichte Allrounder mit Saucenqualität, emailliertes Gusseisen verträgt Säure, und Keramik liefert die Antihaftwirkung für den Umstieg.
Wer eine Pfanne ohne Beschichtung sucht und sich auf ein Modell festlegen will, fährt mit Schmiedeeisen am besten. Sie deckt den größten Teil des Alltags ab, kostet wenig und hält bei einfacher Pflege ein Leben lang. Wer zusätzlich Rührei ohne Anhaften möchte, ergänzt eine kleine keramikbeschichtete Pfanne.
Und beim Einkauf gilt eine einzige Faustregel: Etiketten wie „PFOA-frei" oder „Titan" ignorieren, stattdessen die Materialangabe lesen. Steht dort Eisen, Edelstahl oder Emaille, ist die Frage beantwortet.
Quellen und weiterführende Informationen
Bundesinstitut für Risikobewertung (2025): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Geschirr mit Antihaftbeschichtung aus PTFE
Europäische Chemikalienagentur ECHA: Per- and polyfluoroalkyl substances (PFAS), Beschränkungsverfahren
Umweltbundesamt: Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS)
Verbraucherzentrale: Pfannen und PFAS: Wie gefährlich ist die Teflon-Beschichtung?
Markert Group (2026): PFAS-Regulierung in EU und Deutschland, aktueller Stand