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Beste Ökogas-Anbieter 2026: 6 Gasanbieter mit echtem Biogas im Vergleich

Drohnenaufnahme einer großen Biogasanlage inmitten grüner Felder in Dänemark, die die Infrastruktur für erneuerbare Energien und nachhaltige Technologien im ländlichen Raum verdeutlicht.
Aktualisiert: Von greenya Redaktion

Polarstern liefert 100 % Biogas, EWS Schönau bis zu 100 %, Naturstrom mischt 10 % Biomethan bei (Stand: September 2026). Ökogas ist Gas, das ganz oder teilweise aus erneuerbaren Quellen wie Biomethan stammt. Viele Ökogastarife enthalten aber nur kompensiertes Erdgas. Unsere Bestenliste zeigt sechs Gasanbieter mit nachweisbarem Biogas-Anteil.

Fünf Fakten zu Ökogas, die deinen Wechsel leichter machen

  • Vier Anbieter unserer Liste führen Tarife mit 100 % Biogas: Polarstern (ausschließlich), EWS Schönau, Bürgerwerke und Sauber Energie (Stand: September 2026).

  • Das Grünes Gas-Label verlangt einen Anteil von mindestens 10 % Biogas aus umweltverträglicher Erzeugung und wird von Umweltverbänden wie BUND und NABU getragen.

  • Ab dem 27. September 2026 verbietet die EU-Richtlinie 2024/825 Werbung, die Produkte allein wegen CO₂-Kompensation als klimaneutral darstellt.

  • Green Planet Energy hebt den Biogasanteil im Tarif proWindgas 2026 auf rund 75 % an, ergänzt um Wasserstoff aus Windstrom (Stand: September 2026).

  • Fünf der sechs Anbieter dieser Liste empfiehlt Robin Wood im Ökostromreport 2025 auch als Stromversorger, der Verein prüfte dort 1.271 Anbieter.

Ökogas Vergleich 2026: Diese sechs Gasanbieter überzeugen

Sechs Anbieter bestehen unseren Ökogas Vergleich: Polarstern (100 % Biogas), EWS Schönau (40 bis 100 %), Green Planet Energy (rund 75 % plus Wasserstoff), Naturstrom (10 % Biomethan), Bürgerwerke (5 bis 100 %) und Sauber Energie (5 bis 100 %). Alle sechs weisen Herkunft und Anteil ihres Biogases transparent nach (Stand: September 2026). Als Ökogasanbieter zählen für uns nur Versorger, die echtes Biogas anbieten und das belegen.

Für die Auswahl nutzen wir die Echtgas-Formel. Sie stellt drei Fragen: Wie hoch ist der Biogas-Anteil im Tarif? Stammt das Biogas aus Rest- und Abfallstoffen statt aus extra angebauten Energiepflanzen? Und belegt ein unabhängiges Gütesiegel wie das Grünes Gas-Label oder ein TÜV-Zertifikat die Angaben? Nur Anbieter, die alle drei Fragen mit konkreten Zahlen und Dokumenten beantworten, kommen in die Liste. Reine Kompensationstarife ohne jeden Biogas-Anteil scheiden aus. Dieser Ausschluss ist unser wichtigstes Kriterium.

Anbieter

Biogas-Anteil

Herkunft/Zertifikat

Besonderheit

Polarstern (Wirklich Ökogas)

100 %

Rest- und Abfallstoffe aus europäischen Anlagen, u. a. Abfälle der Zuckerproduktion; TÜV Nord

0,21 Cent pro kWh fließen zusätzlich in neue Erneuerbare-Anlagen

EWS Schönau (Biogas Klima Plus/Pro/Max)

mind. 40 %, mind. 65 % oder 100 %

Grünabfälle, Speisereste, Klärgase; Grünes Gas-Label, TÜV Nord

Drei Stufen wählbar, Bürgerenergie-Pionier aus dem Schwarzwald

Green Planet Energy (proWindgas)

rund 75 % plus Wasserstoff (Stand: September 2026)

Biogas u. a. aus Paludikultur und Kleegras; Grünes Gas-Label

Power-to-Gas: Windstrom wird zu Wasserstoff und eingespeist

Naturstrom (naturstrom biogas)

10 %

Regionale Rest- und Abfallstoffe; Grünes Gas-Label (als erster Anbieter 2014), TÜV Nord

0,2 Cent pro kWh fördern neue Öko-Kraftwerke

Bürgerwerke (BürgerÖkogas)

5 %, 10 % oder 100 %

Pflanzliche Reststoffe aus der Anlage Vinkel Bioenergi (Dänemark)

Genossenschaft aus über 100 Bürgerenergie-Gemeinschaften

Sauber Energie (SAUBER GAS Bio)

5 bis 100 %

Biogene Reststoffe wie Rasenschnitt und Speisereste; TÜV Nord

Biogas-Anteil frei wählbar, GEG-taugliche Varianten

Nicht in die Liste geschafft haben es Tarife, die zwar „öko" oder „klima" im Namen tragen, aber weder einen Biogas-Anteil noch eine Herkunft nennen. Viele Anbieter, darunter viele Gasanbieter aus der Grundversorgung, führen solche Angebote im Sortiment. Ein Hinweis noch zum wichtigsten Siegel: Das Grünes Gas-Label soll nach Angaben des Trägervereins Grüner Strom Label e.V. planmäßig bis Ende 2029 auslaufen, bestehende Zertifizierungen bleiben bis dahin gültig (Stand: September 2026). Umso wichtiger werden künftig die direkten Nachweise der Anbieter selbst, etwa TÜV-Testate und offengelegte Lieferanlagen.

Die Tabelle sortiert bewusst nicht nach Preis, sondern nach der Ehrlichkeit des Produkts: Anteil, Herkunft, Nachweis. Preise ändern sich monatlich, die Lieferlogik eines Anbieters nicht. Günstig einsteigen kannst du über die 5- und 10-Prozent-Tarife. Ein reiner Gasvergleich nach Centbeträgen führt dich zwar zum günstigsten Gasanbieter, aber nicht automatisch zu grünem Gas; auch im Gaspreisvergleich der großen Portale steht der Biogas-Anteil selten dabei. Wer nur auf die günstigsten Anbieter schaut, übersieht, woher das Gas stammt. Willst du Anbieter vergleichen, die wirklich liefern, zählen Prozente und Herkunft statt Centbeträge. Genau dafür ist diese Liste gemacht.

Biogas Tarif oder Klimagas: Dieser Unterschied entscheidet alles

Ein Biogas Tarif enthält einen messbaren Anteil Gas aus organischen Quellen, etwa 10, 65 oder 100 %. „Klimagas" bezeichnet dagegen meist Tarife aus fossilem Erdgas, dessen Emissionen der Anbieter über Zertifikate kompensiert. Im Netz landet dabei kein einziger Kubikmeter erneuerbares Gas. Solche Klimatarife klingen grün, ändern am gelieferten Gas aber nichts. Diese Trennung ist der wichtigste Punkt beim Ökogas-Kauf.

Die Verbraucherzentrale rät von reinen Kompensationsprodukten ab, weil sich die Wirkung der Ausgleichsprojekte kaum überprüfen lässt (Stand: Oktober 2024). Dazu passt die neue Rechtslage: Die EU-Richtlinie 2024/825 untersagt ab dem 27. September 2026 Werbeaussagen, die ein Produkt allein aufgrund von CO₂-Kompensation als klimaneutral darstellen. Werbebegriffe wie „klimaneutrales Gas", „CO₂-neutrales Gas" oder „klimaneutrales Erdgas" verschwinden deshalb gerade aus vielen Tarifnamen. Was bleibt, ist die Frage nach dem echten Biogas-Anteil. Sie lässt sich prüfen: Bietet dein Gasanbieter Ökogas an, frag konkret nach Anteil und Herkunft.

Das verbreitetste Vorurteil lautet: „Wo Ökogas draufsteht, ist grünes Gas drin." Das stimmt nicht, denn der Begriff Ökogas ist rechtlich nicht geschützt. Ob ein Produkt „Ökogas" oder „Biogas" heißt, sagt noch nichts über den Inhalt: Jeder Gasversorger darf diese Namen verwenden, auch bei 0 % erneuerbarem Anteil. Aussagekräftig sind allein harte Nachweise: der dokumentierte Biogas-Anteil, die Herkunft aus Rest- und Abfallstoffen und Siegel wie das Grünes Gas-Label, das mindestens 10 % Biogas und Investitionen in die Energiewende verlangt. Mehr Hintergründe liefert unser Faktencheck zu Ökogas als Heizoption.

Auch die Rohstofffrage verdient einen genauen Blick. Biomethan aus extra angebautem Mais konkurriert mit Lebensmitteln um Ackerfläche, Biomethan aus Grünabfall oder Gülle nicht. Alle sechs Anbieter unserer Liste setzen deshalb auf Reststoffe wie Speisereste, Klärgase oder Ernteabfälle. Die Nachfrage nach Ökogas trifft dabei auf ein begrenztes Angebot: Von den 9.605 deutschen Biogasanlagen speisten 2025 nur rund 290 aufbereitetes Biomethan ins Gasnetz ein (Fachverband Biogas, Stand: September 2025). Wer das weiß, versteht, warum 100-Prozent-Tarife im Vergleich zum herkömmlichen Erdgas teurer sind. Knappheit hat ihren Preis.

Die Anbieter im Detail: So viel grünes Gas steckt wirklich im Tarif

Polarstern und EWS Schönau führen die Liste an, weil sie 100 % Biogas aus Reststoffen liefern und das extern prüfen lassen. Damit gehören beide zu den konsequentesten Biogas-Anbietern am Markt. Green Planet Energy kombiniert Biogas mit Wasserstoff aus Windstrom. Naturstrom, Bürgerwerke und Sauber Energie bieten niedrigschwellige Einstiege ab 5 bzw. 10 % Biogas-Anteil, jeweils mit klar benannter Herkunft (Stand: September 2026).

Seit 1997 beobachten wir auf greenya.de, der Plattform für nachhaltiges Leben, den Öko-Energiemarkt. Dabei fällt auf: Beim Strom fragen Verbraucherinnen und Verbraucher längst nach Herkunftsnachweisen, beim Gas begnügen sich viele noch mit dem Wort „öko" im Tarifnamen. Genau diese Lücke nutzten Klimagas-Anbieter jahrelang aus. Die gute Nachricht: Die Pioniere der Strom-Energiewende, die seit Jahren in erneuerbare Energien investieren, sind auch beim Gas die verlässlichsten Adressen. Wie eng Strom und Gas zusammenhängen, zeigt unsere Schwester-Liste der besten Ökostromanbieter im Vergleich.

Polarstern, EWS Schönau und Green Planet Energy: die hohen Anteile

Polarstern liefert in allen Gastarifen ausschließlich Biogas (100 %), gewonnen aus Rest- und Abfallstoffen wie Rückständen der Zuckerproduktion. Der TÜV Nord prüft die eingespeisten Mengen, zusätzlich investiert das Unternehmen 0,21 Cent pro Kilowattstunde in neue Erneuerbare-Anlagen (Stand: September 2026). EWS Schönau bietet drei Stufen: mindestens 40 %, mindestens 65 % oder 100 % Biogas aus Grünabfällen und Klärgasen. Den fossilen Restanteil der kleineren Tarife gleicht EWS über zertifizierte Klimaschutzprojekte aus, verkauft ihn aber nicht als klimaneutral. Green Planet Energy geht mit proWindgas einen dritten Weg: rund 75 % Biogas, ergänzt um Wasserstoff aus überschüssigem Windstrom. Bis 2027 soll der Tarif nach Unternehmensangaben vollständig auf erneuerbare Gase umgestellt sein.

Naturstrom, Bürgerwerke und Sauber Energie: flexible Einstiege

Naturstrom mischt 10 % Biomethan aus regionalen Reststoffen bei und ließ seine Gastarife 2014 als erster Anbieter mit dem Grünen Gas-Label zertifizieren. Je Kilowattstunde fließen 0,2 Cent in neue Öko-Kraftwerke. Die Bürgerwerke, ein Verbund aus über 100 Energiegenossenschaften, beziehen ihr Biogas aus pflanzlichen Reststoffen der dänischen Anlage Vinkel Bioenergi und bieten 5, 10 oder 100 % Anteil an. Ein Premium-Siegel fehlt hier, die Herkunft legt der Verbund dafür offen. Sauber Energie lässt Kundinnen und Kunden den Biogas-Anteil zwischen 5 und 100 % frei wählen, Rohstoffbasis sind biogene Reststoffe wie Rasenschnitt und Speisereste, geprüft vom TÜV Nord (Stand: September 2026). Tarife mit Biogas gibt es so schon ab 5 % Anteil: Jedes Budget findet einen Hebel. Wichtig bleibt der Blick aufs Detail: Ein kleiner Anteil echtes Biogas bewegt mehr als ein großes Kompensationsversprechen.

Was heißt das für deine Entscheidung? Die sechs Anbieter unterscheiden sich weniger in der Haltung als im Zuschnitt. Wer maximale Wirkung will und den Aufpreis stemmen kann, greift zu 100 Prozent Biogas. Wer erst einmal umsteigen möchte, startet mit 10 % und erhöht später. Beide Wege sind ehrlich. Entscheidend ist, dass der gewählte Anteil an Biogas im Vertrag steht und nicht nur im Werbetext. Diese Verbindlichkeit trennt die Anbieter und Tarife dieser Liste vom Rest des Marktes.

Gastarif wechseln mit Plan: Ökogas als Brücke, Wärmepumpe als Ziel

Wer seinen Gastarif wechseln will, braucht nur Zählernummer und Jahresverbrauch, den Rest übernimmt der neue Anbieter inklusive Kündigung. Deinen Gasverbrauch findest du auf der letzten Jahresabrechnung. In der Grundversorgung beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen. Ehrlich bleibt: Auch der beste Biogas-Tarif macht die Gasheizung nur zur Übergangslösung, das Ziel heißt erneuerbare Wärme (Stand: September 2026).

Den Gasanbieter wechseln: Das ist schnell erledigt. Tarif der Bestenliste auswählen, Online-Formular ausfüllen, Vollmacht zur Kündigung erteilen, fertig. Eine Versorgungslücke kann dabei nicht entstehen, die Belieferung läuft nahtlos weiter. Prüfe vor dem Abschluss drei Punkte nach der Echtgas-Formel: den garantierten Biogas-Anteil im Vertrag, die benannte Herkunft der Rohstoffe und ein unabhängiges Gütesiegel oder Zertifikat. Steht davon nichts im Tarif, sondern nur ein Klimaversprechen, lies die Fußnoten. Meist steckt dort Kompensation.

Zur Ehrlichkeit gehört auch die langfristige Perspektive. Heizen ist der größte Energieposten im Haushalt, entsprechend groß ist der Hebel jeder Entscheidung an dieser Stelle. Das Umweltbundesamt empfiehlt für die Wärmewende die elektrische Wärmepumpe, die mit einer Jahresarbeitszahl von 4 aus einer Kilowattstunde Strom vier Kilowattstunden Wärme macht (Stand: Mai 2024). Biomethan bleibt knapp und wird in Industrie und Bestandsgebäuden gebraucht, die sich schwer elektrifizieren lassen. Ein guter Ökogas-Tarif ist deshalb die Brücke für alle, die heute mit Gas heizen und morgen umsteigen. Läuft die Wärmepumpe später mit sauberem Strom, schließt sich der Kreis: Worauf du dabei achten solltest, erklärt unser Ratgeber woran du echten Ökostrom erkennst.

Ein Wechsel wirkt trotzdem sofort. Er entzieht fossilen Geschäftsmodellen Geld, finanziert Anlagen, die Reststoffe zu Energie machen, und macht deinen Gasbezug Schritt für Schritt nachhaltiger.

Häufige Fragen zu Ökogas-Anbietern

Hier beantworten wir die Fragen, die uns zu Ökogastarifen am häufigsten erreichen. Alle Angaben beziehen sich auf den Stand September 2026.

Was ist der Unterschied zwischen Biogas und Biomethan?

Biogas ist das Rohgas aus der Vergärung organischer Stoffe, Biomethan ist daraus aufbereitetes Gas in Erdgasqualität. Nur Biomethan darf ins öffentliche Gasnetz eingespeist werden und kommt so bei dir an. Nach Angaben des Fachverbands Biogas bereiteten 2025 rund 290 der 9.605 deutschen Biogasanlagen ihr Gas zu Biomethan auf. In Ökogas-Tarifen meint „Biogas-Anteil" fast immer diesen Anteil von Biogas, der als Biomethan im Netz ankommt.

Ist Ökogas mit CO₂-Kompensation klimaneutral?

Nein, kompensiertes Erdgas bleibt fossiles Erdgas mit vollem Ausstoß am Schornstein. Die Verbraucherzentrale rät von reinen Kompensationstarifen ab, weil die Wirkung der Klimaschutzprojekte schwer überprüfbar ist (Stand: Oktober 2024). Zudem verbietet die EU-Richtlinie 2024/825 ab dem 27. September 2026 Werbung, die Produkte allein wegen Kompensation als klimaneutral ausgibt. Achte deshalb auf den realen Biogasanteil statt auf Klimaneutralitäts-Versprechen.

Welcher Ökogas-Anbieter liefert 100 % Biogas?

Polarstern liefert in allen Gastarifen 100 % Biogas aus Rest- und Abfallstoffen, geprüft vom TÜV Nord (Stand: September 2026). Auch EWS Schönau (Biogas Klima Max), die Bürgerwerke und Sauber Energie bieten Varianten mit 100 % Biogas an. Die Preise liegen über Erdgasniveau, weil eingespeistes Biomethan knapp ist. Dafür heizt du mit Gas aus Speiseresten und Grünabfällen statt aus fossilen Lagerstätten.

Erfüllt ein Biogas-Tarif die 65-Prozent-Vorgabe des Gebäudeenergiegesetzes?

Ja, das ist möglich, wenn der Tarif dauerhaft einen ausreichend hohen Biomethan-Anteil garantiert. Anbieter wie Polarstern, EWS Schönau (Klima Pro mit mindestens 65 %) und Sauber Energie bieten dafür eigene GEG-Varianten an (Stand: September 2026). Welche Nachweise deine Kommune oder dein Schornsteinfeger konkret verlangt, klärst du am besten vor Vertragsschluss mit einer Energieberatung.

Was kostet Ökogas und ist es teurer als normales Erdgas?

Tarife mit hohem Biogas-Anteil kosten mehr als herkömmliches Erdgas, weil eingespeistes Biomethan knapp ist: Nur rund 290 der 9.605 deutschen Biogasanlagen speisen aufbereitetes Biomethan ins Netz ein (Fachverband Biogas, Stand: September 2025). Günstig einsteigen kannst du trotzdem: Bei Tarifen mit 5 oder 10 % Biogas-Anteil bleibt der Preis nah am reinen Erdgastarif, weil nur ein kleiner Teil des Gases aus teurerem Biomethan besteht. Bei niedrigem Gasverbrauch fällt der Aufpreis in Euro ohnehin entsprechend klein aus. Ein reiner Gasvergleich über die Preisportale zeigt dir zwar den günstigsten Gasanbieter, aber nicht, ob echtes Biogas im Tarif steckt. Vergleiche deshalb den Preis immer zusammen mit dem garantierten Biogas-Anteil.

Wie schnell kann ich meinen Gastarif wechseln?

Den Anbieter wechseln kannst du in der Grundversorgung mit einer Frist von zwei Wochen, bei Sonderverträgen gilt die vereinbarte Vertragslaufzeit. Den Papierkram übernimmt der neue Anbieter, du lieferst nur Zählernummer und Jahresverbrauch. Eine Unterbrechung der Belieferung ist gesetzlich ausgeschlossen. Rechne vom Antrag bis zur Umstellung mit wenigen Wochen. Der Zähler bleibt derselbe, es kommt schlicht anderes Gas ins Netz.

Fazit: Erst der Biogas-Anteil macht Ökogas glaubwürdig

Wer 2026 den Ökogasanbieter wechselt, sollte auf drei Dinge achten: nachgewiesener Biogas-Anteil, Herkunft aus Reststoffen, unabhängiges Gütesiegel. Die besten Anbieter nennen alle drei Punkte unaufgefordert. Polarstern und EWS Schönau liefern hier die konsequentesten Tarife, Green Planet Energy den innovativsten, Naturstrom, Bürgerwerke und Sauber Energie die flexibelsten Einstiege. Meide Tarife, die nur mit Kompensation werben. Und denke einen Schritt weiter: Ökogas ist die Brücke, erneuerbare Wärme das Ziel. Unser Rat: Wechsle jetzt in einen Tarif mit echtem Biogas-Anteil und plane parallel den Umstieg auf die Wärmepumpe.

Quellen und weiterführende Informationen