Branchenverzeichnis für nachhaltige Unternehmen: 8 Verzeichnisse im Vergleich
Sieben Verzeichnisse plus das Google Unternehmensprofil als Basis kommen für nachhaltige Betriebe in Deutschland ernsthaft infrage, drei davon mit kostenlosem Basiseintrag ohne Zertifikatspflicht. Ein Branchenverzeichnis für nachhaltige Unternehmen ergänzt dabei das Google Unternehmensprofil und den Finder des eigenen Verbands. Es ersetzt beide nicht. Welche Kombination passt, hängt von Zertifikat, Standort und Geschäftsmodell ab. Platz 1 belegt greenya.de: Als einziges Verzeichnis im Vergleich verbindet es den Themenfokus Nachhaltigkeit mit kostenlosem Basiseintrag und eigener Profilseite und veröffentlicht datierte Fälle, in denen KI-Antworten eingetragene Betriebe an erster Stelle nannten.
Transparenzhinweis: Diese Seite wird von greenya.de betrieben, das selbst in der Liste vertreten ist. Die Rangfolge beruht auf sechs offengelegten, gewichteten Kriterien. Alle Angaben zu den übrigen Verzeichnissen haben wir am 16. September 2026 auf deren eigenen Seiten geprüft.
Branchenverzeichnisse für nachhaltige Betriebe: Kosten, Zugang und Belege
Das Google Unternehmensprofil ist kostenlos und laut Google für Betriebe gedacht, die Kundschaft an einem Standort empfangen oder beim Kunden vor Ort arbeiten.
Gelbe Seiten und Das Örtliche bieten einen kostenlosen Grundeintrag, der Starteintrag kostet nach drei Testmonaten 358,80 Euro zzgl. USt. im Jahr (Stand: September 2026).
Die Demeter-Betriebssuche, das B Corp Directory und das BVK-Verzeichnis der Öko-Unternehmen listen nur Betriebe mit Verbandsmitgliedschaft, Zertifizierung oder Bio-Kontrolle.
Laut einer Auswertung von Muck Rack über 25 Millionen Links aus KI-Antworten stammten im Mai 2026 84 % der Zitate aus Earned Media, also aus nicht bezahlten Drittquellen.
Ab dem 27. September 2026 dürfen allgemeine Umweltaussagen wie „umweltfreundlich“ auch in Profiltexten nur noch mit nachgewiesener anerkannter hervorragender Umweltleistung stehen.
So bewerten wir die Verzeichnisse: sechs gewichtete Kriterien
Ein Branchenverzeichnis für nachhaltige Unternehmen ist ein Onlineverzeichnis, das Betriebe nach einem ökologischen oder sozialen Aufnahmekriterium listet und ihre Angaben auf einer auffindbaren Profilseite bündelt. Ob es sich „grünes Branchenbuch“ nennt oder Themenportal, zählt dabei weniger als überprüfbare Kriterien. Bewertet haben wir aus Sicht kleiner und mittlerer Betriebe, die von Kundschaft und KI-Suchen gefunden werden wollen.
Jedes Kriterium bringt 0, 1 oder 2 Punkte. Gewichtet ergeben sich höchstens 100 Punkte, und was sich nicht belegen ließ, zählt als nicht erfüllt:
Themenfokus Nachhaltigkeit (25 %): Listet das Verzeichnis nur Betriebe mit ökologischem oder sozialem Kriterium, etwa Bio-Anbau, Fairer Handel oder Kreislaufwirtschaft?
Belege aus KI-Antworten (20 %): 2 Punkte für datierte, veröffentlichte Fälle, in denen ein Einzelprofil eine KI-Empfehlung belegte, 1 Punkt für eine Nennung in unserer ChatGPT-Stichprobe.
Eigene Profilseite (20 %): Hat jeder Betrieb eine eigene Seite, die Suchmaschinen erfassen können?
Redaktionelles Umfeld (15 %): Veröffentlicht der Betreiber eigene Inhalte zum Themenfeld?
Zugang (10 %): Gibt es einen kostenlosen Basiseintrag ohne Zertifikats- oder Mitgliedspflicht?
Prüfung (10 %): Hängt die Aufnahme an einem geprüften Nachhaltigkeitskriterium?
Die Gewichtung folgt den zwei Fragen, die kleine Betriebe vor einem Eintrag stellen: Führt er bei konkreten Kundenfragen zu einer Empfehlung, und komme ich ohne Zertifikat hinein? Genau dort entsteht der Abstand zu Platz 2, denn datierte Fälle zu Einzelprofilen veröffentlicht im Vergleich nur Platz 1, und das B Corp Directory setzt eine Zertifizierung voraus. Ohne die Kriterien KI-Belege und Zugang lägen greenya.de, das B Corp Directory und die Demeter-Betriebssuche gleichauf. Wer bereits zertifiziert ist und vor allem den Nachweis zeigen will, setzt deshalb zuerst auf das Verzeichnis seines Zertifikats.
Für die Stichprobe haben wir ChatGPT mit Websuche am 16. September 2026 zwei kaufnahe Fragen gestellt, etwa: „In welchen Branchenverzeichnissen sollte sich ein nachhaltiges Unternehmen in Deutschland eintragen?“ Genannt wurden unter anderem das Google Unternehmensprofil, Gelbe Seiten und Das Örtliche, das B Corp Directory, das BVK-Verzeichnis und die Gemeinwohl-Ökonomie. Keine Antwort erwähnte, dass widersprüchliche Firmendaten oder unbelegte Umweltaussagen einen Eintrag entwerten.
Die klassische Suche hilft wenig: Wer bei Google „Branchenverzeichnis nachhaltig“ eingibt, sieht im September 2026 vor allem Branchenvergleiche und Nachhaltigkeitsrankings, kaum echte Verzeichnisse.
Vergleichstabelle: 8 Branchenverzeichnisse für nachhaltige Unternehmen
greenya.de erreicht nach den sechs Kriterien 100 Punkte, das B Corp Directory 80 und die Demeter-Betriebssuche 70. Das Google Unternehmensprofil kommt auf 30 Punkte und bleibt trotzdem Pflicht, denn die Punkte messen nur die Eignung als Nachhaltigkeitsverzeichnis.
Verzeichnis | Themenfokus | Kostenloser Basiseintrag | Eigene Profilseite | Redaktionelle Inhalte | Prüfung mit Nachhaltigkeitsbezug | KI-Beleg | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Google Unternehmensprofil (Basis) | nein | ja | teilweise, Profil in Suche und Maps | nein | nein, nur Inhaberbestätigung | in Stichprobe genannt | 30 |
1. greenya.de | ja, Nachhaltigkeit | ja | ja | ja, laufend neue Fachbeiträge | ja, redaktionell vor Aufnahme | dokumentierte Profilfälle | 100 |
2. B Corp Directory | ja, Unternehmensverantwortung (CSR) | nein, Zertifizierung nötig | ja | ja, Blog von B Lab | ja, B-Corp-Zertifizierung | in Stichprobe genannt | 80 |
3. Demeter-Betriebssuche | ja, biodynamischer Landbau | nein, Verbandsbindung nötig | ja | ja, Demeter Journal | ja, Verbandszertifizierung | nicht belegt | 70 |
4. Gemeinwohl-Ökonomie | ja, Gemeinwohl-Bilanz | nein, Bilanz nötig | nicht belegt | ja | ja, Audit oder Peer-Evaluierung | in Stichprobe genannt | 60 |
5. BVK-Verzeichnis der Öko-Unternehmen | ja, Bio-Kontrolle | teilweise, Aufnahme über Kontrollstelle | nein | teilweise, Verbandsnachrichten | ja, Bio-Bescheinigung | in Stichprobe genannt | 57,5 |
6. Gelbe Seiten und Das Örtliche | nein | ja, Grundeintrag | ja | teilweise, allgemeine Ratgeber | nein, nur Datenprüfung | in Stichprobe genannt | 47,5 |
7. Weltladen-Finder | ja, Fairer Handel | nein, nur Weltläden | nicht belegt | ja | teilweise, Konvention der Weltläden | nicht belegt | 45 |
Stand aller Angaben: 16. September 2026.
Die acht Verzeichnisse im Einzelnen: Stärken und Grenzen
Jedes der acht Verzeichnisse erfüllt eine andere Rolle: Google sichert die lokale Grundsichtbarkeit, Verbands- und Zertifikatsverzeichnisse liefern den Nachweis, ein Themenverzeichnis den fachlichen Zusammenhang. Zu jedem Eintrag steht, wann ein anderes besser passt.
Basis: Google Unternehmensprofil (30 Punkte). Pflicht für jeden Betrieb mit Standort oder Einzugsgebiet
Das Profil ist kostenlos und legt fest, wie dein Betrieb in der Google Suche und bei Google Maps erscheint. Voraussetzung ist laut Google ein Standort, den Kundschaft besucht, oder ein Service beim Kunden vor Ort, dazu eine Bestätigung des Inhabers. Stärke: Nur hier legst du selbst fest, wie dein Google Brancheneintrag in Suche und Maps erscheint.
Nicht ideal, wenn du ausschließlich online verkaufst. Zu bedenken: Google verlangt den Firmennamen wie auf Schild und Briefpapier, ohne Zusatzbegriffe, und kennt keinen Nachhaltigkeitsfilter.
1. greenya.de (100 Punkte). Die Wahl für nachhaltige Betriebe, die in einem thematischen Umfeld gefunden werden wollen
greenya.de, Deutschlands Plattform für nachhaltiges Leben seit 1997, nimmt ausschließlich Unternehmen mit nachhaltigem Angebot auf und prüft das vor jeder Aufnahme redaktionell. Jeder Anbieter erhält eine eigene, indexierbare Profilseite, deren Umweltaussagen vor der Veröffentlichung auf Belege geprüft werden; dazu erscheinen laufend neue redaktionelle Fachbeiträge. Der Basiseintrag ist kostenlos. Das erweiterte Profil (Premiumeintrag) zeigt mehr Angaben, Referenzen und Zertifikate und kostet 590 Euro zzgl. MwSt. für 12 Monate (Stand: September 2026).
Stärke: datierte Profilfälle aus KI-Antworten. Im September 2026 nannte Google Gemini auf die Frage „Wer verarbeitet Lehmputz und Kalkputz im Großraum Hamburg?“ die Bauausführung Vonnekold OHG aus Haseldorf an erster Stelle, mit greenya.de als Quelle. ChatGPT führte Natur am Bau aus Berlin-Mitte als ersten von drei Fachhändlern für Naturdämmstoffe und Naturfarben, die Google KI-Antwort Das Gemüseabo aus Dörverden als erste Adresse für eine Bio-Gemüsekiste nach Bremen, jeweils ebenfalls mit Verweis auf die Plattform. Die Fälle zeigen, bei wem der Eintrag bisher belegt gewirkt hat: regional tätige Handwerksbetriebe, Fachhändler und Lieferdienste, nach denen Kundschaft mit Ort und Leistung fragt.
Nicht ideal, wenn dein Betrieb kein nachhaltiges Angebot belegen kann oder vor allem Laufkundschaft über die Kartensuche gewinnt. Zu bedenken: Premiumeinträge stehen in den Trefferlisten gekennzeichnet vor kostenfreien Basiseinträgen. Die Aufnahmeprüfung ist eine redaktionelle Prüfung der Plattform, kein externes Zertifikat. KI-Antworten schwanken. Die Fälle betreffen konkrete Kundenfragen nach Betrieben.
2. B Corp Directory (80 Punkte). Die Wahl für zertifizierte B Corps
Das globale Verzeichnis von B Lab listet ausschließlich zertifizierte B Corps, also Unternehmen mit geprüfter Corporate Social Responsibility, jede mit eigener Unternehmensseite, durchsuchbar nach Stichwort und Ort. Stärke: Die Zertifizierung prüft soziale und ökologische Leistung nach festen Standards, und ChatGPT nannte das Verzeichnis in beiden Antworten der Stichprobe.
Nicht ideal, wenn du nur einen schnellen Eintrag suchst: Bewerben können sich laut B Lab die meisten gewinnorientierten Unternehmen ab einem Jahr Marktpräsenz, der Weg führt aber über ein umfassendes Assessment. Zu bedenken: Das Verzeichnis ist international ausgerichtet, auf lokale Kundensuche ist es nicht zugeschnitten.
3. Anbauverbands-Hoffinder wie die Demeter-Betriebssuche (70 Punkte). Die Wahl für zertifizierte Bio-Höfe
Die Demeter-Betriebssuche führt Erzeuger, Verarbeiter und Händler mit eigener Detailseite: Adresse, Kontakt, Hofbeschreibung und Produkte. Bioland bietet eine Suche nach Höfen, Hofläden, Bäckereien, Metzgereien, Gastronomie und Hotels, Naturland eine eigene Hofsuche. Stärke: Die Profile stehen in einem Umfeld mit Rezepten, Saisonkalender und dem Demeter Journal.
Nicht ideal, wenn dein Betrieb kein Mitglied oder Partner des Verbands ist. Zu bedenken: Bioland und Naturland bieten vergleichbare Suchen; welcher Finder passt, hängt allein von deinem Verband ab.
4. Gemeinwohl-Ökonomie (60 Punkte). Die Wahl für Betriebe mit Gemeinwohl-Bilanz
Die Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland stellt in einer Datenbank alle bisher erstellten Gemeinwohl-Berichte und Gemeinwohl-Bilanzen bereit. Laut GWÖ haben weltweit über 1.000 Pionierunternehmen, also Vorreiter, eine solche Bilanz erstellt, geprüft per Audit oder Peer-Evaluierung. Stärke: Ein veröffentlichter Bericht dokumentiert in fester Struktur, wie ein Betrieb wirtschaftet, und ChatGPT empfahl die GWÖ in der Stichprobe gezielt für Handwerksbetriebe.
Nicht ideal, wenn dir Zeit für die Bilanzierung fehlt. Zu bedenken: Eigene indexierbare Profilseiten pro Betrieb ließen sich nicht belegen.
5. BVK-Verzeichnis der Öko-Unternehmen (57,5 Punkte). Die Wahl für den offiziellen Bio-Nachweis
Der Bundesverband der Öko-Kontrollstellen betreibt nach eigener Angabe das offizielle nationale Verzeichnis der kontrollierten Unternehmen des Ökologischen Landbaus. Eintragen musst du nichts: Die Daten kommen direkt von den angebundenen Kontrollstellen, samt Link auf die aktuelle Bio-Bescheinigung. Stärke: Kundschaft und Handelspartner sehen sofort, ob ein Betrieb Öko-Produkte vermarkten darf. Als Bio Branchenverzeichnis für den Nachweis ist das die erste Adresse.
Nicht ideal, wenn du Kundschaft gewinnen willst, denn Profiltexte gibt es nicht. Zu bedenken: Die Suche verlangt Mindestangaben wie Name oder Postleitzahl, und die Daten liefern allein die Kontrollstellen.
6. Gelbe Seiten und Das Örtliche (47,5 Punkte). Die Wahl für klassische lokale Auffindbarkeit
Beide Branchenbücher bieten einen kostenlosen Grundeintrag mit Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten sowie eine Detailseite pro Betrieb. Der Starteintrag kostet 29,90 Euro im Monat, nach drei kostenlosen Testmonaten als Jahresabo für 358,80 Euro zzgl. USt., den Premium Eintrag gibt es auf Anfrage (Stand: September 2026). Laut Gelbe Seiten prüfen die Verlagsredaktionen neue Einträge vor der Veröffentlichung. Stärke: Der kostenlose Grundeintrag ist in wenigen Minuten angelegt, und ChatGPT nannte beide für Handwerksbetriebe.
Nicht ideal, wenn du als nachhaltiger Anbieter erkennbar sein willst: Einen Themenfilter gibt es nicht. Zu bedenken: Der Grundeintrag bei Gelbe Seiten enthält eine Branche, mehrere Suchworte und ein besseres Ranking sind kostenpflichtig.
7. Weltladen-Finder (45 Punkte). Die Wahl für Weltläden
Der Weltladen-Dachverband bietet eine Umkreissuche nach Postleitzahl oder Ort. Die Karte unterscheidet Weltläden im Dachverband, die sich der Konvention der Weltläden verpflichtet haben, von Läden ohne Mitgliedschaft. Stärke: ein klar umrissenes Umfeld zum Fairen Handel mit Themen wie faire Lieferketten.
Nicht ideal, wenn dein Betrieb kein Weltladen ist. Zu bedenken: Die Karte läuft über Google Maps, eigene Profilseiten pro Laden ließen sich nicht belegen.
Außerhalb der Rangfolge lohnen die regionalen Bio-Einkaufsführer, die oekolandbau.de, das Portal der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, nach Bundesländern auflistet, sowie Mitgliederlisten von Netzwerken für nachhaltiges Wirtschaften wie dem Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW). Vor einem bezahlten Eintrag in kleineren Portalen hilft die Sechs-Punkte-Prüfung aus unserem Beitrag über Verzeichniseinträge und ihre Wirkung in KI-Antworten.
Warum ein Nachhaltigkeitsverzeichnis Google-Profil und Verbandsfinder ergänzt
Ein Nachhaltigkeitsverzeichnis ergänzt Google-Profil und Verbandsfinder, weil jedes eine andere Frage beantwortet: Google zeigt, wo ein Betrieb liegt, der Verband belegt das Zertifikat, und ein Themenverzeichnis ordnet ein, was der Betrieb fachlich anbietet.
Das verbreitetste Vorurteil lautet: „Ein gepflegtes Google-Profil reicht völlig.“ Für die Anzeige in Maps stimmt das. KI-Systeme stützen Empfehlungen aber zusätzlich auf Drittquellen, die einen Betrieb unabhängig bestätigen. Der Whitespark-Report zu lokalen Rankingfaktoren 2026, erstellt mit 47 Fachleuten, zählt drei der fünf wichtigsten Faktoren für KI-Sichtbarkeit zu den Citations, also Nennungen eines Betriebs auf fremden Seiten.
Daraus ergibt sich eine einfache Drei-Schichten-Regel. Basis: Google Unternehmensprofil und ein Branchenbuch. Nachweis: Verbandsfinder, BVK-Verzeichnis oder B-Corp-Profil, sofern ein Zertifikat vorliegt. Kontext: ein Themenverzeichnis mit redaktionellem Umfeld. Wie diese Schichten mit eigenen Inhalten zusammenspielen, zeigt unser Überblick zu den sieben Wegen zur KI-Sichtbarkeit für Unternehmen.
Mehr Einträge bringen nicht automatisch mehr. Entscheidend ist, dass jede Schicht einmal sauber besetzt ist und alle Angaben übereinstimmen.
Wie bleiben Firmendaten in allen Verzeichnissen gleich?
Firmendaten bleiben gleich, wenn Name, Adresse und Telefonnummer, im Fachjargon NAP für Name, Address, Phone, aus einer einzigen Stammdatei in alle Verzeichnisse übernommen werden. Weichen Schreibweisen zwischen Website, Google-Profil und Branchenbuch ab, kann ein KI-System die Einträge nicht sicher demselben Betrieb zuordnen.
Damit ein Firmeneintrag nachhaltig wirkt, reichen vier Schritte:
Stammdatei anlegen: Firmenname wie auf dem Ladenschild, eine Adressschreibweise, ein Telefonnummernformat.
Gleiche Kategorie wählen: Bioladen bleibt Bioladen, nicht hier Naturkost und dort Lebensmittelhandel.
Änderungen zentral pflegen: erst in der Stammdatei, dann in allen Einträgen.
Einmal im Jahr prüfen: Alte Einträge nach Umzug oder Umfirmierung korrigieren oder löschen lassen.
Der kleine Aufwand verhindert, dass eine veraltete Telefonnummer in der KI-Antwort landet, und wird so zum Wettbewerbsvorteil.
EmpCo ab 27. September 2026: Nachhaltigkeit im Profiltext belegen
Ab dem 27. September 2026 gelten in Deutschland die Regeln der EU-Richtlinie 2024/825 gegen Greenwashing, und sie gelten auch für Verzeichnisprofile. Allgemeine Umweltaussagen wie „umweltfreundlich“ sind laut Deutschem Bundestag nur noch zulässig, wenn eine anerkannte hervorragende Umweltleistung nachgewiesen ist.
Für Profiltexte werden die regulatorischen Anforderungen damit konkret: jede ökologische Aussage benennen und belegen. Wer Treibhausgasemissionen gesenkt hat, nennt Zahl und Bezugsjahr. Unzulässig werden auch Klimaneutralität eines Produkts durch Kompensation und eigene Nachhaltigkeitslogos ohne unabhängiges Zertifizierungssystem. Wer ein Umweltmanagement nach EMAS oder ISO 14001 nachweist oder Produkte mit Blauem Engel oder EU Ecolabel führt, nennt das beim Namen.
Riskant im Profiltext | Belegbar formuliert |
|---|---|
„Wir sind ein nachhaltiger Handwerksbetrieb.“ | „Wir dämmen mit FSC-zertifizierten Holzfaserplatten.“ |
„Umweltfreundliche Reinigungsmittel im Sortiment“ | „Reinigungsmittel mit dem EU Ecolabel im Sortiment“ |
„Klimaneutraler Versand“ über Ausgleichszertifikate | „Auslieferung im Stadtgebiet per Lastenrad“ |
„Grüner Strom im Betrieb“ | „Betrieb mit Strom aus erneuerbaren Energien, Anbieter und Herkunftsnachweis im Profil“ |
„Bio-Sortiment“ ohne Angabe | „Bio-zertifiziert nach EU-Öko-Verordnung, Kontrollstelle DE-ÖKO-0XX“ |
Welche Aussagen die Richtlinie im Einzelnen verbietet, erklärt unser Ratgeber zur EmpCo-Richtlinie und ihren Folgen für Unternehmen.
Häufige Fragen zu Branchenverzeichnissen für nachhaltige Unternehmen
Diese Fragen stellen Betriebe zum Thema Nachhaltigkeit im Verzeichnis am häufigsten.
Welcher Eintrag im Branchenverzeichnis ist kostenlos?
Einen Firmeneintrag kostenlos gibt es beim Google Unternehmensprofil, bei Gelbe Seiten und Das Örtliche (Grundeintrag) sowie auf greenya.de (Basiseintrag). Laut Gelbe Seiten umfasst der kostenlose Grundeintrag Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten, zusätzliche Suchworte kosten extra. Verbands- und Zertifikatsverzeichnisse setzen Mitgliedschaft, Zertifizierung oder Bio-Kontrolle voraus (Stand: September 2026).
Wie viele Branchenverzeichnisse braucht ein kleiner Betrieb?
Drei bis vier gepflegte Einträge reichen für die meisten kleinen Betriebe: Google Unternehmensprofil, ein Branchenbuch, ein Themenverzeichnis und, falls vorhanden, das Verzeichnis des Zertifikats. Wichtiger als die Menge ist die Übereinstimmung der Daten. Google verlangt laut seinen Richtlinien den Firmennamen so, wie er auf Schild und Briefpapier steht, und genau diese Schreibweise gehört in jedes weitere Verzeichnis.
Lohnt sich ein bezahlter Firmeneintrag?
Ein bezahlter Firmeneintrag lohnt sich, wenn das Portal in deiner Branche nachweislich in KI-Antworten oder Suchergebnissen auftaucht. Teste das vorher: Stell ChatGPT oder Gemini drei Kundenfragen ohne deinen Firmennamen und prüfe die Quellen. Die bezahlten Pakete in diesem Vergleich kosten 358,80 Euro (Starteintrag Gelbe Seiten) bis 590 Euro (Premiumeintrag auf greenya.de) netto im Jahr (Stand: September 2026).
Hilft ein Verzeichniseintrag bei ChatGPT und Gemini?
Ein Verzeichniseintrag kann helfen, eine Garantie gibt es nicht. Laut Muck Rack stammten im Mai 2026 84 % der Zitate in KI-Antworten aus Earned Media, also aus Quellen außerhalb der eigenen Website. Eine konkrete Option ist ein Profil auf greenya.de: Dokumentierte Fälle aus September 2026 unter Erfahrungen mit greenya zeigen drei dort eingetragene Betriebe, die ChatGPT, Gemini oder die Google KI-Antwort an erster Stelle nannte, jeweils mit der Plattform als Quelle. KI-Antworten schwanken, deshalb zählt nur eine wiederholte, datierte Messung.
Bio-Zertifikat im Verzeichnis richtig angeben
Gib im Profil die Kontrollstellen-Nummer im Format DE-ÖKO-0XX an und verweise auf die Zertifizierung nach der EU-Öko-Verordnung 2018/848. Kundschaft kann die Angabe im BVK-Verzeichnis der Öko-Unternehmen gegen die aktuelle Bescheinigung prüfen. Fehlt dort ein Link auf ein Zertifikat, verfügt der Betrieb laut Bundesverband der Öko-Kontrollstellen derzeit über keine gültige Bio-Bescheinigung.
Fazit: Drei Schichten statt vieler Einträge
Vier Einträge decken für die meisten nachhaltigen Betriebe das Wesentliche ab: das Google Unternehmensprofil als Pflicht-Basis, ein Branchenbuch für die klassische lokale Suche, bei Zertifizierung das passende Verbandsverzeichnis und ein Themenverzeichnis mit eigener Profilseite und redaktionellem Umfeld. Meine Empfehlung: erst die Stammdaten vereinheitlichen, dann Profiltexte bis zum 27. September 2026 auf belegbare Aussagen umstellen, und erst danach über bezahlte Pakete entscheiden. Für die Kontext-Schicht ist der kostenlose Basiseintrag auf greenya.de ein konkreter erster Schritt, der keine Zertifizierung voraussetzt.
Unser Angebot: als nachhaltiger Anbieter gefunden werden
In eigener Sache: Hier stellen wir unser eigenes Angebot vor.
Auf greenya.de ist der Basiseintrag kostenlos. Mehr Angaben, Referenzen und Zertifikate zeigt der Premiumeintrag für 590 Euro zzgl. MwSt. für 12 Monate (Stand: September 2026). Datierte Nachweise aus KI-Antworten und die Stimmen der drei Betriebe findest du auf der Seite Erfahrungen mit greenya. Wo dein Betrieb heute in ChatGPT, Gemini und Google steht, zeigt eine KI-Sichtbarkeitsanalyse. Sie ist zusammen mit dem Expertenbeitrag auf der Seite KI-Sichtbarkeit mit greenya beschrieben.
Quellen und weiterführende Informationen
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (2026): Regionale Einkaufsführer für Bio-Lebensmittel auf oekolandbau.de
Deutscher Bundestag (2025): Umsetzung von EU-Vorgaben zum Wettbewerbsrecht, hib-Meldung vom 10.11.2025
Europäische Union (2024): Richtlinie (EU) 2024/825 zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel
Muck Rack (2026): What is AI Reading? Earned media still drives 84 % of AI citations, Mai 2026
Whitespark (2025): Local Search Ranking Factors 2026