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Nachhaltigkeitsportal für Fachartikel: 8 Plattformen für Unternehmen im Vergleich

Marketingmanager nutzt Laptop für Entscheidungen im Bereich der Geschäftsdatenanalyse
Aktualisiert: Von Sonja Hermann

Zwischen 520 und 8.320 Euro netto kostet ein gesponserter Fachbeitrag auf acht etablierten deutschsprachigen Medien für Umwelt- und ESG-Themen (Stand: September 2026). Welches Nachhaltigkeitsportal passt, entscheiden vor allem drei Punkte: Laufzeit, Texterstellung und die Frage, ob KI-Systeme die Domain nachweislich als Quelle nutzen. Platz 1 belegt greenya.de: Als einziges der acht Portale veröffentlicht es datierte KI-Zitate aus Kundenfällen und misst nach der Veröffentlichung, ob der Beitrag in KI-Antworten auftaucht.

Transparenzhinweis: greenya betreibt diese Seite und steht selbst in diesem Vergleich. Deshalb legen wir Kriterien, Gewichtung und Datengrundlage offen. Wer Reichweite oder Preis stärker gewichtet, kommt zu einer anderen Reihenfolge.

Nachhaltigkeitsportale für Unternehmen: Preise, Laufzeiten, Belege

  • Ein gesponserter Online-Fachbeitrag kostet zwischen 520 Euro netto beim UMWELT JOURNAL und 8.320 Euro netto für das größte Vier-Wochen-Paket von Öko-Test (Stand: September 2026).

  • Die als Anzeige gekennzeichnete Themenseite von UmweltDialog für 1.250 Euro netto bleibt laut Mediadaten 2026 unbefristet online.

  • In einer ChatGPT-Stichprobe vom 16. September 2026 wurden vier der acht Portale als Quelle zitiert, die beiden reichweitenstärksten nicht.

  • Laut Muck Rack (Mai 2026) entfallen 84 Prozent der Zitate in Antworten von ChatGPT, Claude und Gemini auf Earned Media, also auf fremde Seiten, die das genannte Unternehmen nicht kontrolliert.

  • Bezahlte Beiträge müssen nach § 22 Medienstaatsvertrag klar als Werbung erkennbar sein; der Deutsche Presserat empfiehlt das Wort „Anzeige“.

So haben wir die Nachhaltigkeitsportale bewertet

Ein Nachhaltigkeitsportal ist ein Onlinemedium mit eigener Redaktion, das dauerhaft über Umwelt-, Klima- und Sozialthemen berichtet und Unternehmen gekennzeichnete Fachbeiträge gegen Bezahlung anbietet. Grundlage des Vergleichs sind die öffentlichen Mediadaten und Angebotsseiten der acht Anbieter, abgerufen am 16. September 2026.

Nicht gemeint sind Nachhaltigkeits-Portale als Software: Das Nachhaltigkeits-Portal von DG Nexolution hilft Genossenschaftsbanken, ihren Nachhaltigkeitsreifegrad messbar zu machen. Das Nachhaltigkeitsportal der KfW bündelt Reporting und News der Bank. Beides sind Werkzeuge, keine Medien für Fachbeiträge.

Für Unternehmen, die mit einem Fachartikel zu Nachhaltigkeit in KI-Antworten auftauchen wollen, zählen fünf gewichtete Kriterien; aus ihnen ergeben sich die Plätze. Die beiden KI-Kriterien machen zusammen die Hälfte aus, weil sie die eigentliche Unbekannte beim Kauf abbilden: Preis, Reichweite und Laufzeit stehen in den Mediadaten. Ob ein bezahlter Beitrag später in ChatGPT, Gemini oder Google-KI-Antworten als Quelle auftaucht, zeigen erst dokumentierte Fälle und eine Messung nach der Veröffentlichung.

Kriterium

Gewicht

Woran wir es messen

Öffentlich dokumentierte KI-Zitate

30 %

Datierte Fälle mit Frage, KI-System und Quelle

Messung der KI-Sichtbarkeit

20 %

Messung nach Veröffentlichung im Leistungsumfang

Redaktion schreibt, Umweltaussagen geprüft

20 %

Texterstellung durch das Medium, Prüfung nach EU-Richtlinie 2024/825

Laufzeit

15 %

Ab zwölf Monaten voll erfüllt, bei drei bis sechs Monaten teilweise

Transparenz

15 %

Öffentliche Preise und ausgewiesene Kennzeichnung

Preis- und Leistungstabelle der 8 Portale

Die Tabelle zeigt pro Nachhaltigkeitsplattform das Format, das einem Fachartikel am nächsten kommt, mit Listenpreisen netto; individuelle Preisgestaltung und Rabatte bleiben außen vor. „Nicht ausgewiesen“ heißt: In den öffentlichen Unterlagen steht dazu nichts.

Platz

Portal

Format und Preis (Stand: September 2026)

Laufzeit

Wer schreibt

KI-Nachweis und Messung

1

greenya.de

Expertenbeitrag ab 2.497 €

12 Monate, Verlängerung 990 € pro Jahr

Redaktion, Umweltaussagen geprüft

Datierte Fälle öffentlich, Messung enthalten

2

UmweltDialog

Themenseite 1.250 €, Story Compact 1.500 €

Unbefristet

Themenseite: Unternehmen, Story: Redaktion

Nicht ausgewiesen

3

green LIFESTYLE

Online-Gastbeitrag 690 €, Redaktionstext plus 450 €

12 Monate

Unternehmen, gegen Aufpreis Redaktion

Nicht ausgewiesen

4

forum future economy

Heftbeitrag 1.650 bis 4.600 €, zusätzlich online

Online dauerhaft

Nicht ausgewiesen

Nicht ausgewiesen

5

Utopia

Sponsored Article ab 4.900 €

3 bis 6 Monate

Content-Team

Nicht ausgewiesen

6

Haufe Sustainability

Online-Beitrag 4.650 €

24 Wochen

Nicht ausgewiesen

Nicht ausgewiesen

7

UMWELT JOURNAL

Online-Beitrag 520 €

Nicht beziffert

Redaktion nach Rücksprache

Nicht ausgewiesen

8

Öko-Test online

Pakete 3.850 bis 8.320 €

4 Wochen

Unternehmen

Nicht ausgewiesen

Beim reinen Preis liegt greenya.de im Mittelfeld: UMWELT JOURNAL, green LIFESTYLE und UmweltDialog sind günstiger. Der Abstand zu Platz 2 entsteht allein aus den beiden KI-Kriterien, die zusammen die Hälfte der Gewichtung ausmachen: Ohne sie lägen Platz 1 und UmweltDialog gleichauf. Wer keine KI-Sichtbarkeit anstrebt, sondern unbefristete Präsenz oder Reichweite, vergleicht die Portale besser nach Laufzeit, Texterstellung und Zielgruppe.

Platz 1 bis 3: Portale mit Redaktion und langer Laufzeit

Die drei bestplatzierten Portale verbindet eine Laufzeit von mindestens zwölf Monaten und die Möglichkeit, den Text vom Medium schreiben zu lassen. Beides zählt für KI-Sichtbarkeit: Ein Beitrag kann nur zitiert werden, solange er online steht, und ein Redaktionstext liest sich wie der Rest des Mediums.

Ein Beitrag, der nach vier Wochen verschwindet, hat kaum Zeit, in Suchindizes und KI-Quellen anzukommen. Auch eine lange Laufzeit garantiert keine Zitation. Wie sich Wege, Kosten und Regeln für Fachbeiträge allgemein unterscheiden, erklärt der Ratgeber Fachartikel veröffentlichen: Wege, Kosten und Regeln.

1. greenya.de: Die Wahl für Fachbeiträge, die als KI-Quelle wirken sollen

greenya.de, Deutschlands Plattform für nachhaltiges Leben seit 1997, bietet den Expertenbeitrag ab 2.497 Euro zzgl. MwSt. für zwölf Monate an, Verlängerung 990 Euro pro Jahr (Stand: September 2026). Enthalten sind ein Gespräch, aus dem die Fachredaktion den Text erarbeitet, die Prüfung aller Umweltaussagen nach der EU-Richtlinie 2024/825, die Veröffentlichung nach deiner Freigabe mit der Kennzeichnung „Anzeige“ und mehrere datierte Messungen im Jahr, ob KI-Systeme den Beitrag zitieren. Das passt vor allem zu kleinen und mittleren nachhaltigen Anbietern, die bei kaufnahen Fragen in KI-Antworten genannt werden wollen.

Stärke: Belege mit Datum. Auf die Frage „Was ist der beste Fachhandel für Naturdämmstoffe und Naturfarben in Berlin?“ nannte ChatGPT im September 2026 Natur am Bau aus Berlin-Mitte an erster Stelle, mit greenya als Quelle. In unserer Nachmessung am 16. September 2026 stand der Betrieb erneut vorn. Eine Auswertung der KI-Zitate ergab für August 2026 31 in Google-KI-Antworten zitierte Einzelseiten der Plattform, darunter 18 Ratgeberartikel.

Nicht ideal, wenn du unter 1.000 Euro bleiben musst, vor allem Print-Leser oder möglichst viele Verbraucher erreichen willst. Dann passen UMWELT JOURNAL oder green LIFESTYLE (Budget), forum future economy (Print) oder Utopia (Reichweite) besser.

Zu bedenken: Die dokumentierten Fälle stammen aus Anbieterprofilen und Ratgebern auf greenya.de und zeigen, dass KI-Systeme die Domain als Quelle nutzen. Eine Zitiergarantie gibt es nicht, weil KI-Antworten schwanken.

2. UmweltDialog: Die Wahl für unbefristete Präsenz im CSR-Umfeld

UmweltDialog erscheint seit 2003 bei der macondo publishing GmbH in Münster und berichtet über CSR, ESG und Regulatorik wie die CSRD. Laut Mediadaten 2026 kostet eine als Anzeige gekennzeichnete Themenseite 1.250 Euro netto, bestückt mit Gastbeiträgen des Unternehmens und passenden Redaktionsartikeln. Die redaktionell geschriebene Story Compact mit 600 bis 800 Wörtern kostet 1.500 Euro, die Story Plus mit eigener Recherche 2.500 Euro (Stand: September 2026).

Stärke: Die Themenseite hat keine Ablaufdauer, und für die Story-Formate nennt das Haus eine Prüfung von Umweltaussagen.

Nicht ideal, wenn du den Text mitgestalten willst: Bei den Stories prüfst du laut UmweltDialog nur die sachliche Richtigkeit.

Zu bedenken: Die Story-Formate schreibt die UmweltDialog-Redaktion selbst.

3. green LIFESTYLE: Die Wahl für kleines Budget mit Jahreslaufzeit

Das Magazin der AVR Agentur für Werbung und Produktion erscheint vierteljährlich mit 45.000 gedruckten Exemplaren. Online kostet ein Gastbeitrag 690 Euro netto für zwölf Monate, mit bis zu 6.000 Zeichen und zehn Bildern (Mediadaten 2026, Preisliste Nr. 12). Schreibt die Redaktion, kommen 450 Euro dazu (Stand: September 2026).

Stärke: Mit 1.140 Euro inklusive Texterstellung der günstigste Redaktionstext mit Jahreslaufzeit in diesem Vergleich.

Nicht ideal, wenn du Einkäufer oder Nachhaltigkeitsverantwortliche erreichen willst, denn das Magazin spricht Verbraucher an.

Zu bedenken: Die Mediadaten werben mit dauerhaften Backlinks. Frag nach Kennzeichnung, Link-Attribut und Prüfung der Umweltaussagen.

Wer bei UmweltDialog oder green LIFESTYLE den Text selbst liefert, spart Geld, trägt aber das Risiko für jede Umweltaussage allein.

Platz 4 bis 6: Entscheider-Magazin, Reichweite und ESG-Fachpublikum

Die Plätze 4 bis 6 punkten beim Thema Nachhaltigkeit mit Zielgruppe oder Reichweite, verlieren aber bei Laufzeit oder Texterstellung. forum future economy verbindet Heft und Portal, Utopia bringt die größte Verbraucherreichweite im Vergleich mit, Haufe Sustainability das engste B2B-Fachpublikum. Keines der drei weist eine Messung der KI-Sichtbarkeit aus.

Strategisch hilft eine Frage: Wer soll lesen? Abgeordnete, Verbände und Führungskräfte erreicht das Heft. Konsumentinnen und Konsumenten erreicht Utopia mit garantierten Seitenaufrufen. Wer Software, Beratung oder Reporting an Konzerne verkauft, findet bei Haufe seine Leserschaft im Bereich Nachhaltigkeit. Rechne bei Utopia und Haufe die kürzeren Laufzeiten ein: Ein Beitrag, der nach einem halben Jahr offline geht, fällt als dauerhafte Quelle für KI-Antworten aus.

4. forum future economy: Die Wahl für Print plus Online bei Entscheidern

Das Magazin hieß bis Ende 2025 forum Nachhaltig Wirtschaften und erscheint seit Ausgabe 01/2026 als forum future economy im ALTOP Verlag, vierteljährlich mit 25.000 Exemplaren in Print und E-Paper. Das Portal forum-csr.net gibt es seit Herbst 2005. Ein gesponserter Heftbeitrag kostet 1.650 Euro (1/3 Seite) bis 4.600 Euro (1/1 Seite) und erscheint laut Mediadaten 2026 zusätzlich auf forum-csr.net (Stand: September 2026).

Stärke: Ein Beitrag, zwei Kanäle. Laut Verlag erreicht das Heft alle Mitglieder des Bundestages, der Landtage und der Bundespressekonferenz.

Nicht ideal, wenn du schnell erscheinen willst: Anzeigenschluss ist sechs Wochen vor dem quartalsweisen Erscheinen.

Zu bedenken: Wer den Text schreibt, weisen die Mediadaten nicht aus. Bezahlte Beiträge sind auf dem Portal mit „Anzeige“ markiert.

5. Utopia: Die Wahl für maximale Verbraucherreichweite

Utopia berichtet seit 2007 und nennt 12,1 Millionen Visits im Monat (Stand: September 2026). Laut Media Kit 2026 (Stand Juli 2026) kostet ein vom Content-Team geschriebener Sponsored Article ab 4.900 Euro, mit garantiert 2.000, 4.000 oder 6.000 Seitenaufrufen und drei bis sechs Monaten Laufzeit.

Stärke: Garantierte Seitenaufrufe und die größte Verbraucherleserschaft unter den acht Portalen.

Nicht ideal, wenn du dauerhaft als Quelle stehen willst, denn die ausgewiesene Laufzeit endet nach drei bis sechs Monaten.

Zu bedenken: Utopia schließt Werbung unter anderem für Atomenergie, fossile Energien, Glücksspiel, Waffen und Tabak aus. Die Kennzeichnung nennt das Media Kit nicht.

6. Haufe Sustainability: Die Wahl für ESG-Fachpublikum im Konzern

Das Portal haufe.de/sustainability für nachhaltige Unternehmensführung richtet sich laut Haufe Media an Chief Sustainability Officers, CSR- und ESG-Manager, Nachhaltigkeitsbeauftragte und ESG-Beratungen. Der gesponserte Online-Beitrag kostet 4.650 Euro zzgl. MwSt. (gültig ab 1. Juli 2026), umfasst rund 3.000 Zeichen plus Bild, Startseitenplatzierung sowie Banner- und Newsletter-Promotion und läuft 24 Wochen.

Stärke: Eine sehr genaue Zielgruppe für Anbieter von Software, Beratung und Reporting.

Nicht ideal, wenn du Endkunden erreichen willst oder mehr als eine Seite Text brauchst.

Zu bedenken: Gekennzeichnet wird laut Produktseite mit dem englischen Formatnamen; der Presserat empfiehlt „Anzeige“ oder „Werbung“. Wer schreibt, steht dort nicht.

Platz 7 und 8: kleines Budget oder kurze Kampagne

UMWELT JOURNAL und Öko-Test liegen am Ende, weil beide für einen dauerhaft zitierfähigen Fachartikel am wenigsten bieten: Beim einen ist keine Laufzeit beziffert, beim anderen sind vier Wochen gebucht. Für andere Ziele können beide die richtige Wahl sein.

UMWELT JOURNAL ist mit 520 Euro der günstigste Weg zu einem Redaktionstext und erreicht Fachleute aus Umwelttechnik und Entsorgung. Öko-Test steht am anderen Ende der Preisskala, bietet dafür eine seit Jahrzehnten bekannte Verbrauchermarke und Begleitwerbung mit sechsstelligen Ad Impressions. Platz 8 heißt also nicht „schlechtes Medium“. Er heißt: Für ein Jahr Präsenz als KI-Quelle passen andere Portale besser.

7. UMWELT JOURNAL: Die Wahl für Umwelttechnik mit kleinem Budget

Das B2B-Medium erscheint nach eigenen Angaben seit 1995 und behandelt Umwelttechnik, Energie- und Abfallwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Mobilität und Green Finance. Ein Online-Beitrag, den die Redaktion nach Rücksprache schreibt und auf den eigenen B2B-Social-Media-Kanälen verbreitet, kostet 520 Euro netto (Stand: September 2026). Das Medium nennt über 30.000 Seitenaufrufe im Monat.

Stärke: Der niedrigste Preis mit redaktioneller Texterstellung in diesem Vergleich.

Nicht ideal, wenn du eine feste Laufzeit brauchst: Die Angebotsseite nennt keine.

Zu bedenken: Die Produktseite wurde zuletzt im Dezember 2023 aktualisiert. Lass dir Preis, Laufzeit und Kennzeichnung schriftlich bestätigen.

8. Öko-Test online: Die Wahl für kurze Kampagnen mit starker Verbrauchermarke

Laut Mediadaten 2026 (Preisliste Nr. 42a, gültig ab 1. Januar 2026) gibt es auf oekotest.de Pakete für vier Wochen: S für 3.850, M für 6.350 und L für 8.320 Euro netto. Enthalten sind ein eigener Text mit 500 bis 1.000 Wörtern, ein Werbehinweis und Begleitwerbung mit 150.000 bis 350.000 Ad Impressions.

Stärke: Hohe Aufmerksamkeit in einem Umfeld, das Leser mit unabhängigen Warentests verbinden.

Nicht ideal, wenn der Beitrag langfristig als Quelle wirken soll, denn die Pakete sind für vier Wochen kalkuliert.

Zu bedenken: Produktwerbung ist ausgeschlossen, und den Text lieferst du selbst. Kläre, ob er nach der Laufzeit online bleibt.

KI-Zitate eines Portals in deiner Branche selbst prüfen

Ob ein Portal in deiner Branche von KI zitiert wird, testest du in einer Stunde: Stell drei KI-Systemen fünf Kundenfragen ohne Firmen- oder Markennamen, notier die zitierten Domains mit Datum und wiederhole den Test nach vier Wochen. Taucht ein Portal mehrfach auf, hast du eine fundierte Einschätzung.

  1. Fragen formulieren: Schreib fünf Kundenfragen ohne Firmennamen, etwa „Welcher Anbieter liefert Recyclingpapier für Büros nach Hamburg?“.

  2. Systeme wählen: Nutze ChatGPT, Perplexity und Google mit KI-Übersicht.

  3. Quellen notieren: Halte pro Antwort die verlinkten Domains und das Datum fest.

  4. Zählen: Ermittle strukturiert, wie oft jedes Portal in den 15 Antworten vorkommt.

  5. Wiederholen: Stell dieselben Fragen im gleichen Wortlaut nach vier Wochen erneut.

Frag das Portal zusätzlich nach datierten Screenshots samt Prompt. Die Sechs-Punkte-Prüfung für Branchenportale hilft bei der Einordnung, messbar automatisieren lässt sich der Test mit Werkzeugen aus dem Vergleich von GEO-Tools.

Das verbreitetste Vorurteil lautet: Das reichweitenstärkste Portal bringt die meisten KI-Zitate. Unsere Stichprobe vom 16. September 2026 widerspricht. Auf die Frage „Welche Nachhaltigkeitsportale in Deutschland bieten bezahlte Fachbeiträge für Unternehmen an und was kosten sie?“ zitierte ChatGPT Seiten von UmweltDialog, forum-csr.net, Haufe und greenya.de. Utopia und Öko-Test, die reichweitenstärksten Marken im Vergleich, fehlten. KI-Systeme wählen Seiten, die zur Frage passen, nicht die mit den meisten Besuchen. Eine Stichprobe ist kein Ranking, aber ein Grund für den eigenen Test.

Muss ein gesponserter Fachbeitrag gekennzeichnet werden?

Ja. Nach § 22 Absatz 1 Medienstaatsvertrag muss Werbung in Onlinemedien klar erkennbar und vom übrigen Inhalt eindeutig getrennt sein. § 5a Absatz 4 UWG ergänzt: Unlauter handelt, wer den kommerziellen Zweck nicht kenntlich macht. Bei Beiträgen zugunsten eines fremden Unternehmens fehlt dieser Zweck nur, wenn weder Entgelt noch eine ähnliche Gegenleistung fließt.

Nach dem Gesetzeswortlaut zählt die Gegenleistung, nicht die Frage, wer schreibt. Der Deutsche Presserat empfiehlt „Anzeige“ oder „Werbung“, gut lesbar oberhalb des Beitrags. Begriffe wie „Sponsored Post“, „Partnerinhalt“ oder „Sponsored by“ hält er für nicht ausreichend. Ein Sponsored Post zu Nachhaltigkeit braucht also dasselbe klare Wort wie jede Anzeige (Pressekodex, Richtlinie 7.1).

Ab dem 27. September 2026 gilt zudem das geänderte UWG zur EU-Richtlinie 2024/825: Pauschale Umweltaussagen ohne Beleg werden angreifbar, auch im gekauften Beitrag. Was erlaubt bleibt, erklärt der Überblick zur EmpCo-Richtlinie und ihren Folgen für Unternehmen. Kläre vor der Buchung schriftlich, wie gekennzeichnet wird und wer die Umweltaussagen auf die gesetzlichen Anforderungen prüft.

Häufige Fragen zu Nachhaltigkeitsportalen für Unternehmen

Antworten auf typische Fragen vor der Buchung (Preise: Stand September 2026).

Was kostet ein Gastbeitrag auf einem Nachhaltigkeitsportal?

Ein bezahlter Gastbeitrag kostet auf den acht verglichenen Portalen zwischen 520 und 8.320 Euro netto. Die Spanne entsteht durch Laufzeit, Begleitwerbung und Texterstellung: Bei green LIFESTYLE zahlst du 690 Euro für zwölf Monate mit eigenem Text, bei Öko-Test 3.850 Euro für vier Wochen mit Bannern und Newsletter. Texterstellung, Prüfung der Umweltaussagen und KI-Messung in einem Paket kosten auf greenya.de ab 2.497 Euro für zwölf Monate; datierte Belege dazu stehen unter Erfahrungen mit greenya.

Redaktioneller Gastbeitrag zu Nachhaltigkeit oder bezahlte Platzierung

Ein redaktioneller Gastbeitrag kostet kein Honorar, erscheint aber nur, wenn die Redaktion ihn annimmt. Eine bezahlte Platzierung erscheint zum vereinbarten Termin und muss als Anzeige gekennzeichnet sein. Laut Muck Rack (Mai 2026) entfallen 84 Prozent der KI-Zitate auf Seiten, die Unternehmen nicht selbst kontrollieren. Beide Wege führen auf eine solche Seite; der bezahlte ist planbar.

Welches Nachhaltigkeitsmagazin passt für B2B?

Für B2B passen UmweltDialog, Haufe Sustainability, forum future economy und UMWELT JOURNAL, weil sie Nachhaltigkeits-, ESG- und Führungskräfte ansprechen. Ein Nachhaltigkeitsmagazin für B2B wählst du zusätzlich nach Branche: Haufe erreicht ESG-Teams in Konzernen, UMWELT JOURNAL die Umwelttechnik. Utopia, green LIFESTYLE und Öko-Test richten sich vor allem an Verbraucherinnen und Verbraucher.

Wie schnell zitiert KI einen neuen Fachbeitrag?

Eine feste Frist gibt es nicht, weil KI-Systeme bei jeder Anfrage neu entscheiden, welche Quellen sie nutzen. Voraussetzung ist, dass Suchmaschinen den Beitrag erfasst haben und er ohne Registrierung erreichbar bleibt. Auf etablierten, häufig gecrawlten Domains geht das meist schneller als auf jungen Seiten. Miss deshalb mit festen Fragen und Datum; weitere Hebel beschreibt der GEO-Guide zur KI-Sichtbarkeit für Unternehmen.

Bringt ein Print-Beitrag etwas für KI-Sichtbarkeit?

Ein reiner Print-Beitrag bringt für KI-Sichtbarkeit wenig, weil Sprachmodelle nur lesen, was online öffentlich zugänglich ist. Anders ist es, wenn der Beitrag zusätzlich frei online erscheint, wie es forum future economy laut Mediadaten 2026 für gesponserte Heftbeiträge auf forum-csr.net vorsieht.

Fazit: Erst die KI-Frage testen, dann das Portal buchen

Acht Portale, 520 bis 8.320 Euro, vier Wochen bis unbefristet. Kurzfristige Verbraucherreichweite bieten Utopia und Öko-Test, ESG-Verantwortliche in Konzernen erreichen Haufe Sustainability und UmweltDialog, mit kleinem Budget lohnen green LIFESTYLE und UMWELT JOURNAL. Soll der Beitrag über ein Jahr in KI-Antworten als Quelle wirken, zählen Laufzeit, Redaktion und belegte Zitate. Mach vor jeder Buchung den Fünf-Fragen-Test für deine Branche. Brauchst du Text, Prüfung der Umweltaussagen und KI-Messung aus einer Hand, ist eine Anfrage bei greenya.de der konkrete nächste Schritt.

Unser Angebot: Expertenbeitrag und KI-Sichtbarkeit auf greenya.de

In eigener Sache: Hier stellen wir unser eigenes Angebot vor.

Beim Expertenbeitrag schreibt die greenya-Fachredaktion deinen Fachartikel auf Basis eines Gesprächs, prüft alle Umweltaussagen nach der EU-Richtlinie 2024/825 und veröffentlicht erst nach deiner Freigabe, als Kundenbeitrag mit „Anzeige“ gekennzeichnet. Mehrmals im Jahr messen wir datiert, ob KI-Systeme ihn als Quelle nutzen. Konditionen: ab 2.497 Euro zzgl. MwSt. für zwölf Monate, Verlängerung 990 Euro pro Jahr (Stand: September 2026). Eine Garantie für KI-Zitate gibt es nicht.

Vorab zeigt eine kostenlose KI-Sichtbarkeitsanalyse, wie sichtbar dein Unternehmen heute ist. Leistungen und Ablauf stehen beim Expertenbeitrag für KI-Sichtbarkeit, datierte Kundenfälle unter Erfahrungen mit greenya.

Quellen und weiterführende Informationen