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Das Ökodorf Brodowin in Brandenburg ist heute der größte Demeter-Betrieb Deutschlands -ANZEIGE-

Foto: Das Hofgelände ist der größte Demeter-Betrieb Deutschlands (c) Axel Schmidt  -ANZEIGE-

Ich möchte an der Ökologisierung der Landwirtschaft mitwirken. Was kann ich dafür tun? - Mit dieser Frage begann kurz nach der Wende der Umbau einer 1.200 Hektar umfassenden LPG in Brandenburg zum heute größten Demeter-Betrieb Deutschlands, dem Ökodorf Brodowin.

Initiiert wurde dieser Wandel durch eine Handvoll engagierter Brodowiner und auch durch Unterstützer von außerhalb. So wie das Unternehmer-Ehepaar Upmeier, das kurz nach der Wende auf dieses idyllische Fleckchen Erde nordöstlich von Berlin stieß und fortan neben viel Geld und Zeit auch ein großes Maß an Leidenschaft in die Gründung und den anschließenden Aufbau des Demeter-Hofs steckte.


Foto: Pioniergeist: Das Hamburger Gründer-Ehepaar Upmeier kurz nach der Wende. (c) Brodowin

Rund 15 Jahre später, im Jahr 2006, schrieb das Unternehmen erstmals schwarze Zahlen.

Ein hartes Stück Arbeit lag hinter allen Beteiligten. Eine Meierei war zur Verarbeitung der hofeigenen Milch gebaut worden, viele landwirtschaftliche Maschinen mussten neu beschafft werden und ein Lieferservice für Privathaushalte trug seit 10 Jahren erfolgreich zur Direktvermarktung der Produkte im Großraum Berlin bei.


Foto: Der Hofladen des Ökodorfes bietet eine große Auswahl an eigenen Produkten (c) Brodowin


Foto: Die Terrasse des Hofladens (c) Brodowin

Es war Zeit für Upmeiers, den Staffelstab weiterzureichen – Ludolf von Maltzan übernahm den Posten als Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer - zusätzlich zu Peter Krentz, der damals bereits in der LPG tätig war und den Posten der Geschäftsführung von Anfang an inne hatte.


Foto: v.r.: Gründer Dr. Werner Upmeier, Katja von Maltzan, Gründergattin Gisela Upmeier (Anm. d. Red.: † 2018) sowie Inhaber und Geschäftsführer Ludolf von Maltzan. (c) Brodowin

Heute grasen in Brodowin 200 horntragende Milchkühe direkt neben der im Jahr 2011 neu gebauten, gläsernen Meierei.

Hier wird die Milch der eigenen Tiere, aber auch die von mittlerweile fünf biodynamischen Partnerbetrieben zu Trinkmilch, Butter, Quark, Joghurt und zahlreichen Käsesorten wie Mozzarella, Gouda oder Bauernkäse veredelt - rund 4 Mio. Liter sind es insgesamt pro Jahr. Auf nun insgesamt 1.450 Hektar Fläche wird Ackerbau sowie Gemüseanbau betrieben.


Foto: Käsepflege (c) Brodowin

Auch Milchziegen, Legehennen und Bruderhähne werden in Brodowin gehalten. Die Verarbeitung des Fleisches hat der Hof ebenfalls in die eigenen Hände genommen – in einer hauseigenen Küche entstehen Brühen, Salate und fertige Gerichte, die im praktischen Mehrweg-Glas abgefüllt und auf Wunsch auch direkt nach Hause geliefert werden. Auf diesem Wege ist es den Brodowinern möglich, ihren Tieren lange Transporte zu ersparen und von Anfang bis Ende auf das Wohl von Kuh, Ziege und Huhn Acht zu geben.


Foto: Ziegenherde (c) Brodowin

Inmitten des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin

Eine Besonderheit des Ökodorfs Brodowin ist seine Nähe zur Natur. Roggenfelder und Kartoffelacker liegen inmitten des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin und werden besonders nachhaltig bewirtschaftet. Rund 15 verschiedene Naturschutzprojekte betreibt das Unternehmen mit Hilfe einer betriebseigenen Stiftung parallel zur Landwirtschaft. So wurde ein ehemaliges Lagergelände kurzerhand zum Fledermausquartier umgebaut, trockengelegte Wiesen wurden renaturiert und bei der Mahd wird auf die Brutzeiten von Bodenbrütern geachtet. Mit Erfolg. Allein die Artenvielfalt bei Vögeln stieg in Brodowin im bundesdeutschen Vergleich innerhalb der letzten 25 Jahre signifikant an. Besonders Insektenfresser werden auf den Feldern fündig – denn statt Pestiziden kommen hier lediglich bio-dynamische Präparate aus Kuhmist, Kräutern und Gesteinsmehlen zum Einsatz.


Foto: Unkraut Hacken (c) Brodowin


Foto: Das 140 Mitarbeiter umfassende Team. In Gelb: vom Lieferservice und von der Verwaltung. In Weiß: aus der Meierei und Käserei. Und in Rot: aus dem Hofladen. (c) Brodowin

Die Brodowiner Felder sind eine blühende Landschaft, die im Frühsommer in ein Rot, Blau und später Violett von Mohn, Kornblumen und Disteln getaucht wird. Wer sich persönlich ein Bild von der Arbeit des Hofes machen möchte, kann die Brodowiner an 7 Tagen die Woche besuchen. Als „Demonstrationsbetrieb für Ökologische Landwirtschaft“ stehen die Stalltore jedem Besucher offen und auch Hofführungen können gebucht werden. Den rund 140 MitarbeiterInnen kann man zumindest teilweise über die Schulter blicken, z. B. in der gläsernen Molkerei, bei der Fahrt im Traktor oder beim Verkauf im Hofladen. Hier können alle Produkte direkt und frisch erworben werden. Wer in Berlin oder Umgebung wohnt, kann auch den Lieferservice nutzen, der bereits über 2.000 Haushalte pro Woche anfährt – im Berliner Zentrum sogar umweltfreundlich per Lastenrad.


Foto: Lieferservice per Lastenrad (c) Brodowin

Zum greenya-Eintrag von Ökodorf Brodowin GmbH & Co.

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