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E-Autos - Wie nachhaltig und kostengünstig sind sie wirklich? Bei aller Kritik, es gibt große Fortschritte, die E-Mobilität letztlich zur besseren Alternative machen?

Bild: Pixabay

Sind E-Autos wirklich so nachhaltig und kostengünstig? 

Ein neues Auto muss her. Natürlich soll es kein Stinker sein. Die Umwelt und das Klima sind schon genug belastet. Der lange Weg zur Arbeit lässt auf der anderen Seite nicht zu, das Fahrrad zu benutzen. Die neuen E-Autos sind daher für viele, die sich ein neues Gefährt anschaffen wollen, das Maß aller Dinge. Schließlich kann eine Förderung von bis zu 9.000 Euro in Anspruch genommen werden. Auch die Versicherung für E-Autos ist in den meisten Fällen günstiger. Doch sind E-Autos tatsächlich so nachhaltig für das Klima und die Umwelt und vor allem lässt sich damit auch die Haushaltskasse langfristig schonen. Keine ganz einfache Frage. 

Die Ökobilanz von E-Autos

Immer wieder geistern Beiträge durch die Medien, dass E-Mobilität letztlich ein großer Schwindel hinsichtlich der Nachhaltigkeit für die Umwelt sei. Nicht wenige, die sich ein neues Auto kaufen und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun wollen sind daher verunsichert. Die Kritik richtet sich insbesondere an die Herstellung der Batterien und deren schwierige Entsorgung. Auch der Treibhausgas-Ausstoß entlang der Stromproduktion sowie die Reichweiten der Autos sind ein Thema. 

Positiv werden dagegen die vollkommen entfallenden Abgase gesehen. Auch die Kosten der E-Autos halten sich in Grenzen. Viele stellen sogar fest, dass die monatlichen Kosten für die E-Autos, zusammen mit anderen wichtigen Ausgaben für Miete, Strom, Krankenversicherung, Internet und Telefon insgesamt dank der E-Mobilität etwas niedriger ausfallen und sie trotzdem mobil unterwegs sind. 

Fakt ist, dass die Batterieproduktion, vor allem die Gewinnung von Lithium in Ländern wie Bolivien nachhaltige Auswirkungen auf die Grundwasserstände haben mit entsprechenden Nachteilen für die Bevölkerung. Auch das Recycling war in der Vergangenheit nicht optimal. Fakt ist aber auch, dass die Forschung und Entwicklung erst in den letzten Jahren so richtig in Gang gekommen ist und immer größere Fortschritte gemacht werden. 

Zunehmend wird das benötigte Lithium auch aus neuen Lagerstätten, beispielsweise in Australien gewonnen, mit weniger Auswirkungen auf die umliegende Bevölkerung. Hinsichtlich des Recyclings der Batterien steht die Branche ebenfalls vor einem Aufbruch. In der Vergangenheit wurde diesbezüglich viel zu wenig geforscht. Mittlerweile gibt es jedoch vielversprechende Ansätze, die zukünftig ein massenhaftes Recycling mit einem Wiederverwertungsanteil bis zu 90 % versprechen. 

Wenn das gegen den Treibstoffausstoß verrechnet wird, können sich hier klare Vorteile für die E-Mobilität in der Klimabilanz ergeben. Nichtsdestotrotz sollten auch weiterhin alle Anstrengungen unternommen werden, um zum Beispiel auch Wasserstoffantriebe weiterzuentwickeln. Die Reichweiten der E-Autos sind ohnehin schon fast mit herkömmlichen Autos vergleichbar.

Die Kritik am Ausstoß von Treibhausgasen ist ebenso nur zum Teil berechtigt. Wichtig ist, dass die Energiewende vollzogen wird. Reduzierte Subventionen für die Produktion von Strom aus fossilen Brennstoffen können helfen. In Ländern wie Österreich oder Norwegen stammen bereits mehr als 90 % des Stroms aus alternativen Energien, dies allerdings auch wegen der besonderen geologischen Situation in den Ländern. 

Fazit: Es ist noch zu tun

Es gibt noch viel zu tun. Insbesondere in der Forschung und Entwicklung vor allem bei der Herstellung und dem Recycling von Batterien. Mittel- und langfristig wird sich jedoch die E-Mobilität im Mix mit Wasserstoffantrieben als deutlich besser für die Umwelt und vor allem als nachhaltiger bewähren. Es gibt also keinen Grund weiterhin auf Autos zu setzen, die mit fossilen Brennstoffen angetrieben werden.


 

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