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Gemüse: Ernten, verarbeiten und lagern 4 Verarbeitungsmethoden und für welche Gemüsesorten sie geeignet sind 

Alle Fotos: meine Ernte

Der erntereiche Sommer hat uns mit dem frischen Geschmack von Zucchini, Rote Bete, Spitzkohl, Möhren und Tomaten verwöhnt. Für den Herbst und Winter lassen sich die Gemüsesorten durch Einfrieren, Einkochen, Fermentieren und Dörren haltbar machen. Das meine ernte Team stellt die ideale Haltbarmachung verschiedener Gemüsesorten vor:

Einfrieren – unverarbeitet oder als frisches Gemüseeis

Beim Einfrieren von Gemüse ist die richtige Vorbereitung besonders wichtig. Friere niemals das Gemüse im Ganzen ein, sonst wird es beim Auftauen schnell matschig. Schneide es in kleine Stücke und friere es portionsgerecht ein.

Einige Gemüsesorten solltest du zudem vor dem Einfrieren blanchieren. 

Kleingeschnittenes Gemüse kommt zunächst in sprudelnd kochendes, salziges Wasser für 3 – 8 Minuten, je nach Gemüsesorte. Dann wird das Gemüse mit kaltem Wasser abgeschreckt. Enzyme und Keime werden so ausgeschaltet und das eingefrorene Gemüse ist länger haltbar.

Zucchini oder Pilze können auch roh, ohne Blanchieren, eingefroren werden, sind damit aber die wenigen Ausnahmen. 

Gut geeignete Sorten: Möhren, Blumenkohl, Brokkoli, Spinat, Mangold, Bohnen

Weniger geeignete Sorten: Tomaten, Auberginen, Kräuter wie Basilikum

Gemüse einfach einfrieren

Tipp: Bereite dein eigenes Gemüse-Eis zu. Kombiniere neutrale Gemüse-Sorten wie Zucchini mit zum Beispiel Aprikosen, Erdbeeren oder Brombeeren! Rezeptideen findest du bei meine ernte.

 

Einkochen – Gemüse essen wie bei Oma

Unter Hitze wird die Ernte luftdicht in Gläser verpackt. So kannst du sie noch einige Wochen bis zu einem Jahr später genießen. 

Die herzhafte Marmeladen-Variante, das Gemüse-Chutney, ist ein sehr beliebtes Topping für Brote und ein super Gastgeschenk beim Grillabend. 

Außerdem gibt es noch das saure Einmachen, also das Einkochen in einem Essigsud. Durch den Essig wird das Gemüse zwar etwas weicher in der Konsistenz, aber auch gut konserviert haltbar gemacht. 

Gut geeignete Sorten: Zucchini, Gurken, Kürbisse, Paprika

Weniger geeignete Sorten: alle Blattgemüse wie Mangold, Spinat, Kohl

Gemüse einwecken, einkochen

Tipp: Koche Deinen eigenen Gemüseketchup ein. Klassisch aus Tomaten oder auch aus Zucchini oder Rote Bete! 

 

Fermentieren – würzige Geschmackserlebnisse garantiert

Das Fermentieren ist die lebendige Haltbarmachung von Gemüse durch das Einlegen in einer Salzlake. Die Bildung von Milchsäurebakterien wird gefördert, andere Bakterien und Keime können sich durch die salzigen Bedingungen nicht ausbreiten. 

Fermentation ändert den Geschmack deines Gemüses: Zwiebeln werden mild bis süßlich, Kohl wird sauer und kräftig – ein wahres Geschmackserlebnis ist es in jedem Fall! 

Gut geeignete Sorten: Kohl, Radieschen, Möhren, Zucchini, Kürbis, Zwiebeln, Rote Bete 

Weniger geeignete Sorten: Tomaten, Paprika, Blattgemüse wie Spinat

Gemüse fermentieren

Tipp: Experimentiere mit der Zugabe von Kräutern und Gewürzen wie Knoblauch, Pfefferkörner oder Rosmarin. Das sieht nicht nur sehr hübsch aus, sondern ermöglicht auch immer neue Geschmäcker

 

Dörren – Gemüse-Snacks für unterwegs

Durch das Trocknen von Lebensmitteln wird eine höhere Haltbarkeit erreicht. Je niedriger der Wassergehalt, desto haltbarer ist das getrocknete Lebensmittel auch. 

Dörren kannst du mit entweder mit einem Dörrgerät, oder auch an der Sonne oder im Backofen. 

Gedörrte Lebensmittel sind zum Beispiel: Gemüsechips in allen Würzvariationen, selbstgemachte Gemüsebrühe, getrocknete Kräuter für Wintertees, Fruchtleder aus Beeren, Äpfeln oder Birnen. 

Gedörrt werden können tatsächlich alle Gemüsesorten, je nach Wasseranteil variiert nur die Zeit und Temperatur des Dörr-Vorgangs. 

Tipp: Gemüsechips oder Fruchtleder sind ein idealer, gesunder Snack für unterwegs und bei Kindern sehr beliebt. 

 

Meine Ernte Feld im Juli 2019

Seit inzwischen zehn Jahren bauen Wanda und Natalie von meine ernte nun schon ihr eigenes Gemüse an. Ungefähr genauso lange gibt es ihre Gemüsegärten zum Mieten mit denen sich Städter den Traum vom eigenen Stück Land an deutschlandweit über 20 Standorten erfüllen können.

Zum greenya-Eintrag von meine Ernte

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