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In Zukunft Ökostrom! Was für einen Wechsel zum Ökostrom von nebenan spricht

Foto: Andreas Gücklhorn on Unsplash

Immer mehr Verbraucher suchen nach Anbietern, über die sie Ökostrom beziehen können. Der Staat fördert die Erzeugung durch Wind- und Wasserkraft, Biomasse sowie Sonnenenergie und möchte so sein Ziel erreichen, den Hauptteil des Stroms aus regenerativen Energiequellen zu gewinnen. Was sind die Unterschiede zwischen aus fossilen Brennstoffen bzw. Atomenergie gewonnenem Strom und Ökostrom? Welche Vorteile hätte ein Wechsel zum Ökostrom? Wie gestalten sich die Preise? Dieser Beitrag gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen. 

Das unterscheidet Ökostrom und Standardstrom?

Der wichtigste Unterschied zwischen den Stromarten liegt darin, dass Ökostrom die natürlichen Ressourcen schont, deutlich klimaneutraler hergestellt werden kann (seine Erzeugung verursacht nur 345 Gramm CO2 statt der über 600 Gramm beim Standardstrom) und damit ein wichtiger Faktor in Sachen Klimawandelbekämpfung und Umweltschutz ist.

Sogenannter Standardstrom wird ja aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdgas oder Erdöl gewonnen bzw. durch Atomkraft erzeugt. Bei der Verbrennung der Kohle entsteht unter anderem CO2, durch das die Erderwärmung beschleunigt wird. Atomenergie gilt aufgrund der freiwerdenden Radioaktivität als gefährlich. Wie sehr dies gilt, haben unter anderen die Katastrophen in den Atomanlagen von Tschernobyl und Fukushima gezeigt.

Ökostrom hingegen wird klimaneutral gewonnen, etwa mit Hilfe von Photovoltaik-Anlagen, Windkrafträdern, Biomasse-Anlagen oder Wasserwerken. Neuerdings wird verstärkt auch Erdwärme zur Stromerzeugung genutzt. Dabei entstehen keinerlei Luftverunreinigungen. Zudem ist der Vorrat an Wind- und Sonnenenergie im Gegensatz zu Kohle, Erdöl oder Erdgas unbegrenzt.

Deshalb ist der Wechsel zu Ökostrom sinnvoll!

Als einer der Hauptgründe, der von Verbrauchern als Argument für einen Wechsel zu Ökostrom angeführt wird, ist der Wunsch, sich stärker um den Umweltschutz zu kümmern und etwas gegen den Klimawandelt zu tun.

Aus diesem Grund führen viele Verbraucher immer wieder einen Stromvergleich mithilfe eines Vergleichsportals durch. Bei einem solchen Vergleich werden ihnen nicht nur die Anbieter mit den günstigsten Konditionen angezeigt, sondern auch die Versorger, die einen Ökostrom-Tarif anbieten. Dazu muss man beim Ausfüllen des Formulars nur das Feld anklicken, auf dem z. B. „nur lokaler Ökostrom“ steht. Dann erstellt das System auf Basis der eingegebenen Daten (Postleitzahl, Personenzahl im Haushalt, Stromverbrauch pro Jahr) eine Liste mit Stromanbietern, die ausschließlich Naturstrom erzeugen.

Ist Ökostrom günstiger oder teurer als Standardstrom?

Ein weiterer Unterschied besteht heute auch darin, dass Ökostrom in vielen Fällen inzwischen sogar günstiger ist, als Strom aus fossilen Brennstoffen. Seit Beginn der Energiewende ab 1990 wurde die Herstellung von Ökostrom vom Staat gefördert. Die Anlagen zur Gewinnung waren kostenintensiv, die Anschlüsse an das öffentliche Stromnetz mussten erst aufwendig installiert werden. All dies führte in Verbindung mit staatlich erhobenen Steuern zu einem hohen Preis für Ökostrom.

Zwischenzeitlich wurde das Stromnetz ausgebaut, überall im Land oder zu Wasser entstehen Windparks und Solaranlagen. Sogar kleine Kommunen, Unternehmen oder Familien tun sich zusammen und finanzieren eigene Wind- oder Solarenergieanlagen. Der nicht selbst genutzte Strom wird dann verkauft und ins Stromnetz eingespeist.

Laut den Angaben der Bundesnetzagentur beläuft sich der durchschnittliche Preis für Ökostrom pro kW/h auf 31,89 Cent (Stand 2021). Davon entfallen augenblicklich 6,5 Cent auf die sogenannte EEG-Umlage. Der Preis für Strom vom Alternativversorger liegt hingegen bei 26,39 Cent pro kW/h. Damit müssen deutsche Haushalte übrigens die europaweit höchsten Strompreise bezahlen.

Wechselprämie – nutzen oder verzichten?

Die meisten Anbieter locken Neukunden mit einer Wechselprämie. Diese Prämien sind allerdings häufig an einen bestimmten Tarif gebunden und je kostenintensiver der Tarif ist, desto größer ist die Prämie. Zugegebenermaßen können ein tolles TV-Gerät, ein hochwertiges Smartphone oder ähnliche Dinge dazu verleiten, eben doch den teureren Tarif zu nehmen. Auf Dauer ist dies meist ein schlechtes Geschäft. Darum kann es sinnvoll sein, lieber auch eine Wechselprämie zu verzichten und bei einem günstigen Tarif zu bleiben.

Auf was muss man bei den Regionalen Ökostromlieferanten achten?

Möchte man zu einem regionalen Ökostromlieferanten wechseln, ist es sinnvoll darauf zu achten, ob er tatsächlich ausschließlich Naturstrom erzeugt, oder ob er neben Ökostromtarifen vielleicht trotzdem noch in Atomkraft investieren. Ob es sich um ein Unternehmen mit reinem Naturstrom handelt, erkennt man auch an speziellen Siegeln wie dem ok power Zeichen oder dem Grüner Strom Label.

Worauf es auch bei lokalen Stromversorgern aus dem Bereich Ökostrom zu achten gilt, ist z. B. der Preis pro kW/h (Arbeitspreis), der monatlich anfallende Grundpreis, die Vertragslaufzeit, die vertragliche Kündigungsfrist und die Preisgarantie. Zudem sollte der jeweilige Anbieter so viel Strom produzieren, dass er den bedarf aller Kunden zuverlässig decken kann. Auch Anbieter für Ökostrom müssen auf das Widerrufsrecht für den Kunden hinweisen, für das es eine Frist von 14 Tagen gibt.

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