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Kryptowährungen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit? Wie kann es gelingen, den Energiebedarf von Kryptowährungen nachhaltig zu reduzieren und den Gebrauch von digitalen Währungen umweltverträglicher zu gestalten?

Foto: unsplash

Nachhaltigkeit ist eines der bedeutendsten Schlagwörter unserer Zeit. Der ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammende Begriff bezeichnet den verantwortungsvollen, bewussten und im Einklang mit der Natur stehenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen unserer Erde. In digitalen Zeiten stellt vor allem der steigende Energiebedarf eine enorme Herausforderung für die Gesellschaft dar. Nur wenn es gelingt, den Energiebedarf mittel- bis langfristig deutlich zu reduzieren, lässt sich eine lebenswerte Zukunft für die kommenden Generationen sicherstellen.

Kryptowährungen haben nicht gerade den Ruf besonders umweltfreundlich zu sein. Vor allem der hohe Energiebedarf, der für das Erzeugen von Bitcoin und Co. benötigt wird, stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahr für unsere Umwelt dar. Wie kann es gelingen, den Energiebedarf von Kryptowährungen nachhaltig zu reduzieren und den Gebrauch von digitalen Währungen umweltverträglicher zu gestalten?

Kryptowährungen sind enorm energieintensiv

Das grundsätzliche Problem liegt im Erzeugen von Kryptowährungen. Hierfür werden leistungsstarke Rechner benötigt, die enorme Energien verbrauchen. Verantwortlich für den hohen Energieverbrauch ist das Verfahren, mit dem Bitcoin und viele andere Kryptowährungen erzeugt werden. Beim sogenannten Proof of Work Verfahren sind tausende Rechner beteiligt, die alle aufwändige Berechnungen durchführen und kryptografische Aufgaben lösen. Doch nur derjenige Computer, der die Lösung als erstes berechnet, erzeugt neue Coins und der Besitzer des Rechners wird mit Kryptowährung belohnt. Die Arbeit aller anderen Rechner ist sozusagen umsonst gewesen, Strom haben sie aber alle verbraucht. 

Hilft eine Umstrukturierung der Energiewirtschaft?

Viele Experten sehen die Lösung des Problems in einer Umstrukturierung der Energiewirtschaft. Wenn die für das Erzeugen von Kryptowährungen erforderliche Energie beispielsweise nicht aus Kohle-, Gas- oder Kernkraft, sondern aus regenerativen Energien gewonnen wurde, viele der eigentliche Energieverbrauch nicht mehr so stark ins Gewicht. Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass der derzeit enorme Bedarf zukünftig ausschließlich durch grüne Energien gedeckt werden kann. Realistisch wird ein solches Szenario erst dann, wenn die Erzeugung von Kryptowährungen insgesamt effizienter wird. Einen möglichen Ansatz für die Reduktion der benötigten Energie verfolgt derzeit Vitalik Buterin, der Erfinder der mittlerweile zweitgrößten Kryptowährung Ethereum.

Neue Verfahren könnten das Problem lösen

Ethereum kann auf eine beeindruckende Entwicklung zurückblicken. Alleine seit Jahresbeginn konnte der Ethereum Kurs eine Steigerung von mehr als 200 Prozent verzeichnen, allerdings auch zulasten der Umwelt. Genau wie Bitcoin setzte Ethereum bislang auf das Proof of Work Verfahren für das Erzeugen neuer Coins. Dies will Ethereum Erfinder Vitalik Buterin nun schleunigst ändern und auf das wesentlich umweltfreundlichere Proof of Stake Verfahren umstellen. Umweltfreundlicher ist das Verfahren deshalb, da hier nicht mehr tausende Computer sich mit den aufwändigen Berechnungen beschäftigen, sondern nur noch ein einziger Rechner diese Aufgabe übernimmt. Geplant ist, das neue Verfahren bis Mitte 2022 einzuführen. Wer dann Ethereum kaufen möchte, kauft allerdings nicht mehr Ethereum, sondern Ethereum 2.0, denn das neue Verfahren bringt gleichzeitig auch eine Namensänderung mit sich.

Fazit

Ob Kryptowährungen in absehbarer Zeit tatsächlich für mehr Nachhaltigkeit sorgen können, bleibt fraglich. Dennoch bleibt festzuhalten, dass das negative Bild von Kryptowährungen in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem durch den Bitcoin geprägt ist. Dass es auch anders geht, will Ethereum zukünftig unter Beweis stellen. Abgesehen von dem Energiebedarf zur Erzeugung von Kryptowährungen, hat die zugrunde liegende Technologie der meisten digitalen Währungen, die Blockchain, durchaus das Potenzial komplexe Probleme zu lösen und auch für den Klima- und Umweltschutz eingesetzt werden zu können. Mögliche Ansatzpunkte sind hier zum Beispiel der Strom- oder Emissionshandel oder weltweite Lieferketten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Blockchain Design von Beginn an energiesparsam und ressourcenschonend ausgerichtet ist.

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