Ein dauerhaftes Stressgefühl ist nicht nur unangenehm, sondern auch schädlich für die Gesundheit. Denn wer sich andauernd gestresst fühlt, schläft schlechter, kann sich nicht richtig konzentrieren und kann auf Dauer sogar psychische Störungen wie Angstzustände oder eine Depression entwickeln.
Um solchen Folgen vorzubeugen, kann es sinnvoll sein, sich bewusst zu entspannen. Dabei können nicht nur Übungen wie autogenes Training oder Gedankenreisen helfen. Auch einige Lebensmittel wirken auf natürliche Weise stressreduzierend und entspannungsfördernd.
Lebensmittel gegen Stress – das Wichtigste in Kürze
Lebensmittel, die komplexe Kohlenhydrate enthalten, machen nicht nur länger satt. Sie lassen den Blutzuckerspiegel langsam und gleichmäßig ansteigen, sodass insbesondere in stressigen Situationen Heißhungerattacken ausbleiben. Gleichzeitig versorgen sie das Gehirn mit Energie.
Vor allem eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann ein gesundes Mikrobiom im Darm fördern. Dieses wiederum wirkt sich positiv auf die Stimmung aus.
Nahrungsmittel, die die Aminosäure L-Tryptophan enthalten, können die Stimmung aufhellen und Stress reduzieren. Der Grund: Das L-Tryptophan wird im Körper in das „Wohlfühlhormon“ Serotonin umgewandelt.
Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Magnesium wirken sich sowohl auf die Nerven als auch auf die Muskeln entspannend aus.
Diese Snacks helfen beim Entspannen
Dass man in stressigen Situationen etwas häufiger zu etwas Essbarem greift, ist nicht nur ein subjektives Gefühl. Denn tatsächlich kann Stress zu Heißhungerattacken führen. Verantwortlich dafür ist das Stresshormon Cortisol, das appetitsteigernd wirkt. Insbesondere auf süße und fettige Speisen macht es Lust.
Zwar kann das emotionale Essen kurzfristig tatsächlich Trost spenden und glücklich machen. Langfristig können Snacks wie Kartoffelchips jedoch zusätzlichen Stress im Körper verursachen und dadurch den psychischen Stress erhöhen.
Alternativen sind leckere Häppchen, die eine lang anhaltende euphorisierende und entspannende Wirkung mit sich bringen – etwa THC-Gummibärchen. Wer jedoch gezielt nach Lebensmitteln ohne einen psychoaktiven Effekt sucht, kann sich die folgende Übersicht anschauen:
1. Haferflocken
Eine Schüssel Porridge klingt im ersten Moment nicht wie die bahnbrechende Lösung gegen Stress. Jedoch können Haferflocken gleich aus mehreren Gründen zur körpereigenen Entspannung beitragen.
Sie enthalten komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe, die den Hunger nachhaltig stillen. Ebenso liefern sie dem Körper B-Vitamine und Magnesium. Diese Nährstoffe tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei und beeinflussen gleichzeitig den Energiestoffwechsel.
2. Dunkle Schokolade
Schokolade gilt im Volksmund nicht nur als köstlicher Snack, sondern auch als Trostspender und Glücklichmacher. Allerdings wissen nur die wenigsten, dass dunkle Schokolade auch die Nerven beruhigt. Denn je höher der Kakaoanteil in der Süßigkeit ist, desto mehr Tryptophan ist darin enthalten.
Die Aminosäure wiederum unterstützt den Körper beim Stressabbau und kann dadurch innere Unruhe lindern. Gleichzeitig fördert sie die körpereigene Serotoninproduktion, sodass der Gute-Laune-Pegel steigt.
Tipp: Wer ungern in ein Stück Bitterschokolade beißt, kann sich alternativ Kakaonibs oder Backkakao ins morgendliche Porridge mischen. Das gibt den doppelten Entspannungsboost für die Nerven.
3. Hülsenfrüchte
Ob Linsen, Erbsen oder Kichererbsen – Hülsenfrüchte haben eines gemeinsam: Auch sie enthalten die Aminosäure Tryptophan in hohen Mengen. Da diese innerhalb kurzer Zeit im Körper zum sogenannten „Wohlfühlhormon“ Serotonin umgewandelt wird, kann sich die Stimmung nach dem Verzehr einer Portion der Lieblingshülsenfrüchte schnell heben.
Zudem bestehen auch Linsen und Co. zum Großteil aus komplexen Kohlenhydraten, die lange Zeit satt machen. Sie sind also ein hervorragender Dämpfer für Heißhungerattacken.
4. Nüsse
Eine gute Nachricht für alle, die gern knabbern: Nüsse sind nicht nur umgangssprachlich eine Nervennahrung, sondern im wahrsten Sinne des Wortes. Sie enthalten ebenso wie Haferflocken viele B-Vitamine und Magnesium. Dadurch können sie in stressigen Situationen die Nerven entspannen.
Zudem sind Nüsse reich an Omega-3-Fettsäuren. Diese können laut Studien dabei helfen, die schädlichen Auswirkungen von Stresshormonen zu verringern. Gleichzeitig unterstützen sie die Botenstoffe im Gehirn – etwa Dopamin und Serotonin – und fördern die Gehirnplastizität.