Die beste Matratze für gesunden Schlaf kostet zwischen 150 und 800 Euro, je nach Material und Größe. Kaltschaummatratzen mit einem Raumgewicht ab 40 kg/m³ halten 6–8 Jahre, Naturlatexmatratzen sogar bis zu 15 Jahre. Das greenya-Verzeichnis listet über 120 nachhaltige Matratzenhersteller in der DACH-Region – von spezialisierten Manufakturen bis zu etablierten Marken. Hier erfährst du, welche Matratzenart zu deiner Schlafposition passt, wie du die passende Größe bestimmst und wo du hochwertige Matratzen online kaufen kannst.
Auf den Punkt gebracht
Matratzen im Stiftung-Warentest kosten zwischen 70 und 1.700 Euro – gute Modelle gibt es bereits ab 150 Euro
Kaltschaummatratzen mit einem Raumgewicht von mindestens 40 kg/m³ bieten eine Lebensdauer von 6–8 Jahren
Härtegrad H2 eignet sich für Personen bis 80 kg, Härtegrad H3 für 80–110 kg Körpergewicht
7-Zonen-Matratzen stützen Schulter, Becken und Wirbelsäule in der ergonomisch korrekten Position
Naturlatexmatratzen von Herstellern wie allnatura, Kipli oder Dormiente bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und sind bis zu 15 Jahre haltbar
Seriöse Anbieter bieten 30 bis 100 Tage Probeschlafen an – der wichtigste Test findet im eigenen Bett statt
Welche Matratzenarten gibt es – von der Kaltschaummatratze bis zur Federkernmatratze?
Kaltschaummatratzen, Federkernmatratzen, Latexmatratzen und Hybridmatratzen sind die vier Haupttypen auf dem deutschen Markt. Jede Matratzenart bietet ein unterschiedliches Schlafgefühl und spezifische Stärken bei Körperanpassung, Klimaregulierung und Haltbarkeit. Die Stiftung Warentest bewertet aktuell 118 Matratzen – Liegeeigenschaften fließen mit 35 % ins Gesamtergebnis ein.
Die Wahl der richtigen Matratzenart hängt von deinem Schlafverhalten, deinem Körpergewicht und deiner Temperaturempfindlichkeit ab. Wer nachts stark schwitzt, profitiert von der guten Luftzirkulation einer Taschenfederkernmatratze. Personen, die leicht frieren, schlafen auf Kaltschaum- oder Latexmatratzen wärmer und genießen mehr Schlafkomfort. Für unruhige Schläfer und Paare eignen sich punktelastische Matratzen besonders gut, weil sie Bewegungen weniger übertragen. Schaumstoffmatratzen – ob Kaltschaum, Komfortschaum oder Viscoschaum – bieten generell eine präzisere Körperunterstützung als günstige Bonellfederkernmodelle, dafür aber ein wärmeres Schlafklima.
Kaltschaummatratzen: Punktelastisch und wärmeisolierend
Kaltschaummatratzen bestehen aus aufgeschäumtem Polyurethan, das bei Temperaturen unter 100 °C aushärtet. Hochwertige Kaltschaummatratzen mit einem Raumgewicht ab RG 40 bieten eine exzellente Punktelastizität und passen sich den Körperkonturen präzise an – der Liegekomfort steigt mit dem Raumgewicht. Die offenporige Zellstruktur sorgt für gute Atmungsaktivität bei gleichzeitiger Wärmeisolierung. Kaltschaummatratzen in der Größe 90x200 cm kosten zwischen 150 und 600 Euro. Ein Lattenrost mit maximal 5 cm Leistenabstand ist Voraussetzung, damit sich der Schaum nicht durchdrückt.
Federkernmatratzen: Stabil und klimafreundlich im Schlafklima
Federkernmatratzen nutzen Stahlfedern als Kern und bieten ein festes, stützendes Liegegefühl mit hoher Körperunterstützung. Taschenfederkernmatratzen – bei denen jede Feder einzeln in Stofftaschen eingenäht ist – reagieren punktelastisch und übertragen weniger Bewegung als ein klassischer Bonellfederkern. Beim Bonellfederkern sind die Federn direkt miteinander verbunden, was den Liegekomfort im Vergleich zur Taschenfederkernmatratze mindert. Die Luft zirkuliert frei zwischen den Federn, was ein kühles Schlafklima erzeugt. Hochwertige 7-Zonen-Modelle von Marken wie beco, fan oder Ravensberger kombinieren den Federkern mit Kaltschaum- oder Viscoschaumauflagen für zusätzlichen Schlafkomfort. Taschenfederkernmatratzen mit 1.000 Federn in 90x200 cm kosten zwischen 200 und 800 Euro.
Naturlatexmatratzen: Nachhaltig und langlebig
Naturlatexmatratzen bestehen aus dem Saft des Kautschukbaums (Hevea Brasiliensis) und gelten als nachhaltigste Matratzenart. Der nachwachsende Rohstoff bietet hervorragende Punktelastizität und eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren. Im Öko-Test 2024/2025 schnitt die LaModula Latexmatratze Julian als einzige Matratze „gut" für alle Körpertypen ab – einschließlich schwerer Personen. Naturlatexmatratzen kosten zwischen 400 und 1.200 Euro in der Größe 90x200 cm. Hersteller wie allnatura, Kipli und Dormiente produzieren in Europa und lassen ihre Produkte nach GOTS oder OEKO-TEX zertifizieren. Kipli bietet 100 Tage risikofreies Probeschlafen an.
Hybridmatratzen: Das Beste aus zwei Welten
Hybridmatratzen kombinieren einen Taschenfederkern mit Schaumstoffschichten aus Kaltschaum, Viscoschaum oder Gelschaum. Der Federkern sorgt für Stabilität und Belüftung, die Schaumschicht für Druckentlastung und Körperanpassung. Die Emma Original Hybrid vereint fünf Schichten auf 25 cm Höhe und eignet sich für alle Schlafpositionen. Hybridmatratzen kosten in 90x200 cm zwischen 300 und 900 Euro – ein guter Kompromiss für Paare mit unterschiedlichen Schlafgewohnheiten.
Welcher Matratzenhärtegrad passt zu meinem Körpergewicht?
Der Matratzenhärtegrad richtet sich primär nach dem Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße. Härtegrad H2 eignet sich für Personen zwischen 60 und 80 kg, Härtegrad H3 für 80 bis 110 kg. Die Festigkeit einer Matratze ist nicht genormt – jeder Hersteller definiert die Härtegrade unterschiedlich, was den direkten Vergleich erschwert. Eine Person mit 100 kg Körpergewicht sollte mindestens zu H3 greifen, bei kompaktem Körperbau eher zu H4.
Die gängige Faustregel lautet: Körpergewicht in kg minus (Körpergröße in cm minus 100). Liegt dein Gewicht unter dem Ergebnis, wähle H1–H2. Entspricht es dem Ergebnis, greife zu H3. Liegt es darüber, eignet sich H4 oder H5. Beispiel: 175 cm, 70 kg → 70 kleiner als 75 → Empfehlung H2. Studien von Caggiari et al. (2021) zeigen, dass mittelfeste Matratzen (H2–H3) Rückenschmerzen signifikant lindern können.
Härtegrad H1 bis H5 im Überblick nach Körpergewicht
H1 (sehr weich) eignet sich für Personen bis 60 kg und ist der seltenste Härtegrad im Handel. H2 (weich bis mittelfest) deckt den Bereich von 60 bis 80 kg ab und zählt neben H3 zu den meistverkauften Härtegraden in Deutschland. H3 (mittelfest bis fest) passt für Schläfer zwischen 80 und 110 kg – dieser Härtegrad ist der beliebteste in deutschen Schlafzimmern. H4 (fest) unterstützt Personen ab 110 kg mit hoher Stützkraft. H5 (sehr fest) ab 130 kg ist selten im Sortiment und wird teilweise nur auf Anfrage gefertigt.
Paare mit unterschiedlichem Körpergewicht sollten auf zwei separate Matratzen setzen. Die entstehende Besucherritze lässt sich mit einem durchgehenden Topper überbrücken. Alternativ bieten Hersteller wie bett1 Matratzen mit zwei unterschiedlichen Liegezonen für die linke und rechte Seite an.
Wie finde ich die richtige Matratze für meine Schlafposition – ergonomisch und passend?
Seitenschläfer brauchen eine Matratze, die an Schulter und Becken tief genug einsinkt, damit die Wirbelsäule gerade bleibt. Rückenschläfer benötigen gleichmäßige Abstützung im Lordosebereich. Bauchschläfer sollten eine festere Matratze wählen, um ein Durchhängen des Beckens zu verhindern.
Rund 60 % der Deutschen schlafen bevorzugt auf der Seite. Für diese Schlafposition sind punktelastische Matratzen aus Kaltschaum oder Naturlatex die beste Wahl, weil sie gezielt an Schulter und Hüfte nachgeben. Die Stiftung Warentest prüft seit 2025 mit sieben verschiedenen Körpertypen in Seiten- und Rückenlage. 7-Zonen-Matratzen teilen die Liegefläche in unterschiedlich feste Bereiche: Die Schulterzone gibt stärker nach, die Beckenzone stützt kräftig, die Kopf- und Fußzone bieten mittlere Festigkeit. Jede einzelne Zone ist auf eine bestimmte Körperregion abgestimmt, sodass die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Position bleibt.
Für Rückenschläfer eignen sich Matratzen mit mittlerem Härtegrad (H2–H3), die das natürliche Doppel-S-Profil der Wirbelsäule erhalten. Die Matratze darf weder zu weich sein (Hängematteneffekt) noch zu hart (Druckstellen an Schultern und Gesäß). Bauchschläfer profitieren von festeren Modellen ab Härtegrad H3, die das Becken nicht zu tief einsinken lassen.
Worauf sollte ich achten, wenn ich Matratzen online kaufen möchte?
Beim Matratze kaufen im Internet sind Probeschlafen, Rückgaberecht und Zertifizierungen die drei wichtigsten Qualitätsmerkmale. Seriöse Anbieter gewähren 30 Tage Probeschlafen bis hin zu 100 Nächten mit kostenlosem Rückversand. Der OEKO-TEX Standard 100 garantiert schadstoffgeprüfte Materialien. Die passende Matratze findest du über einen Online-Matratzenfinder oder die Filteroptionen im greenya-Verzeichnis.
Die Matratze im Laden fünf Minuten probeliegen reicht nicht aus, um die Eignung zu beurteilen. Dein Körper braucht mindestens zwei bis drei Wochen, um sich an eine neue Schlafunterlage zu gewöhnen. Beim Online-Kauf liefern Hersteller die Matratze oft vakuumverpackt per Paket – nach dem Auspacken benötigt sie 24 bis 72 Stunden, um ihre volle Höhe zu erreichen. Ein Matratzenschoner oder ein passendes Spannbettlaken schützt die Matratze ab dem ersten Tag vor Feuchtigkeit und sollte direkt mitbestellt werden.
Achte auf folgende Kriterien, wenn du Matratzen online kaufen möchtest: Das Raumgewicht bei Schaummatratzen sollte mindestens RG 40 betragen – das empfiehlt die Stiftung Warentest und deckt sich mit der DIN 13014 für Matratzen im Krankenhausbereich. Der Bezug sollte abnehmbar und bei mindestens 60 °C waschbar sein, besonders für Allergiker. Prüfe, ob der Hersteller Made in Germany oder zumindest europäische Produktion angibt – kurze Transportwege reduzieren den CO₂-Fußabdruck. Im greenya-Verzeichnis findest du Matratzenhersteller, die auf nachhaltige Materialien und transparente Lieferketten setzen.
Gütesiegel und Zertifikate für Matratzen
Der OEKO-TEX Standard 100 bestätigt schadstoffgeprüfte Textilien und ist das verbreitetste Siegel im Matratzenbereich. Der strengere OEKO-TEX MADE IN GREEN belegt zusätzlich eine umweltfreundliche Produktion. Das GOTS-Siegel zertifiziert biologisch erzeugte Naturfasern in der gesamten Lieferkette. Das QUL-Siegel kennzeichnet Naturlatexmatratzen mit mindestens 95 % Naturkautschukanteil. Seit 1997 sammelt greenya Daten zu nachhaltig zertifizierten Herstellern und bietet damit eine verlässliche Orientierung.
Wie viel kostet eine gute Matratze in 90x200 cm, 140x200 cm oder 180x200 cm?
Eine gute Matratze in der Standardgröße 90x200 cm kostet zwischen 150 und 500 Euro. Gute Modelle im Stiftung-Warentest gibt es bereits ab rund 150 Euro. Naturlatexmatratzen beginnen bei etwa 400 Euro, Premium-Modelle liegen zwischen 800 und 1.200 Euro. Die Preisspanne über alle Matratzenarten reicht laut Stiftung Warentest von 70 bis 1.700 Euro.
Der Preis allein sagt wenig über die Schlafqualität aus. Entscheidend sind Materialqualität, Raumgewicht und Verarbeitung. Eine Kaltschaummatratze mit RG 40 für 200 Euro kann bessere Liegeeigenschaften bieten als ein 600-Euro-Modell mit RG 25. Pro Nacht investierst du bei einer 300-Euro-Matratze mit 8 Jahren Lebensdauer rund 10 Cent.
Die gängigsten Matratzengrößen in Deutschland und ihre typischen Preisbereiche:
Matratze 90x200 cm (Einzelbett-Standard): 100–600 Euro, ideal für Singles und Kinder
100x200 cm und 120x200 cm (Komfort-Einzelbett): 120–700 Euro, mehr Bewegungsfreiheit für eine Person
Matratze 140x200 cm (Doppelbett-Einstieg): 150–900 Euro, Mindestbreite für zwei Personen
160x200 cm (Komfort-Doppelbett): 200–1.100 Euro, die beliebteste Paargröße
180x200 cm (Familienbett): 250–1.400 Euro, maximaler Platz für Paare oder Eltern mit Kind
Neben der Matratze gehören Lattenrost, Kopfkissen und optional ein Topper zum Schlafsystem. Ein guter Lattenrost kostet 80–300 Euro und beeinflusst die Liegeeigenschaften erheblich – Marken wie Ravensberger, beco und Selecta bieten verstellbare Modelle. Ein Topper (60–200 Euro) kann das Schlafgefühl feinjustieren. Ein ergonomisches Kopfkissen (30–120 Euro) ergänzt die Stützfunktion im Nackenbereich.
Was macht eine nachhaltige Matratze aus?
Eine nachhaltige Matratze besteht aus nachwachsenden oder recycelten Rohstoffen, wird schadstoffarm produziert und lässt sich am Lebensende sortenrein trennen. Naturlatexmatratzen, Bio-Baumwollbezüge und Kokosfaserpolsterungen zählen zu den umweltfreundlichsten Materialien.
Herkömmliche Matratzen bestehen überwiegend aus Polyurethanschaum auf Erdölbasis. Nach 8–10 Jahren landen sie in der Müllverbrennung – rund 30 Millionen Matratzen werden in Europa pro Jahr entsorgt. Nachhaltige Alternativen setzen auf Naturlatex aus kontrolliertem Anbau, Bio-Baumwolle für Bezüge und Kokosfasern als Polsterschicht. Hersteller wie allnatura, Dormiente und Prolana produzieren in Deutschland und lassen ihre Lieferkette zertifizieren. Bei der Entsorgung schneidet eine Federkernmatratze besser ab als eine Schaumstoffmatratze, weil der Stahlanteil recycelt werden kann.
Nachhaltige Matratzenhersteller achten auf kurze Transportwege durch Produktion in Europa (Made in Germany), Verzicht auf chemische Flammschutzmittel und synthetische Klebstoffe, Bezüge aus Bio-Baumwolle oder TENCEL Lyocell und VOC-Emissionen unter 0,5 mg/m³ nach 28 Tagen. Die Stiftung Warentest berücksichtigt in ihren Tests inzwischen auch die Umweltbilanz von Matratzen und berechnet Umweltschadenspunkte für Transport, Nutzung über acht Jahre und thermische Verwertung am Lebensende.
Seit 1997 beobachtet greenya die Nachhaltigkeitsbranche und bietet mit über 27.000 Brancheneinträgen eine umfassende Orientierung. Im greenya-Verzeichnis findest du zertifizierte Matratzenhersteller, deren Produkte Siegel wie GOTS, QUL oder OEKO-TEX MADE IN GREEN tragen.
Häufige Fragen zu Matratzen kaufen und Matratzen finden
Die zehn häufigsten Fragen rund um Matratze kaufen, Matratzenhärtegrad, Schlafposition und Nachhaltigkeit – kompakt beantwortet.
Wie oft sollte ich meine Matratze wechseln?
Experten empfehlen, Matratzen nach spätestens 8–10 Jahren zu ersetzen. Kaltschaummatratzen mit einem Raumgewicht ab RG 40 halten 6–8 Jahre, Naturlatexmatratzen bis zu 15 Jahre. Spürbare Kuhlenbildung, Rückenschmerzen nach dem Aufwachen oder sichtbare Verformungen sind klare Signale für einen Wechsel. Regelmäßiges Drehen und Wenden alle drei Monate verlängert die Lebensdauer.
Welche Matratze eignet sich bei Rückenschmerzen?
Mittelfeste Matratzen mit Härtegrad H2 oder H3 lindern Rückenschmerzen am effektivsten. Die Metastudie von Caggiari et al. (2021) belegt, dass mittelfeste Matratzen die beste Kombination aus Stützkraft und Druckentlastung bieten. 7-Zonen-Kaltschaum- oder Taschenfederkernmatratzen stützen die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form und entlasten Schulter- und Beckenbereich.
Was bedeutet das Raumgewicht bei Matratzen?
Das Raumgewicht (RG) gibt an, wie viel Kilogramm Rohmaterial in einem Kubikmeter Schaumstoff stecken. Matratzen mit RG 40 bieten gute Qualität und 6–8 Jahre Haltbarkeit. Ab RG 50 spricht man von Premium-Qualität mit einer Lebensdauer von 10 Jahren oder mehr. Die Stiftung Warentest und die DIN 13014 empfehlen ein Mindest-Raumgewicht von 40 für den täglichen Gebrauch.
Brauche ich einen Topper für meine Matratze?
Ein Topper ist optional, kann aber das Liegegefühl deutlich verbessern. Topper mit 5–10 cm Höhe und einem Raumgewicht ab RG 35 machen eine zu feste Matratze weicher, schützen die Matratze vor Verschleiß und überbrücken die Besucherritze bei zwei Einzelmatratzen im Doppelbett. Ein Topper verändert das Liegegefühl – nicht die orthopädische Grundstützung der Matratze.
Worauf sollte man beim Matratzenkauf achten – Material, Härtegrad, Größe?
Die drei wichtigsten Kriterien beim Matratzenkauf sind Material, Härtegrad und Größe. Beim Material entscheidest du zwischen Kaltschaum (punktelastisch, wärmend), Federkern (stabil, kühlend) und Latex (langlebig, nachhaltig). Der Härtegrad richtet sich nach deinem Körpergewicht: H2 bis 80 kg, H3 ab 80 kg. Bei der Größe gilt: 90x200 cm ist der Standard für Einzelbetten, Paare greifen zu 160x200 cm oder 180x200 cm. Die Matratze sollte mindestens 20 cm länger sein als deine Körpergröße. Achte zusätzlich auf ein Raumgewicht ab RG 40 und ein Probeschlafen von mindestens 30 Tagen.
Was kostet eine nachhaltige Naturlatexmatratze?
Naturlatexmatratzen kosten in der Größe 90x200 cm zwischen 400 und 1.200 Euro. Einstiegsmodelle wie die Kipli Essential liegen bei rund 400 Euro, Premium-Modelle von allnatura oder Dormiente bei 700–1.200 Euro. Auf die Lebensdauer von bis zu 15 Jahren gerechnet liegen die jährlichen Kosten bei 30–80 Euro – vergleichbar mit einer Kaltschaummatratze, die alle 7 Jahre ersetzt werden muss.
Ist Probeschlafen beim Matratzenkauf sinnvoll?
Probeschlafen ist der wichtigste Test für eine neue Matratze. Dein Körper braucht mindestens 14 Tage, um sich an eine neue Schlafunterlage zu gewöhnen. Anbieter wie Emma, Kipli und allnatura bieten 100 Tage Probeschlafen mit kostenlosem Rückversand an, bett1 gewährt 100 Nächte Testphase. Nutze diesen Zeitraum konsequent – das kurze Probeliegen im Geschäft ersetzt keine echte Schlafphase.
Was ist die beste Matratze auf dem Markt?
Die eine beste Matratze für alle gibt es nicht – aber es gibt klare Testsieger. Die Emma One ist aktueller Stiftung-Warentest-Testsieger ab 199 Euro in 90x200 cm. Die Bodyguard von bett1 überzeugt mit zwei Härtegraden ab rund 230 Euro. Im Nachhaltigkeitsbereich schnitt die LaModula Latexmatratze Julian im Öko-Test als einzige „gut" für alle Körpertypen ab. Im greenya-Verzeichnis findest du nachhaltige Marken wie allnatura, Dormiente, Kipli und Prolana.
Welches Kopfkissen passt zu welcher Matratze?
Das Kopfkissen sollte die Lücke zwischen Schulter und Matratze in Seitenlage exakt ausfüllen. Seitenschläfer brauchen ein höheres Kissen (12–15 cm), Rückenschläfer ein flacheres (8–10 cm), Bauchschläfer ein sehr flaches oder gar keines. Kissen aus viscoelastischem Schaum passen sich ergonomisch an die Nackenkontur an. Matratze und Kopfkissen müssen als Einheit funktionieren – ein zu hohes Kissen auf einer weichen Matratze knickt die Halswirbelsäule ab.
Wie pflege und reinige ich meine Matratze richtig?
Lüfte deine Matratze nach dem Aufstehen täglich 15–20 Minuten, indem du die Bettdecke zurückschlägst. Drehe und wende die Matratze alle drei Monate, um einseitige Abnutzung zu verhindern. Den abnehmbaren Bezug wäschst du zwei- bis dreimal pro Jahr bei 60 °C. Flecken behandelst du mit einer Mischung aus Natron und lauwarmem Wasser. Ein Matratzenschoner schützt zusätzlich vor Feuchtigkeit und verlängert die Lebensdauer um bis zu zwei Jahre.
Fazit: Die passende Matratze vereint gesunden Schlaf und Nachhaltigkeit
Die richtige Matratze findest du nicht über den Preis, sondern über die Passung zu deinem Körper und deiner Schlafposition. Achte auf ein Raumgewicht ab RG 40, wähle den Härtegrad nach Körpergewicht und nutze das Probeschlafen konsequent aus. Wer auf Naturlatex und Bio-Baumwolle setzt, schläft schadstoffarm und reduziert seinen ökologischen Fußabdruck. Im greenya-Verzeichnis findest du über 120 nachhaltige Matratzenhersteller mit geprüften Zertifikaten – für erholsamen Schlaf mit gutem Gewissen.