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Ist Milch ungesund? Die kanadische Regierung ändert ihre Ernährungsrichtlinien

Hauptfoto: Couleur/Pixabay
Kanadas Regierung will Milchprodukte aus der Ernährungspyramide streichen. Gemüse, Obst, Vollkorn und pflanzliches Protein sollen an wichtigster Stelle stehen. Die neue Ernährungspyramide sieht ziemlich vegan aus. Grund für die Veränderung sind die schlechten Ernährungsgewohnheiten der Kanadier. 

Sterblichkeitsrate der Frauen um 93% erhöht - bei drei Gläsern Milch täglich.

2014 wurden in einer schwedischen Studie 61.433 Frauen im Alter von 39 bis 74 Jahren und 45.339 Männer im Alter von 45 bis 79 Jahren bezüglich ihrer Ernährungsgewohnheiten befragt. Zudem gab es Langzeitbeobachtungen über 22 beziehungsweise 13 Jahren. Diese vom schwedischen Forschungsrat finanzierte Studie stellt die positiven Auswirkungen von Milch auf die Knochenbildung in Frage. Zur Prävention von Osteoporose wird gemeinhin empfohlen reichlich Milch zu trinken. Das Ergebnis der Studie zeigte, dass Männer mit erhöhtem Milchkonsum gleichbleibend Frakturen erlitten, bei Frauen die Quote der Knochenbrüche anstieg. Während des Beobachtungszeitraums lag die Sterblichkeitsrate bei Frauen um 93% höher, wenn diese täglich mindestens drei Gläser Milch tranken. Milch trinkende Männer wiesen ebenfalls eine erhöhte Sterblichkeitsrate auf.

Weltbevölkerung war von Anfang an laktoseintolerant

Was für uns so selbstverständlich geworden ist, war evolutionstechnisch nicht vorgesehen. Der Großteil der Weltbevölkerung war von Anfang an laktoseintolerant. Milch wurde deshalb zu Käse verarbeitet, weil dieser sehr viel weniger an unverträglichem Milchzucker aufweist. Tatsächlich ist es so, dass nur Menschen mit einer zufälligen Genmutation Milch vertragen konnten. Eine Laktoseintoleranz ist demnach ursprünglicher als eine Milchzuckerverträglichkeit. 

Käse in allen Sorten
Foto: VMonte13/Pixabay

Laktose (Milchzucker) setzt sich aus den beiden Einfachzuckern Galaktose und Glukose zusammen. Milch ist die mit Abstand größte Galaktosequelle in der Nahrung. Im Tierversuch ist die Gabe von Galaktose laut Forschern für vorzeitiges Altern bekannt. Menschen mit größeren Mengen Galaktose im Blut und Gewebe hätten ein erhöhtes Risiko für chronische Krankheiten, darunter Osteoporose.

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Gute pflanzliche Calciumquellen sind:
Brokkoli, Pak Choi, Lauch, Kohlrabi, Wirsing, grüne Bohnen, Brennnessel gedämpft (wie Spinat zubereitet), Grünkohl, Kresse, Petersilie, Sesam, Rucola, Blattsalate, Wildpflanzen(Breitwegerich, Löwenzahn), Mandeln, Haselnüsse, Mohn, Chiasamen, Trockenfeigen, Rosinen oder Trockenaprikosen, Kichererbsen, weiße Kernbohnen, Tofu, Quinoa, Amaranth, Quellwasser, Gräserpulver, Moringapulver ... 

 

Quellen: 
http://www.bmj.com/content/349/bmj.g6015
https://istdasvegan.eu/2018/03/ernaehrungspyramide-in-kanada-bald-ohne-sahne-butter-und-milch/
https://www.petazwei.de/kanada-wirft-milch-aus-der-ernaehrungspyramide
https://www.sat1.de/tv/fruehstuecksfernsehen/gesundheit/kanada-streicht-milch-aus-ernaehrungspyramide

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