Du planst einen Campingtrip, willst beim nächsten Stromausfall vorbereitet sein oder suchst nach einer mobilen Stromversorgung für dein Homeoffice im Garten? Dann bist du hier genau richtig. Wir haben die wichtigsten Powerstations im Test unter die Lupe genommen und zeigen dir, welche tragbare Powerstation wirklich hält, was sie verspricht.
Mobile Powerstations sind in den letzten Jahren zu echten Alleskönnern geworden. Mit Kapazitäten von mehreren tausend Wattstunden und Ausgangsleistungen jenseits der 2.400 Watt kannst du mittlerweile sogar Haushaltsgeräte problemlos betreiben. Aber welches Modell lohnt sich wirklich? Wir haben aktuelle Modelle getestet und zeigen dir alle wichtigen Details.
Wie funktioniert eine tragbare Powerstation und wie sicher ist ihre Anwendung?
Eine Powerstation ist im Grunde ein großer, tragbarer Energiespeicher mit integriertem Wechselrichter. Der verbaute Akku – meist auf Lithium-Basis – speichert elektrische Energie, die du über verschiedene Anschlüsse wieder abrufen kannst. Das unterscheidet sie fundamental von einem klassischen Notstromaggregat: Kein Benzin, kein Lärm, keine Abgase.
Der Wechselrichter wandelt den gespeicherten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) um – genau wie aus deiner Steckdose zuhause. Hochwertige Modelle liefern dabei eine reine Sinuswelle, was besonders für empfindliche Elektrogeräte wichtig ist.
Kapazität und Power: Was bedeuten Wh und Watt?
Die Kapazität einer Powerstation wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Je größer dieser Wert, desto mehr Energie kann der Speicher aufnehmen. Ein Gerät mit 1.000 Wh kann theoretisch ein 100-Watt-Gerät zehn Stunden lang betreiben. In der Praxis liegt die Effizienz durch Umwandlungsverluste bei etwa 85-90%.
Die Ausgangsleistung in Watt bestimmt hingegen, welche Geräte du überhaupt anschließen kannst. Eine Powerstation mit 300 Watt Maximalleistung wird keinen Wasserkocher mit 2.000 Watt betreiben können. Achte hier also genau auf deine Anforderungen.
Was ist der Unterschied zwischen Powerbank und Powerstation?
Eine Powerbank ist ein kleiner, tragbarer Akku mit USB-Anschlüssen – perfekt für Smartphones und Tablets unterwegs. Kapazitäten liegen typischerweise zwischen 10.000 und 30.000 mAh (ca. 37-111 Wh).
Eine Powerstation hingegen ist deutlich größer und leistungsstärker. Sie bietet nicht nur USB-Anschlüsse, sondern auch AC-Steckdosen wie zuhause, DC-Ausgänge und oft auch Schnellladeanschlüsse. Mit Kapazitäten von 500 bis über 3.600 Wh und Ausgangsleistungen bis zu 3.600 Watt kannst du damit echte Haushaltsgeräte betreiben – vom Laptop über die Kühlbox bis zum Wasserkocher.
Kurz gesagt: Powerbanks laden Handys, Powerstations versorgen ganze Geräteflotten mit Strom.
Wie sicher ist die Anwendung einer mobilen Powerstation?
Moderne Powerstations sind mit umfangreichen Sicherheitssystemen ausgestattet. Dazu gehören Überladeschutz, Tiefentladeschutz, Kurzschlussschutz und Temperaturüberwachung. Hochwertige Modelle verwenden ein Battery Management System (BMS), das alle Zellen permanent überwacht.
LiFePO4-Akkus gelten als besonders sicher, da sie thermisch stabiler sind als herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen. Sie neigen weniger zum gefürchteten "Thermal Runaway" – also dem unkontrollierten Überhitzen.
Grundregeln für sicheren Betrieb: Nicht in praller Sonne oder bei extremer Kälte laden, regelmäßig auf Beschädigungen prüfen, nur Original-Ladegeräte verwenden und die maximale Belastung nicht dauerhaft ausreizen.
Die wichtigsten Kriterien beim Kauf einer mobilen Powerstation
Kapazität der Powerstation: Wie viel Speicher brauchst du?
Je größer die Kapazität, desto länger kannst du Geräte betreiben – aber auch desto schwerer und teurer wird das Gerät. Für ein Wochenende beim Camping reichen oft 500-1.000 Wh. Wer mehrere Geräte gleichzeitig oder leistungsstarke Elektrogeräte nutzen will, sollte mindestens 2.000 Wh einplanen.
Eine kleinere Powerstation mit 300-500 Wh eignet sich perfekt für Smartphones, Laptops und LED-Beleuchtung. Modelle wie der Jackery Explorer 500 sind hier eine solide Wahl. Für den Einsatz als Energiespeicher im Heimbereich oder zur Notstromversorgung solltest du eher zu Geräten wie dem EcoFlow Delta Pro oder Bluetti AC200 Max greifen.
Gewicht der Powerstation und Handhabung
Das Gewicht variiert enorm: Von kompakten 5 Kilogramm bei kleinen Modellen bis hin zu über 45 Kilogramm bei der schwersten Powerstation in unserem Test. Wenn du das Gerät oft transportieren musst, ist die Handhabung entscheidend. Manche Hersteller statten ihre Geräte mit Griff und Rollen aus – ein echtes Plus bei schweren Modellen.
Tipp: Achte nicht nur auf das Gewicht, sondern auch auf die Abmessungen. Ein kompakt gebautes Gerät lässt sich besser im Auto verstauen als ein sperriger Würfel.
Anschlüsse: AC, DC und USB-Optionen im Überblick
Moderne Powerstations bieten eine Vielzahl von Geräten Anschlussmöglichkeiten: AC-Steckdosen für normale Haushaltsgeräte, USB-A- und USB-C-Ports für Smartphones und Tablets, sowie DC-Ausgänge wie den klassischen Zigarettenanzünder. Je mehr Anschlüsse, desto mehr Geräte kannst du gleichzeitig mit Strom versorgen.
Besonders praktisch: Einige Modelle verfügen über eine Ladefläche auf der Oberseite für kabelloses Laden von Smartphones. Der Anker Solix bietet hier beispielsweise eine integrierte Qi-Ladefläche.
Wie lange hält eine Powerstation und wie lade ich sie auf?
Eine gute Powerstation lässt sich flexibel aufladen: Über die Steckdose zuhause, per Solarpanel oder sogar während der Fahrt über den Zigarettenanzünder. Die Ladeleistung unterscheidet sich dabei erheblich.
Spitzenreiter wie der EcoFlow Delta 2 können mit bis zu 1.200 Watt aufgeladen werden und sind damit in unter einer Stunde von 0 auf 80% geladen. Bei anderen Modellen dauert die vollständige Aufladung mehrere Stunden. Für den Einsatz mit Solarmodulen ist die maximale Solareingangsleistung entscheidend – hier reicht das Spektrum von 100 Watt bei kleinen Geräten bis zu 400 Watt und mehr bei Premium-Modellen.
Kann man eine Powerstation während des Betriebs aufladen?
Ja, die meisten modernen Powerstations unterstützen sogenanntes Pass-Through-Charging. Das bedeutet: Du kannst Geräte anschließen und gleichzeitig die Powerstation selbst aufladen – etwa per Solarpanel tagsüber, während du dein Laptop nutzt.
Allerdings gibt es Einschränkungen: Die Ladegeschwindigkeit kann reduziert sein, und bei einigen Modellen wird der Akku stärker beansprucht. Premium-Geräte wie der EcoFlow Delta 2 oder Bluetti AC200 Max sind dafür optimiert und erlauben echtes Durchladen ohne Leistungseinbußen.
Erweiterbarkeit des Energiespeichers
Ein Trend bei aktuellen Powerstations: Modular erweiterbare Systeme. Der EcoFlow Delta Pro lässt sich beispielsweise mit Zusatzakkus auf bis zu 25.000 Wh erweitern – genug, um ein ganzes Haus tagelang mit Strom zu versorgen. Auch der Bluetti AC300 ist erweiterbar und kann mit externen Batteriemodulen kombiniert werden.
Diese Flexibilität macht die Geräte zukunftssicher: Du startest mit der Basiseinheit und rüstest bei Bedarf nach.
Wie lange halten die Akkus und welche Batterietypen gibt es?
Die Akku-Lebensdauer hängt stark vom verbauten Batterietyp ab. Es gibt zwei Haupttypen:
Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion): Klassische Technologie mit 500-1.000 Ladezyklen. Nach dieser Zeit hat der Akku noch etwa 80% seiner ursprünglichen Kapazität. Vorteile: Günstiger, leichter bei gleicher Kapazität.
LiFePO4-Akkus (Lithium-Eisenphosphat): Modernere Technologie mit 3.000-5.000 Ladezyklen. Deutlich langlebiger, sicherer und temperaturstabiler. Nachteile: Schwerer und teurer.
Bei täglicher Nutzung hält ein LiFePO4-Akku also rund 10 Jahre, ein Li-Ion-Akku etwa 2-3 Jahre. Für häufigen Einsatz oder als Heimspeicher lohnt sich LiFePO4 definitiv.
Tragbare Powerstations im Test: Die besten Modelle getestet
Wir haben die wichtigsten Marken unter die Lupe genommen. Hier sind die Ergebnisse unserer Tester:
EcoFlow Delta 2 – Der vielseitige Testsieger
Der EcoFlow Delta 2 hat sich in unserem Test als echter Allrounder bewiesen. Mit einer Kapazität von 1.024 Wh und einer beeindruckenden Ausgangsleistung von 1.800 Watt (kurzzeitig bis 2.700 Watt dank X-Boost) kannst du selbst anspruchsvolle Haushaltsgeräte betreiben.
Die Schnellladefunktion ist ein echter Gamechanger: In nur 50 Minuten ist das Gerät zu 80% aufgeladen. Das Gewicht von etwa 12 Kilogramm geht für diese Leistungsklasse absolut in Ordnung. Per Smartphone-App lässt sich der Delta 2 bequem steuern und überwachen. Die UVP liegt bei rund 1.200 Euro.
Jackery Explorer 1000 Pro – Solide Mittelklasse
Der Jackery Explorer 1000 ist seit Jahren ein Klassiker unter den tragbaren Powerstations. Mit 1.002 Wh Kapazität und 1.000 Watt Dauerleistung eignet er sich perfekt fürs Camping oder als Backup für kürzere Stromausfälle.
Besonders gut: Die Verarbeitungsqualität und das intuitive Design. Jackery-Geräte sind bekannt für ihre Zuverlässigkeit. Die Ladezeit über Solarpanels ist allerdings etwas langsamer als bei der Konkurrenz.
Jackery Explorer 2000 Plus mit 2.400 Watt – Für Power-User
Wer mehr Power braucht, greift zum Jackery Explorer 2000 Plus. Mit 2.042 Wh und 2.400 Watt Leistung spielt dieses Modell in der Oberliga mit. Das System ist erweiterbar auf bis zu 12.000 Wh – perfekt für längere Outdoor-Aufenthalte oder als ernstzunehmende Notstromversorgung.
Der LiFePO4-Akku verspricht über 3.000 Ladezyklen und damit eine deutlich längere Laufzeit als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus.
EcoFlow Delta Pro mit 3.600 Wh – Das Kraftpaket
Der EcoFlow Delta Pro ist die Speerspitze im EcoFlow-Sortiment. Mit 3.600 Wh Kapazität und einer Maximalleistung von 3.600 Watt bewältigt diese tragbare Powerstation praktisch jede Aufgabe. Ein Elektroherd? Kein Problem. Eine Klimaanlage? Machbar.
Das Gewicht von 45 Kilogramm macht klar: Der Delta Pro ist die schwerste Powerstation im Vergleich und nicht für den schnellen Transport gedacht. Dafür gibt es Rollen und einen ausziehbaren Griff. Der Preis liegt bei etwa 3.500-4.000 Euro.
EcoFlow Delta 3 Plus – Neuestes Modell im Test
Der brandneue EcoFlow Delta 3 Plus kombiniert 1.800 Wh Kapazität mit verbesserter Effizienz. Die verbaute Akkutechnologie basiert auf LFP-Zellen mit 3.000+ Zyklen Lebensdauer. Besonders beeindruckend: Die Solareingangsleistung von bis zu 500 Watt ermöglicht eine schnelle Aufladung auch abseits des Stromnetzes.
Bluetti AC200 Max – Leistungsstark und erweiterbar
Bluetti hat sich als starke Alternative zu EcoFlow etabliert. Der AC200 Max bietet 2.048 Wh Kapazität und ist auf bis zu 8.192 Wh erweiterbar. Mit 2.200 Watt Dauerleistung liegt er im oberen Mittelfeld.
Die USB-Anschlüsse sind reichlich vorhanden: Neben Standard-USB-A gibt es mehrere USB-C-Ports mit Power Delivery. Auch kabellose Ladepads sind integriert. Die Smartphone-App zur Steuerung funktioniert zuverlässig.
Anker Solix C1000 – Der Newcomer
Anker ist bekannt für zuverlässige Ladegeräte – und der Anker Solix C1000 überträgt diese Qualität auf den Powerstation-Markt. Mit 1.056 Wh und 1.800 Watt Leistung positioniert er sich als direkter Konkurrent zum EcoFlow Delta 2.
Besonderheit: Die bidirektionale Ladefunktion erlaubt auch das Einspeisen ins Hausnetz – perfekt für den Einsatz als Energiespeicher in Kombination mit einer Balkonkraftwerk-Anlage.
Jackery Explorer 500 – Kompaktes Einstiegsmodell
Der Jackery Explorer 500 ist der perfekte Einstieg in die Welt der mobilen Powerstations. Mit 518 Wh Kapazität und 500 Watt Ausgangsleistung reicht er für Smartphones, Laptops, Drohnen und kleinere Campinggeräte.
Das Gewicht von nur 6 Kilogramm macht ihn extrem mobil. Ideal für Tagesausflüge, Festivals oder als Notfall-Backup. Der Preis liegt bei etwa 500-600 Euro – ein fairer Einstiegspreis für solide Qualität.
EcoFlow River 2 Max – Kompakt und mobil
Wer eine wirklich kompakte Lösung sucht, wird beim EcoFlow River 2 Max fündig. Mit 512 Wh und knapp 7 Kilogramm ist dieses Modell ideal für Tagesausflüge, als Laptop-Backup oder für kleinere Campingtrips.
Die 500 Watt Ausgangsleistung reichen für die meisten Kleingeräte. Größere Elektrogeräte sind damit allerdings nicht zu betreiben.
Kann man mit einer Powerstation einen Kühlschrank betreiben und welche Geräte kann ich damit aufladen?
Smartphones, Laptops und Kleingeräte
Selbst die kleinste Powerstation versorgt Smartphones, Tablets, Laptops, Kameras und LED-Lampen problemlos. Ein Smartphone mit 4.000 mAh Akku lässt sich mit einer 500-Wh-Powerstation etwa 30-40 Mal vollständig laden. Ein Laptop mit 60 Wh Akku schafft rund 7-8 Ladungen.
Kann man mit einer Powerstation einen Kühlschrank betreiben?
Ja, aber es kommt auf die Größe an. Eine Camping-Kühlbox mit 50 Watt Kompressor läuft an einer 1.000-Wh-Powerstation etwa 15-17 Stunden. Ein normaler Haushaltskühlschrank verbraucht im Schnitt 100-150 Watt – hier reicht eine große Powerstation wie der EcoFlow Delta Pro für 20-30 Stunden.
Wichtig: Kühlschränke haben beim Anlaufen einen kurzzeitigen Spitzenverbrauch (Anlaufstrom), der das 3-5-fache des Normalverbrauchs betragen kann. Deine Powerstation braucht also genug Reserven bei der Maximalleistung.
Kaffeemaschine, Wasserkocher und Heizgeräte
Hier wird es anspruchsvoll. Ein Wasserkocher zieht typischerweise 1.800-2.400 Watt, eine Kaffeemaschine 800-1.500 Watt. Das schaffen nur die leistungsstarken Modelle ab 2.000 Watt Ausgangsleistung.
Der EcoFlow Delta Pro (3.600 Watt) oder Jackery Explorer 2000 Plus (2.400 Watt) meistern auch diese Geräte. Allerdings: Ein Wasserkocher leert eine 2.000-Wh-Batterie in weniger als einer Stunde. Für gelegentlichen Einsatz beim Camping okay, für Dauerbetrieb nicht gedacht.
Elektrowerkzeuge und Gartengeräte
Bohrmaschinen, Stichsägen oder Winkelschleifer lassen sich mit leistungsstarken Powerstations betreiben. Achte auf die Watt-Angabe deines Werkzeugs und plane Reserven ein. Eine 1.500-Watt-Kreissäge braucht eine Powerstation mit mindestens 2.000 Watt Ausgangsleistung wegen des Anlaufstroms.
Einsatzbereiche: Vom Camping bis zur Notstromversorgung
Tragbare Powerstations beim Camping und Outdoor
Fürs Camping sind mobile Powerstations wie geschaffen. Du kannst Kühlbox, Beleuchtung, Handys und Laptops stunden lang betreiben – ohne Lärm und ohne auf einen Stromanschluss angewiesen zu sein. In Kombination mit Solarpanels bist du komplett autark.
Praktisches Rechenbeispiel: Eine 1.000-Wh-Powerstation kann eine 50-Watt-Kühlbox etwa 15-17 Stunden betreiben (abzüglich Umwandlungsverluste). Mit einem 100-Watt-Solarpanel kannst du tagsüber teilweise nachladen und so die Laufzeit deutlich verlängern.
Homeoffice und mobiles Arbeiten
Arbeiten im Garten, auf dem Balkon oder unterwegs? Mit einer Powerstation versorgst du Laptop, Monitor und Router problemlos. Eine Kapazität von 500-1.000 Wh reicht locker für einen ganzen Arbeitstag.
Tipp: Achte auf genügend USB-C-Anschlüsse mit Power Delivery für schnelles Laden moderner Laptops.
Notstromversorgung für Zuhause
Spätestens seit den Diskussionen um mögliche Blackouts haben viele Menschen das Thema Notstromversorgung auf dem Schirm. Große Powerstations wie der EcoFlow Delta Pro oder Jackery Explorer 2000 können bei einem Stromausfall die wichtigsten Geräte versorgen: Kühlschrank, Heizungspumpe, Router, Beleuchtung.
Der Vorteil gegenüber einem klassischen Notstromaggregat: Kein Benzinvorrat nötig, keine Abgase, sofort einsatzbereit. Allerdings ist die Kapazität begrenzt – für mehrtägige Stromausfälle bräuchtest du entweder ein erweitertes System oder Solarmodule zur Nachladung.
Einsatz als Energiespeicher mit Solaranlage
Ein spannender Einsatzbereich: Powerstations als Ergänzung zu Balkonkraftwerken oder kleinen Solaranlagen. Du lädst die Batterie tagsüber mit überschüssigem Solarstrom und nutzt die Energie abends.
Modelle wie der Anker Solix oder EcoFlow Delta Pro unterstützen bidirektionales Laden und können theoretisch sogar ins Hausnetz einspeisen. Die Wirtschaftlichkeit hängt davon ab, wie viel Solarstrom du selbst nutzen kannst.
FAQ: Häufige Fragen zu mobilen Powerstations
Wie lange kann eine Powerstation ein Gerät betreiben?
Das hängt davon ab, wie groß die Kapazität der Powerstation ist und wie viel Leistung dein Gerät verbraucht. Die Formel ist einfach: Kapazität (Wh) geteilt durch Leistung des Geräts (W) ergibt die theoretische Laufzeit in Stunden. Eine 1.000-Wh-Powerstation betreibt ein 50-Watt-Gerät also etwa 20 Stunden – in der Praxis eher 16-17 Stunden wegen der Effizienz des Wechselrichters.
Wie lange dauert es, eine Powerstation vollständig aufzuladen?
Die Ladedauer variiert stark je nach Modell und Lademethode. Schnelllader wie der EcoFlow Delta 2 schaffen 0-80% in unter einer Stunde über die Steckdose. Andere Geräte brauchen 4-8 Stunden für eine vollständige Ladung. Per Solarpanel hängt es von der Sonneneinstrahlung und der maximalen Solareingangsleistung ab – rechne hier mit 4-12 Stunden je nach Bedingungen.
Sind LiFePO4-Akkus besser als Lithium-Ionen?
LiFePO4-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) gelten als sicherer und langlebiger. Sie überstehen 3.000-5.000 Ladezyklen, während klassische Lithium-Ionen-Akkus oft nur 500-1.000 Zyklen schaffen. Außerdem sind LiFePO4-Zellen weniger anfällig für thermisches Durchgehen. Der Nachteil: Sie sind etwas schwerer bei gleicher Kapazität. Für den stationären Einsatz oder häufige Nutzung sind sie aber klar die bessere Wahl.
Kann ich eine Powerstation im Winter draußen nutzen?
Grundsätzlich ja, aber mit Einschränkungen. Die meisten Powerstations arbeiten zuverlässig bei Temperaturen zwischen 0 und 40 Grad Celsius. Bei Minusgraden sinkt die verfügbare Kapazität deutlich – teilweise auf 70-80% des Normalwerts. Laden bei Frost ist problematisch und kann den Akku beschädigen. Halte das Gerät im Winter möglichst temperiert oder nutze Modelle mit integrierter Batterieheizung.
Welches Solarpanel passt zu meiner Powerstation?
Achte auf die maximale Solareingangsleistung deiner Powerstation. Ein Gerät, das maximal 120 Watt Solar akzeptiert, profitiert nicht von einem 400-Watt-Panel. Die Spannung muss ebenfalls passen – die meisten Powerstations akzeptieren 12-48V DC. Faltbare Solarpanels sind praktisch für unterwegs, fest montierte Panels effizienter für stationären Einsatz. Marken wie EcoFlow, Jackery und Bluetti bieten passende Panels im Lieferumfang oder als Zubehör an.
Lohnt sich der Kauf einer teuren Powerstation?
Das kommt auf deine Nutzung an. Für gelegentliches Camping oder als Backup bei kurzen Stromausfällen reicht oft ein günstigeres Modell im Bereich 500-800 Euro. Wer die Powerstation regelmäßig und intensiv nutzt, profitiert von der besseren Akkuqualität, schnelleren Ladezeiten und umfangreicheren Funktionen der Premium-Modelle. Die Erweiterbarkeit kann langfristig günstiger sein als ein Neukauf.
Wie laut ist eine Powerstation im Betrieb?
Der große Vorteil gegenüber Benzin-Generatoren: Powerstations sind extrem leise. Im Normalbetrieb hörst du maximal den Lüfter, der bei höherer Last anspringt – vergleichbar mit einem Laptop unter Volllast (30-50 dB). Viele Modelle sind bei geringer Belastung praktisch lautlos. Perfekt fürs Camping, wo Nachbarn keinen Generator-Lärm hören wollen.
Fazit: Welche mobile Powerstation ist die beste und passt zu deinen Bedürfnissen?
Mobile Powerstations haben sich 2025 zu echten Multitalenten entwickelt. Von der kompakten Lösung für den Tagesausflug bis zum leistungsstarken Heimspeicher ist für jeden Bedarf etwas dabei.
Unser Testsieger ist der EcoFlow Delta 2 – er bietet das beste Gesamtpaket aus Leistung, Kapazität, Ladegeschwindigkeit und Preis. Für maximale Power greifst du zum EcoFlow Delta Pro oder Jackery Explorer 2000 Plus. Wer es kompakt und mobil mag, ist mit dem EcoFlow River 2 Max oder Jackery Explorer 500 gut beraten.
Kurzempfehlung nach Einsatzzweck:
Tagesausflüge und Laptops: EcoFlow River 2 Max oder Jackery Explorer 500 (500-600 Wh, unter 10 kg)
Camping-Wochenende: EcoFlow Delta 2 oder Anker Solix C1000 (ca. 1.000 Wh, 10-15 kg)
Längere Trips und Notstrom: Jackery Explorer 2000 Plus oder Bluetti AC200 Max (2.000+ Wh, erweiterbar)
Heimspeicher und maximale Power: EcoFlow Delta Pro (3.600 Wh, bis 25.000 Wh erweiterbar)
Überlege dir vor dem Kauf genau, welche Geräte du betreiben willst und wie oft du die Powerstation transportieren musst. Dann findest du garantiert das passende Modell für deine Anforderungen.
Tipp zum Schluss: Warte auf Angebote! Powerstations werden regelmäßig reduziert – besonders zum Black Friday, Prime Day oder in Aktionswochen der Hersteller kannst du oft 20-30% sparen.