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Online-Shopping: So erkennst du nachhaltige Produkte und Unternehmen

Foto: greenya.de

Du möchtest nachhaltig handelnde Unternehmen durch dein Konsumverhalten unterstützen? Das ist prima. Aber nicht immer einfach. Denn Nachhaltigkeit ist mittlerweile vielen Menschen wichtig und das wissen auch die Unternehmen. Entsprechend stellen sie sich gern als nachhaltig dar, um damit zu werben. Ob sie es auch wirklich sind oder ob es sich um bloßes „Greenwashing“ handelt, ist eine andere Frage. Wie also erkennst du, ob ein Unternehmen es wirklich ernst meint mit der Nachhaltigkeit? Diese Tipps können dir dabei helfen:

Kenne die wichtigsten Siegel

Produkte werden gern mit Qualitäts- und Gütesiegeln beworben, denn die wirken vertrauenerweckend. Aber nicht alle Siegel sind aussagekräftig. Denn was ein Siegel aussagen muss, ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Unternehmen können also prinzipiell auch einfach Siegel selbst erfinden und auf ihre Produkte drucken.

Es gibt allerdings vertrauenswürdige Siegel, die tatsächlich an feste Kriterien gebunden sind.

Die wichtigsten verlässlichen Siegel in Sachen Nachhaltigkeit solltest du deshalb kennen. Dazu gehören unter anderem das Bio-Siegel nach EG-Ökoverordnung, das Fairtrade-Siegel und das Ohne-Gentechnik-Siegel. Auch die Siegel von Verbänden wie Demeter oder Bioland können aufschlussreich sein. Deren Vorgaben sind vielfach noch deutlich strenger als die der EG-Ökoverordnung.

Nicht täuschen lassen

Ein Produkt nachhaltig erscheinen zu lassen, ist gar nicht so schwer. Neben den bereits genannten Schein-Siegeln hilft dabei oft schlicht und einfach eine schöne grüne Verpackung und eine Angabe wie „Aus kontrolliertem Anbau“. Auch Begriffe wie „naturnah“, „integriert“ oder „alternativ“ werden gern verwendet. Geschützte Begriffe sind das nicht und diese sagen entsprechend wenig bis gar nichts aus.

Lediglich die Begriffe „ökologisch“, „öko“, „biologisch“, „bio“ und „aus kontrolliert ökologischem/biologischem Anbau“ sind geschützte Formulierungen, die nicht frei verwendet werden dürfen und tatsächlich an gewisse Anforderungen gebunden sind. Genau hinschauen lohnt sich also, wenn du nicht auf „Mogelpackungen“ hereinfallen willst.

Öffentliches Auftreten beobachten und konkrete Maßnahmen recherchieren

Finde heraus, ob ein Unternehmen wirklich für seine Werte einsteht. Das erfordert manchmal ein wenig Recherche und die klappt über das Internet sehr gut. Ein Blick auf die Unternehmenswebseite kann beispielsweise zeigen, ob Nachhaltigkeit hier wirklich schon länger zum Kerngeschäft gehört oder ob sie eher nebenbei für das Marketing eingebaut wurde. Unternehmen, die es mit der Nachhaltigkeit wirklich ernst meinen, legen oft sehr detailliert dar, was ihre Nachhaltigkeitsziele sind und wie sie sie erreichen wollen. Dabei sollte es um alle Unternehmensbereiche gehen. Ein Beispiel dafür ist Österreichs größter Fotobuch-Produzent: Dort finden sich auf der Website die 4 Säulen der Nachhaltigkeit bei HappyFoto und es wird ausführlich erklärt, wie das Unternehmen seinen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Zudem gibt es einen jährlichen Umweltbericht zum Download. Neben der Unternehmenswebseite können natürlich auch Erfahrungsberichte, Newsartikel oder spezielle Bewertungswebseiten weiterhelfen.

CSR-Ranking prüfen

CSR steht für „Corporate Social Responsibility“ und bezieht sich auf das soziale, ethische und ökologische Handeln von Unternehmen. Seit 2017 sind große Unternehmen dazu verpflichtet, hierzu nach bestimmten Vorgaben transparente Berichte vorzulegen, beispielsweise die BMW Group. Viele Unternehmen veröffentlichen diese auch auf ihren Webseiten. Im sogenannten IÖW-future-Ranking werden die Berichte bewertet und gerankt. Auch das CSR-Ranking bietet damit Hinweise auf das Engagement von Unternehmen. Kritisch zu hinterfragen und genau hinzuschauen, ist allerdings auch hier empfehlenswert.
 

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