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Pollenflug aktuell in Deutschland: Pollenflugvorhersage und Pollenflugkalender 2026

Eine junge Geschäftsfrau, die draußen eine Kaffeepause macht, niest aufgrund einer Allergie oder einer Erkältung in ihren Ellbogen. null

Rund 15 % der Erwachsenen in Deutschland leiden an Heuschnupfen – das sind über 12 Millionen Betroffene. Die Pollensaison 2026 startete so früh wie selten zuvor: Bereits im Dezember 2025 flogen erste Hasel- und Erlenpollen. Hier erfährst du, welche Pollen aktuell fliegen, wie du die Pollenflugvorhersage für deine Region nutzt und welche Maßnahmen Allergikern helfen.

Auf den Punkt gebracht

  • Die Pollensaison in Deutschland dauert von Januar bis Oktober – der Klimawandel verlängert sie um durchschnittlich 0,9 Tage pro Jahr

  • Hasel und Erle eröffnen die Saison ab Januar, Birke folgt im April, Gräser dominieren von Mai bis August

  • Als starke Pollenbelastung gelten Tagesmittelwerte von über 100 Pollen pro Kubikmeter Luft (Birke: ab 50, Ambrosia: ab 10)

  • Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) betreibt über 30 Messstationen und liefert die wissenschaftliche Grundlage für Pollenflugvorhersagen

  • Antihistaminika wie Cetirizin oder Loratadin lindern akute Beschwerden – eine Hyposensibilisierung ist die einzige ursächliche Therapie

  • Laut einer Zi-Studie stieg die Zahl der Heuschnupfen-Diagnosen zwischen 2010 und 2019 um 19 %

Welche Pollen fliegen aktuell in Deutschland?

Der Pollenflug aktuell in Deutschland hängt von der Jahreszeit, der Wettervorhersage und dem jeweiligen Ort ab. Im März 2026 fliegen Hasel- und Erlenpollen mit voller Intensität – an vielen Orten in Süd- und Westdeutschland erreichen beide Pollenarten bereits Spitzenwerte. Im Nordosten setzen die Symptome bei Allergikern erst mit steigenden Temperaturen ein. Erste Eschenpollen und vereinzelte Birkenpollen sind ebenfalls in der Luft.

Laut der aktuellen Wochenprognose der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) vom 25. Februar 2026 hat sich die Wetterlage grundlegend umgestellt. Milde Atlantikluft ließ den Frost aus ganz Deutschland weichen, sodass die Pollenflugsaison nun auch im Nordosten Fahrt aufnimmt. Pappel- und Ulmenpollen sind bisher auf den Südwesten und äußersten Westen beschränkt, wo in Tieflagen bereits geringe bis mäßige Konzentrationen gemessen werden.

Welche acht Pflanzen lösen die meisten Pollenallergien aus?

Die Pollenflugvorhersage für Deutschland konzentriert sich auf acht allergieauslösende Pflanzen, die für den Großteil aller Symptome verantwortlich sind. Diese acht Pollenarten bilden die Grundlage des Pollenflug-Gefahrenindex: Hasel, Erle, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stuft die Pollenflugbelastung in vier Kategorien ein: keine, schwache, mäßige und starke Belastung.

Jede Pflanze hat eigene Schwellenwerte für die Belastungsintensität. Bei Gräsern gelten über 100 Pollen pro Kubikmeter Luft als starke Belastung. Bei Birkenpollen reichen bereits 50 Pollen pro Kubikmeter für die höchste Stufe. Ambrosia und Beifuß lösen schon ab 10 Pollen pro Kubikmeter starke allergische Reaktionen aus – das macht Ambrosia zu einer der aggressivsten allergieauslösenden Pflanzen in Deutschland. Wer seine Symptome einem bestimmten Pollenkalender-Monat zuordnen kann, findet besonders schnell den passenden Auslöser.

Welche Pollen fliegen heute in meiner Region?

Der Pollenflug ist regional unterschiedlich und variiert in Deutschland je nach geografischer Lage erheblich. In wärmeren Regionen wie dem Oberrheingraben, dem Breisgau und der Bodenseeregion beginnt die Saison oft schon Anfang Januar mit ersten Hasel- und Erlenpollen. Die sogenannte Blühfront schreitet dann von Südwest nach Nordost voran – ein Prozess, der mehrere Wochen dauern kann. Wer wissen will, welche Pollen heute in seiner Region fliegen, nutzt am besten die tagesaktuelle Pollenflug-Vorhersage des DWD oder der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst.

Küstenregionen an Nord- und Ostsee profitieren vom stetigen Seewind, der die Pollenkonzentration in der Luft deutlich reduziert. Ländliche Gebiete mit vielen Wiesen und Feldern weisen dagegen höhere Gräserpollenkonzentrationen auf als Städte. Laut der Versorgungsatlas-Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) lag die Heuschnupfen-Häufigkeit 2019 in kreisfreien Großstädten bei 7,8 %, in dünn besiedelten ländlichen Kreisen nur bei 6,6 %. Viele Pollenflug-Apps ermöglichen eine Übersicht nach Postleitzahl, sodass du die Belastung für deinen Ort tagesaktuell prüfen kannst.

Pollenflugkalender nutzen: Wann beginnt der Pollenflug und welche Pollen fliegen wann?

Der Pollenkalender zeigt die typischen Blütezeiten der wichtigsten allergieauslösenden Bäume, Gräser und Kräuter in Deutschland – Monat für Monat von Januar bis Oktober. Der Beginn des Pollenflugs hängt vor allem von der Temperatur ab: In milden Wintern starten Frühblüher wie Hasel und Erle schon im Dezember oder Januar. In kalten Wintern verzögert sich der Start bis Februar oder März. Ab April dominiert die Birke, ab Mai übernehmen Gräser und Roggen. Den Abschluss bilden Beifuß und Ambrosia im Spätsommer. Der Pollenflugkalender hilft dir, anhand von Datum und Monat den jeweiligen Auslöser deiner Beschwerden einzugrenzen.

So nutzt du den Pollenflugkalender richtig: Lies ihn wie eine Tabelle – in der ersten Spalte stehen die Pollenarten, in der ersten Zeile die Monate. Farbmarkierungen zeigen Vor-, Haupt- und Nachblüte an. Hasel und Erle fliegen von Januar bis März, wobei die Hauptblüte je nach Region im Februar oder März liegt. Die Birke erreicht ihren Höhepunkt im April und ist einer der stärksten Allergieauslöser unter den Bäumen. Die Esche blüht parallel zur Birke von März bis Mai. Ab Mai setzen die Gräserpollen ein – sie zählen zu den häufigsten Auslösern und fliegen bis in den August. Roggen hat seine Hauptblüte im Mai und Juni. Beifuß verbreitet seine Pollen von Juli bis September, während die hochallergene Ambrosia von August bis Oktober durch die Luft fliegt. Der Zeitraum der Pollenflugsaison verschiebt sich durch den Klimawandel zunehmend nach vorne – das ganze Jahr über ist mittlerweile Pollenflug möglich.

Welche Faktoren beeinflussen den Pollenflug? Wetter, Klima und Vorhersage

Das Wetter ist der wichtigste kurzfristige Einflussfaktor auf den Pollenflug – der Zusammenhang zwischen Wettervorhersage und Pollenflug-Vorhersage ist direkt. Bei trockenem, sonnigem und warmem Wetter steigt die Pollenbelastung deutlich an: Pflanzen geben mehr Blütenstaub ab, und die warme Luft trägt ihn über weite Strecken. Allergiker sind an solchen Tagen besonders stark belastet. Regen dagegen wirkt wie eine natürliche Waschung – er spült Pollen aus der Luft und verschafft eine Atempause.

Neben dem Wetter spielen weitere Faktoren eine Rolle. Wind wirbelt bei Ostlagen nicht nur Pollen, sondern auch Feinstaub auf. Bei lang anhaltenden Hochdruckwetterlagen kommen erhöhte Ozonwerte hinzu, die Atemwegsbeschwerden zusätzlich verstärken – durch Pollen ausgelöste Symptome werden so verschlimmert. Der Standort beeinflusst die Belastung ebenfalls: In Städten konzentrieren sich Pollen stärker an Straßenschluchten, auf dem Land sind Morgen- und Mittagsstunden am problematischsten. Kühle Temperaturen verzögern den Pollenflug, da viele Pflanzen ihre Pollen erst ab bestimmten Schwellenwerten freisetzen. Die Pollenflugvorhersage für Deutschland wird täglich aktualisiert – viele Dienste bieten auch eine 3-Tages-Prognose für einzelne Orte und Postleitzahlen an.

Wie verändert der Klimawandel die Pollensaison langfristig?

Der Klimawandel verlängert die Pollensaison und verstärkt die Pollenbelastung für Allergiker in Deutschland. Laut dem Bundesumweltministerium (BMUKN) beginnt die Vegetation durch mildere Winter früher zu blühen, und die Pollenflugzeiten dehnen sich immer weiter aus. Bäume wie Hasel, Erle und Birke setzen ihre Pollen besonders früh frei. Forscher beobachten seit Jahren, dass sich der Blühbeginn nach vorne verlagert und der Pollenflug im Herbst länger andauert.

Eine globale Studie zeigt: Die Dauer der Pollensaison nimmt durchschnittlich um 0,9 Tage pro Jahr zu. Für Deutschland bedeutet das konkret, dass Pollenflug mittlerweile das ganze Jahr über möglich ist. Im Dezember 2025 wurden bereits erste Hasel- und Purpurerlenpollen gemessen – so früh wie noch vor zehn Jahren undenkbar. Die fünf wärmsten Jahre seit 1880 traten laut Deutschem Wetterdienst alle erst kürzlich auf.

Welche neuen allergenen Pflanzen breiten sich durch den Klimawandel aus?

Durch den Klimawandel siedeln sich neue allergene Pflanzen in Deutschland an. Die aus Nordamerika stammende Ambrosia (Beifuß-Ambrosie) bereitet zunehmend Probleme. Bereits 6 Pollenkörnchen pro Kubikmeter Luft reichen bei Ambrosia für allergische Reaktionen – bei Gräsern sind 50 nötig. Eine einzelne Ambrosia-Pflanze kann bis zu eine Milliarde Pollen freisetzen.

Das Glaskraut, das aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland einwandert, stellt eine weitere Bedrohung dar: In seinen Hauptverbreitungsgebieten reagieren rund 80 % der Allergiker auf seine Pollen. Das Glaskraut blüht nahezu ganzjährig mit Spitzen im Frühling und November. Mit steigenden Temperaturen werden sich beide Pflanzen in Deutschland weiter ausbreiten – Allergiker sollten diese Entwicklung im Blick behalten.

Heuschnupfen-Symptome erkennen und behandeln: Was hilft Allergikern?

Die typischen Heuschnupfen-Symptome sind Niesattacken, eine laufende oder verstopfte Nase, tränende und juckende Augen sowie Juckreiz am Gaumen. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen. Gegen diese Beschwerden stehen drei Therapieansätze zur Verfügung: Allergenvermeidung (Pollen meiden), symptomatische Behandlung mit Medikamenten und die ursächliche Hyposensibilisierung. Antihistaminika wie Cetirizin, Loratadin oder Desloratadin gelten als Mittel der Wahl bei akuten Beschwerden wie Niesen, Juckreiz und tränenden Augen – die Wirkung tritt innerhalb einer Stunde ein. Mögliche Nebenwirkungen älterer Antihistaminika wie Müdigkeit treten bei modernen Wirkstoffen der zweiten Generation deutlich seltener auf. Kortison-Nasensprays mit Wirkstoffen wie Mometason oder Fluticason bekämpfen die Entzündung direkt vor Ort.

Die Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) ist die einzige Behandlung, die an der Ursache der Allergie ansetzt und Heuschnupfen langfristig vorbeugen kann. Sie dauert mindestens 3 Jahre und zeigt bei 70–80 % der Pollenallergiker eine deutliche Besserung der Symptome. Die Therapie kann das Risiko für allergisches Asthma senken – ein wichtiger Aspekt, denn bei bis zu 40 % der unbehandelten Heuschnupfen-Patienten erfolgt ein sogenannter Etagenwechsel zur Lunge. Trotzdem erhalten laut einer GfK-Umfrage nur 7 % der Heuschnupfen-Patienten und 5 % der Asthmatiker eine Hyposensibilisierung.

Wie kann man sich vor Pollen schützen und Beschwerden lindern?

Praktische Maßnahmen können die Pollenbelastung im Alltag spürbar reduzieren und helfen, die Wohnung weitgehend pollen frei zu halten. In der Stadt solltest du morgens zwischen 6 und 8 Uhr lüften, da die Pollenkonzentration dann am niedrigsten ist. Auf dem Land eignen sich die Abendstunden zwischen 18 und 24 Uhr besser. Frisch gewaschene Wäsche gehört während der Pollensaison nicht auf die Leine im Freien, und Kleidung sollte nach dem Heimkommen gewechselt werden.

Eine Dusche vor dem Schlafengehen entfernt Pollen aus Haaren und von der Haut. Pollenfilter im Auto und Pollenschutzgitter an Fenstern reduzieren die Belastung in geschlossenen Räumen. Setze den Pollenfilter der Klimaanlage mindestens einmal jährlich neu ein. Bei Starkregen und Gewitter empfiehlt sich besondere Vorsicht: Gewitter können Pollen aufwirbeln und zerplatzen lassen, wodurch sich die Allergenkonzentration kurzfristig vervielfacht. Wer mit Heuschnupfen reisen möchte, sollte pollenarme Regionen an der Küste oder auf Inseln bevorzugen. Pollenflug-Apps und tagesaktuelle Pollenflugvorhersagen helfen, Outdoor-Aktivitäten gezielt an Tage mit niedriger Belastung zu legen.

Warum ist eine frühzeitige Heuschnupfen-Diagnose wichtig?

Unbehandelter Heuschnupfen ist kein harmloses Saisonproblem – er kann sich zu einer chronischen Erkrankung mit ernsthaften Folgen entwickeln. Bei jedem vierten Heuschnupfen-Patienten entsteht im Laufe des Lebens allergisches Asthma. Mediziner sprechen dabei vom Etagenwechsel: Die allergische Entzündung breitet sich von den oberen Atemwegen (Nase, Augen) auf die unteren Atemwege (Bronchien, Lunge) aus. Wer allergisch auf Birkenpollen reagiert, kann durch Kreuzreaktionen auch Empfindlichkeiten gegen Äpfel, Haselnüsse oder Sellerie entwickeln.

Laut einer Auswertung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) stieg die Zahl der Heuschnupfen-Diagnosen zwischen 2011 und 2021 um 11,5 %. Besonders auffällig: In der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen wuchs die Zahl um rund ein Drittel, bei den 70- bis 74-Jährigen verdoppelte sie sich fast. Heuschnupfen ist also keine Kinderkrankheit – Neuerkrankungen sind auch im fortgeschrittenen Alter möglich.

Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes zeigt: Mehr als jeder dritte Mensch in Deutschland (36 %) leidet an einer ärztlich diagnostizierten Allergie. In 59 % der Fälle handelt es sich um Heuschnupfen. Weitere 14 % vermuten eine Allergie, ohne dass diese bisher diagnostiziert wurde. Wer typische Symptome wie Niesattacken, Fließschnupfen oder tränende Augen bemerkt, sollte sich einen Überblick verschaffen und einen Allergologen aufsuchen. Ein Pricktest oder eine Blutuntersuchung auf spezifische IgE-Antikörper bringt innerhalb weniger Tage Klarheit über den jeweiligen Auslöser.

Häufige Fragen zu Pollenflug und Heuschnupfen

Hier beantworten wir die zehn häufigsten Fragen rund um Pollenflug aktuell, den Pollenflugkalender und Heuschnupfen – von Symptomen über Behandlung bis zu Pollenflugvorhersagen für Deutschland.

Was blüht aktuell und wann ist die schlimmste Pollenflugzeit?

Der Pollenflug erreicht in Deutschland je nach Pollenart unterschiedliche Höhepunkte. Im Frühjahr 2026 blühen aktuell Hasel, Erle und erste Eschen. Birkenpollen sind im April am stärksten, Gräserpollen haben ihren Höhepunkt im Juni und Juli. Generell ist die Belastung an trockenen, sonnigen und windigen Tagen am höchsten. Die Pollensaison erstreckt sich insgesamt von Januar bis Oktober, wobei Frühblüher wie Hasel und Erle den Anfang machen und Ambrosia im Herbst den Abschluss bildet.

Pollenflug aktuell: Welche Pollen fliegen im März und April?

Im März dominieren Hasel- und Erlenpollen den Pollenflug. Erste Eschenpollen mischen sich ab Mitte März dazu. Im April übernimmt die Birke als stärkster Allergieauslöser – Birkenpollen gehören zu den aggressivsten Baumpollen und erreichen Konzentrationen von über 50 Pollen pro Kubikmeter Luft. Pappel- und Ulmenpollen treten in beiden Monaten ergänzend auf.

Kann Heuschnupfen Fieber verursachen und welche Symptome sind typisch?

Heuschnupfen selbst verursacht kein Fieber – trotz des irreführenden Namens. Treten Fieber und Gliederschmerzen auf, steckt meist eine Erkältung oder Nasennebenhöhlenentzündung dahinter, die durch die geschwächte Schleimhaut begünstigt wird. Die typischen Heuschnupfen-Symptome sind Niesattacken, Fließschnupfen, juckende und tränende Augen, Kratzen im Hals sowie Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Bei bis zu 40 % der Betroffenen erfolgt ohne Therapie ein Etagenwechsel zum allergischen Asthma mit Husten und Atemnot. Frühzeitige Behandlung mit Antihistaminika und eine Hyposensibilisierung senken dieses Risiko erheblich.

Wie ist die aktuelle Pollenflugvorhersage für Deutschland?

Die aktuelle Pollenflugvorhersage für Deutschland basiert auf Wetterdaten, historischen Pollenflugdaten und Messungen von über 30 Stationen der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Moderne Algorithmen aus dem Bereich Machine Learning berechnen daraus eine 7-Tage-Prognose für acht allergologisch relevante Pollenarten. Die Vorhersage wird einmal täglich aktualisiert und nach Bundesland und Region aufgeschlüsselt. Anfang März 2026 zeigt die aktuelle Vorhersage starken Hasel- und Erlenpollenflug in Süd- und Westdeutschland, mit zunehmender Belastung auch im Nordosten.

Nenne die besten Tipps gegen Pollenbelastung in der Wohnung

Pollenfilter an Fenstern und in der Lüftungsanlage reduzieren die Belastung um bis zu 90 %. Lüfte in der Stadt morgens zwischen 6 und 8 Uhr, auf dem Land abends ab 18 Uhr. Sauge regelmäßig mit einem HEPA-Filter-Staubsauger. Wasche Bettwäsche während der Hauptblüte wöchentlich bei 60 °C und dusche abends, um Pollen aus Haaren und von der Haut zu entfernen.

Was kostet eine Hyposensibilisierung?

Die Hyposensibilisierung wird bei gesicherter Diagnose von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen. Die Therapie kostet ohne Versicherung etwa 500–1.500 Euro pro Jahr, je nach Allergenextrakt und Verabreichungsform (Spritzen oder Tabletten). Die Behandlung dauert mindestens 3 Jahre und zeigt bei 70–80 % der Betroffenen deutliche Verbesserungen.

Welche Pollenarten lösen die meisten Allergien aus?

In Deutschland lösen vor allem Gräserpollen, Birkenpollen und Frühblüherpollen (Hasel, Erle) die meisten allergischen Reaktionen aus. Gräser sind der häufigste Auslöser insgesamt und fliegen von Mai bis August. Die Ambrosia gewinnt durch den Klimawandel zunehmend an Bedeutung – schon 6 Pollen pro Kubikmeter Luft reichen für eine allergische Reaktion.

Vergleiche Antihistaminika und Kortison-Nasenspray: Wirkung und Nebenwirkungen

Antihistaminika-Tabletten (z. B. Cetirizin, Loratadin) wirken systemisch gegen Niesreiz, Juckreiz und tränende Augen – die Wirkung tritt innerhalb von 30–60 Minuten ein. Kortison-Nasensprays (z. B. Mometason, Fluticason) wirken lokal und stärker gegen verstopfte Nase und Nasenentzündung. Für mittelstarken bis starken Heuschnupfen empfehlen Ärzte die Kombination beider Medikamente.

Wie lange dauert die Gräserpollen-Saison?

Die Gräserpollen-Saison in Deutschland dauert von Mai bis August, mit dem Höhepunkt im Juni und Juli. Roggen als wichtiger Vertreter der Getreidegräser hat seine Hauptblüte von Mai bis Juni. In warmen Jahren können vereinzelt Gräserpollen noch bis September in der Luft sein. Gräser sind der häufigste Auslöser von Pollenallergien in Deutschland.

Gibt es pollenarme Regionen in Deutschland?

Küstenregionen an Nord- und Ostsee haben durch den konstanten Seewind eine deutlich geringere Pollenbelastung als das Binnenland. Auch Inseln wie Norderney, Borkum oder Rügen gelten als pollenarm. Hochgebirgslagen über 1.500 Meter bieten traditionell Erleichterung, allerdings steigt die Pollenbelastung in den Bergen durch den Klimawandel an – die verlängerte Vegetationsperiode führt auch dort zu mehr Pollenflug.

Fazit: Pollenflug in ganz Deutschland im Blick behalten und rechtzeitig handeln

Die Pollensaison 2026 zeigt deutlich, wie stark der Klimawandel die Pollenbelastung in Deutschland verändert. Früherer Blühbeginn, längere Saison und neue Pollenarten wie Ambrosia fordern Allergiker mehr denn je. Wer seinen Pollenkalender kennt, tagesaktuelle Pollenflug-Vorhersagen nutzt und frühzeitig mit einem Allergologen über Behandlungsoptionen spricht, kann den Beschwerden vorbeugen und sie erheblich reduzieren. Die Hyposensibilisierung bietet als einzige ursächliche Therapie die Chance auf langfristige Besserung – und wird von den Krankenkassen übernommen. Seit 1997 beobachtet greenya die Entwicklungen im Gesundheits- und Nachhaltigkeitsbereich. Im greenya-Verzeichnis findest du Allergologen, Naturheilpraxen und nachhaltige Gesundheitsprodukte für ein beschwerdefreieres Leben.

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