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Propolis: Gesunder Schatz aus der Bienenwabe

Foto: Pixabay

Bienen sind uns als fleißige Insekten bekannt. Wir schätzen sie hauptsächlich für ihren Honig, der nicht nur lecker ist, sondern auch viele gesunde Eigenschaften besitzt. Bienen liefern uns aber noch mehr, zum Beispiel Propolis, das gesunde Bienenharz. Dieses Produkt ist weit weniger bekannt als Honig, hat es aber in sich. Propolis gilt als antiviral, pilzhemmend und antibakteriell und ist deshalb in der Naturheilkunde bereits sehr beliebt. Zeit, den gesunden Schatz aus der Bienenwabe mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Was ist Propolis genau?

Propolis ist ein von Bienen hergestelltes Harz, das aus bis zu 150 unterschiedlichsten Stoffen besteht. Im Bienenstock wird es von den Insekten eingesetzt, um Löcher und Ritzen abzudichten. Es gilt als wasserabweisend und speichert die Wärme im Inneren. Im Bienenstocks leben die Insekten bei circa 35 Grad auf engstem Raum - ein idealer Nährboden für Keime. Durch seine antimykotische und antivirale Wirkung soll das Propolis eingeschleppte Bakterien und Pilze hemmen und die Bienen vor Krankheiten schützen.

Die Basis von Propolis ist eine harzige Substanz von Blüten, Knospen und Bäumen, die von den Bienen vorwiegend im Spätsommer und Herbst gesammelt und in den Bienenstock verbracht wird. Dort beginnt die Weiterverarbeitung durch die Tiere, bei der das Harz mit verschiedensten Stoffen angereichert wird. Pollen, ätherische Öle und körpereigene Sekrete der Biene machen aus dem Pflanzenharz am Ende das gesunde Propolis. In kleinen Mengen kommen außerdem Vitamine, Mineralstoffe und Eiweißverbindungen vor. 

In einem Bienenstock können jährlich zwischen 50 und 500 Gramm Propolis produziert werden. Die gewonnene Menge schwankt stark, denn sie ist immer abhängig von dem Harz, das in der Umgebung der Bienen zur Verfügung steht.

Wie wird Propolis gewonnen?

Um das begehrte Harz der Bienen zu gewinnen, bringt der Imker spezielle feinmaschige Gitter im Bienenstock an. Die Zwischenräume dieser Gitter werden dann von den Insekten mit Propolis gefüllt. Für die Ernte entnimmt der Imker dann die Gitter und gefriert sie. Im gefrorenen Zustand lässt sich das Propolis einfach abklopfen und zu Pulver vermahlen. Manchmal lässt sich das Propolis auch direkt von den Rahmen des Bienenstocks abschaben. Danach wird der gewonnene Rohstoff in hochprozentigem Alkohol aufgelöst und eventuelle Verunreinigungen werden herausgefiltert.

Welche Eigenschaften hat Propolis? 

Die Farbe von Propolis unterscheidet sich je nach Zusammensetzung ein wenig und reicht von gelblich bis bräunlich. Es hat bei höheren Temperaturen eine klebrige Konsistenz und einen ätherischen Geruch. Wie auch das weitaus bekanntere Naturheilmittel Honig, enthält Propolis viele wertvolle Flavonoide, Phenole und Polysaccharide. Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe und gehören zu den Antioxidantien, die als Radikalfänger bekannt sind und somit als gesundheitsfördernd gelten. Daneben wird Propolis auch eine wundheilungsfördernde Wirkung zugesprochen.

Entscheidend für die Qualität und die Wirksamkeit von Propolis ist das Ursprungsgebiet, also die Region, in der die Inhaltsstoffe von den Bienen gesammelt wird. Wie bei vielen Naturprodukten schwankt die Zusammensetzung des Bienenharzes stark und somit ist eine standardisierte Aussage zur Wirkweise für den Menschen schwer möglich.

Anwendungsgebiete von Propolis

Propolis wird bereits seit Tausenden von Jahren genutzt. Schon bei den alten Ägyptern war das Naturprodukt sehr beliebt, dort wurde es zur Einbalsamierung von Mumien eingesetzt. In der Antike nutzten es die Menschen zur Versorgung von Wunden.

Heute sind Propolisprodukte in unterschiedlichsten Ausführungen als Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetika und Medizinprodukte auf dem Markt erhältlich. Sie werden in Form von Salben, Pulver, Sprays, Zahnpasta oder Shampoo angeboten. 

Propolisprodukte werden zum Beispiel zur Behandlung auf der Haut bei Sonnenbrand oder kleinen Schnitt- und Schürfwunden eingesetzt. Auch für die Versorgung von Aphten oder für die allgemeine Mundhygiene wird das Bienenharz gern genutzt, genauso für die Pflege von Haut und Haaren. Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetik mit Propolis dürfen allerdings nicht mit medizinischen Wirkungsweisen beworben werden, da die Wirkung auf den Menschen nicht belegt ist. Deshalb werden für Produkte auch keine konkreten Anwendungsgebiete angegeben.

Anders ist es bei medizinischen Propolisprodukten. Für eine Zulassung des Produkts muss die Wirkweise zwingend in einer medizinischen Studie bewiesen werden. Außerdem müssen  Arzneimittel immer standardisierte Extrakte enthalten. Medizinische Propolisprodukte werden zum Beispiel in Form von Sprays zur Anwendung bei Hals- und Rachenbeschwerden angeboten.

Wer also beim Kauf von Propolisprodukten nichts falsch machen möchte, sollte darauf achten, wie das Produkt deklariert ist und dass nur hochwertige und reine Rohstoffe eingesetzt werden. Auch sollten die Produkte nach Möglichkeit keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten.

Propolis nicht für Allergiker geeignet

Menschen, die eine bekannte Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche haben, sollten auf die Einnahme von Propolis lieber verzichten, da das Produkt einen hohen Anteil an Pollen enthalten kann. Auch Schwangeren, Stillenden und Asthmatiker:innen wird geraten, keine Propolisprodukte einzunehmen.

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