Der Vollmond im März 2026 fällt auf Dienstag, den 3. März, mit seinem Höhepunkt um 12:38 Uhr MEZ. Der März-Vollmond wird traditionell „Wurmmond" genannt und erstrahlt im Sternbild Löwe. Gleichzeitig schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond – eine totale Mondfinsternis verwandelt den Wurmmond am Himmel in einen sogenannten Blutmond. Als Blutmond wird ein Vollmond während einer totalen Mondfinsternis bezeichnet, weil er sich kupferrot färbt. Von Deutschland aus bleibt die Finsternis unsichtbar, doch der Vollmond selbst entfaltet am Abend seine volle Pracht. Hier erfährst du, wann der Mondaufgang stattfindet, wo du den Vollmond am besten beobachtest und was dich bei den Vollmonden 2026 noch erwartet.
Das solltest du wissen
Der Vollmond am 3. März 2026 erreicht um 12:38 Uhr MEZ seinen Höhepunkt – astronomisch im Sternbild Löwe, nahe dem hellen Stern Regulus
Die totale Mondfinsternis (Blutmond) läuft von 12:04 bis 13:03 Uhr MEZ, ist aber in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht sichtbar
Beste Beobachtungszeit: der Abend des 2. und 3. März, jeweils kurz nach Sonnenuntergang Richtung Osten schauen
2026 bringt 13 Vollmonde statt der üblichen 12 – inklusive Supermond an Heiligabend und Blauem Mond am 31. Mai
Jupiter leuchtet Anfang März mit –2,4 mag im Sternbild Zwillinge und bleibt über 10 Stunden am Nachthimmel sichtbar
Die nächste von Deutschland aus sichtbare Mondfinsternis folgt am 28. August 2026 – mit 96 Prozent Abdeckung fast total
Wann genau geht der Vollmond am 3. März 2026 auf?
Der Mond erreicht seine volle Beleuchtung am Dienstag, den 3. März 2026, um 12:38 Uhr MEZ. Sonne und Mond stehen sich zu diesem Zeitpunkt exakt gegenüber. Weil der Höhepunkt mitten am Tag liegt, steht der Mond in Mitteleuropa unter dem Horizont – du kannst ihn also mittags nicht sehen.
Das macht aber gar nichts. Unser Auge bemerkt den Unterschied zwischen 99 und 100 Prozent Beleuchtung schlicht nicht. Am Abend des 2. März schiebt sich der fast volle Mond kurz nach Sonnenuntergang über den Osthorizont – er geht auf, sobald die letzte Dämmerung einsetzt. Erscheint der Mond dann tief über dem Horizont, taucht sein Mondlicht die Landschaft in ein warmes, gelbliches Licht. Auch am Abend des 3. März zeigt sich der Vollmond am Himmel noch prächtig rund.
Der Mondaufgang variiert je nach Standort: In Berlin liegt er am 3. März bei etwa 17:30 Uhr, in München gegen 17:50 Uhr und in Wien gegen 17:40 Uhr. Die Sonne geht an diesem Tag gegen 18:00 Uhr unter – du bekommst also ein schönes Zusammenspiel: Im Westen sinkt die Sonne, im Osten klettert gleichzeitig der Vollmond empor.
Warum erscheint der Vollmond immer bei Sonnenuntergang?
Bei Vollmond bilden Sonne, Erde und Mond eine fast gerade Linie. Die Sonne beleuchtet die uns zugewandte Mondhälfte komplett. Weil sich Sonne und Mond quasi gegenüberstehen, taucht der Vollmond im Osten auf, sobald die Sonne im Westen verschwindet. Dieses Prinzip gilt ausnahmslos für jeden Vollmond – egal ob im März oder im September.
Im März 2026 geht die Sonne in Mitteleuropa gegen 18:00 Uhr unter. Der Mondaufgang liegt oft nur wenige Minuten davor oder danach, abhängig von deiner genauen Position.
Jupiter, Venus und Saturn: Die Planeten am März-Himmel
Wer nach dem Mondaufgang den Blick schweifen lässt, entdeckt noch mehr. Jupiter steht Anfang März 2026 im Sternbild Zwillinge und strahlt mit –2,4 mag so hell, dass du ihn mit keinem Stern verwechseln kannst. Er bleibt über 10 Stunden sichtbar – von Sonnenuntergang bis weit nach Mitternacht. Am 2. März nähern sich Mond und Regulus, der Hauptstern des Löwen, bis auf nur 20 Bogenminuten. Die beiden stehen dann so dicht beieinander, dass du sie gleichzeitig im Fernglas-Sichtfeld siehst.
Venus macht sich parallel als Abendstern am Westhorizont bemerkbar. Am 1. März geht sie um 19:09 Uhr unter, Ende des Monats erst um 21:41 Uhr. Am 8. März treffen Venus und Saturn in einer engen Konjunktion aufeinander – nur rund 55 Bogenminuten trennen sie. Ende Februar und Anfang März reihen sich Venus, Jupiter, Saturn, Merkur, Uranus und Neptun zu einer seltenen Planetenparade am Abendhimmel auf.
Warum heißt der März-Vollmond Wurmmond?
Der Name Wurmmond stammt von den indigenen Völkern Nordamerikas. Sobald der Boden nach Wochen Frost langsam auftaut, arbeiten sich Regenwürmer wieder an die Oberfläche. Rotkehlchen und andere Zugvögel kehren zurück und finden im weichen Erdreich Nahrung – genau diesen Moment fängt der Name ein.
Spannend ist, dass „Wurmmond" vor allem bei südöstlichen Stämmen üblich war. Nördlichere Stämme wie die Shawnee verwendeten den Namen Saftmond – im März konnten die Ahornbäume angezapft werden.
Im deutschsprachigen Raum heißt der März-Vollmond auch Lenzmond (von „Lenz" = Frühling) oder Fastenmond, nach der christlichen Fastenzeit.
Was hat der Vollmond im März mit Ostern zu tun?
Ostern hängt direkt vom Vollmond ab. Die Regel lautet: Ostern fällt auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Die Frühlings-Tagundnachtgleiche 2026 – also der astronomische Frühlingsanfang – liegt am 20. März um 15:46 Uhr MEZ. An diesem Tag sind Tag und Nacht exakt gleich lang. Der Wurmmond am 3. März kommt gut zweieinhalb Wochen zu früh. Erst der Rosa Mond am 2. April 2026 um 04:12 Uhr MESZ zählt als Ostermond. Ostern 2026 fällt daher auf den 5. April.
Im Jahr 325 n. Chr. legte das Konzil von Nicäa diese Osterregel fest. Seither strukturiert sie den gesamten christlichen Festkalender – von Pfingsten bis Himmelfahrt.
Was passiert beim Blutmond am 3. März 2026?
Am 3. März schiebt sich die Erde genau zwischen Sonne und Mond – eine totale Mondfinsternis. Die Totalität beginnt um 12:04 Uhr MEZ und endet um 13:03 Uhr, das Maximum liegt bei 12:33 Uhr. Rund eine Stunde lang leuchtet der Mond in einem tiefen Kupferrot.
Dieses Rot entsteht, weil gebrochenes Sonnenlicht über die Erdatmosphäre die Mondoberfläche erreicht. Die Atmosphäre filtert kurzwelliges Blau heraus und lässt nur langwelliges Rot passieren – derselbe Mechanismus, der Sonnenuntergänge orange färbt.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Blutmond nicht zu sehen – der Mond steht während der Totalität unter dem Horizont. Sichtbar ist das Spektakel in Westnordamerika, Ostasien, Australien und Neuseeland. Die nächste von Europa aus beobachtbare Mondfinsternis folgt am 28. August 2026 als partielle Finsternis mit 96 Prozent Abdeckung.
Rötlicher Mond ohne Finsternis – so klappt es trotzdem
Du musst auf einen rötlichen Mond nicht verzichten. Kurz nach dem Mondaufgang steht der Mond tief über dem Horizont. Sein Mondlicht durchquert dann eine besonders dicke Schicht Atmosphäre, kurzwelliges Blau wird gestreut, die langwelligen Rot- und Orangetöne kommen durch. Auf Fotos sieht dieser Effekt erstaunlich „blutmond-mäßig" aus.
Für die beste Wirkung brauchst du freie Sicht nach Osten – ein Feldrand, Seeufer oder Aussichtspunkt funktioniert perfekt. Silhouetten im Vordergrund (Kirchturm, Baumreihe, Bergkamm) lassen den Mond auf Fotos riesig wirken.
Warum wirkt der aufgehende Vollmond so riesig?
Fast jeder kennt den Moment: Der Vollmond schiebt sich über den Horizont und wirkt gigantisch – viel größer als später in der Nacht. Dieses Phänomen trägt den Namen Mondtäuschung (englisch: Moon Illusion). Aristoteles beschrieb es bereits um 350 v. Chr., und bis heute streiten Forscher über die genaue Ursache.
Eines steht fest: Der Mond wird am Horizont nicht größer. Sein scheinbarer Durchmesser beträgt konstant rund 0,5 Grad, egal wo er am Himmel steht. Die Mondscheibe des Erdtrabanten bedeckt also immer denselben Winkelbereich. Einfacher Test: Halte deinen Daumen bei ausgestrecktem Arm vor den Mond – er bedeckt immer ungefähr dieselbe Fläche, ob am Horizont oder im Zenit.
Die gängigste Erklärung liefert die Ponzo-Illusion. Unser Gehirn beurteilt die Größe eines Objekts im Vergleich zu seiner Umgebung. Am Horizont bieten Bäume, Häuser und Hügel Referenzpunkte – der Mond wirkt daneben riesig. Hoch am Himmel fehlt jeder Vergleichsmaßstab, und derselbe Mond schrumpft optisch zusammen.
Die Mondtäuschung verdoppelt die wahrgenommene Mondgröße fast. Ein Supermond bringt dagegen nur rund 7 Prozent echten Größenunterschied. Der aufgehende Vollmond am 3. März wirkt für dein Auge also weit beeindruckender als ein hochstehender Supermond.
Alle 13 Vollmonde 2026 – vom Wolfsmond bis zum Heiligabend-Supermond
2026 bringt insgesamt 13 Vollmonde – einer mehr als üblich. Der Mondzyklus dauert 29,5 Tage, und im Mai passen gleich zwei Vollmonde in einen Kalendermonat. Das Ergebnis: ein seltener Blauer Mond. Wer die Termine im Blick behalten möchte, findet in einem Mondkalender die exakten Uhrzeiten für Vollmond, Neumond, zunehmenden und abnehmenden Halbmond – praktisch für Gartenarbeit, Fotografie oder einfach den nächsten Abend unter freiem Himmel.
Das Jahr startet am 3. Januar 2026 mit dem Wolfsmond um 11:03 Uhr MEZ. Der Schneemond folgt am 1. Februar um 23:09 Uhr MEZ – und nur zwei Wochen später sorgt eine ringförmige Sonnenfinsternis am 17. Februar für ein weiteres Highlight. Dann kommt der Wurmmond am 3. März um 12:38 Uhr MEZ – begleitet von der totalen Mondfinsternis. Der Wurmmond mag zwar kein Supermond sein, doch die Kombination mit dem Blutmond macht ihn zum spektakulärsten Vollmond des Frühjahrs. Der Rosa Mond am 2. April um 04:12 Uhr MESZ legt das Osterdatum fest.
Im Mai wird es spannend: Der Blumenmond leuchtet am 1. Mai um 19:23 Uhr MESZ, und nur 30 Tage später folgt der Blaue Mond am 31. Mai um 10:45 Uhr MESZ. Dieser zweite Mai-Vollmond ist gleichzeitig der kleinste Mikromond des Jahres – der Mond steht am erdfernsten Punkt seiner Bahn. Blaue Monde treten im Schnitt alle zweieinhalb Jahre auf.
Der Sommer bringt den Erdbeermond am 30. Juni, den Bockmond am 29. Juli und den Störmond am 28. August. Letzterer verdient besondere Aufmerksamkeit: Er fällt mit einer partiellen Mondfinsternis zusammen. 96 Prozent der Mondoberfläche tauchen in den Kernschatten – visuell kaum von einer totalen Finsternis zu unterscheiden. Diese Finsternis ist aus Deutschland sichtbar, am besten in den frühen Morgenstunden.
Der Erntemond am 26. September und der Jägermond am 26. Oktober leiten den Herbst ein. Am 24. November wird der Bibermond zum Supermond – er steht im Sternbild Stier, nahe den Plejaden und dem hellen Stern Aldebaran. Das absolute Highlight kommt zum Jahresende: Am 24. Dezember – Heiligabend – erscheint der Kalte Mond als größter Supermond 2026. Er leuchtet 8 Prozent größer und 16 Prozent heller als ein durchschnittlicher Vollmond. Ein Supermond zu Weihnachten in dieser Konstellation tritt laut Berechnungen erst 2045 wieder auf.
Mondphasen verstehen: Vom Neumond über den Halbmond zum Vollmond
Ein kompletter Mondzyklus dauert 29,5 Tage und durchläuft vier Hauptphasen. Beim Neumond steht der Erdtrabant zwischen Erde und Sonne – die Mondscheibe bleibt am Nachthimmel unsichtbar. Rund eine Woche später erscheint der zunehmende Halbmond: Die rechte Hälfte wird vom Sonnenlicht erhellt. Nach weiteren sieben Tagen erstrahlt der Vollmond am Himmel in seinem vollen, hellen Licht. Dann folgt der abnehmende Halbmond. Ein Fernglas lohnt sich besonders beim Halbmond, weil die Krater und Gebirge entlang der Tag-Nacht-Grenze durch Schattenspiel plastisch hervortreten. Beim Vollmond dagegen erscheint die Mondscheibe zwar hell, aber flach.
Häufige Fragen zum Vollmond im März 2026
Vom Einfluss auf Schlaf und Körper über Gartenarbeit bis zu den besonderen Phänomenen am Nachthimmel – hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den Vollmond.
Wann ist der nächste Vollmond?
Der nächste Vollmond nach dem Wurmmond am 3. März 2026 ist der Rosa Mond am 2. April 2026 um 04:12 Uhr MESZ. Er steht im Sternbild Jungfrau. Der Name bezieht sich auf die rosa Flammenblume (Phlox subulata), die in Nordamerika im April blüht – nicht auf die Farbe des Mondes. Der nächste Vollmond in einem bestimmten Monat oder Jahr lässt sich am einfachsten über einen Mondkalender ermitteln: 2026 gibt es insgesamt 13 Vollmonde, der letzte ist der Kalte Mond am 24. Dezember.
Welches Sternzeichen spürt den Vollmond besonders?
Astrologisch steht der Vollmond im März 2026 im Zeichen Jungfrau – Menschen mit Sonne, Mond oder Aszendent in Jungfrau oder dem gegenüberliegenden Zeichen Fische sollen den Einfluss laut Astrologen am stärksten spüren. Astronomisch befindet sich der Mond im Sternbild Löwe, nahe dem hellen Stern Regulus. Die Abweichung zwischen Sternzeichen und Sternbild entsteht durch die Präzession der Erdachse, die über Jahrtausende eine Verschiebung bewirkt hat. Wissenschaftlich ist ein astrologischer Einfluss des Vollmonds auf bestimmte Sternzeichen nicht belegt.
Wie wirkt sich der Vollmond auf Körper und Schlaf aus?
Forscher der Universität Basel fanden 2013, dass Probanden bei Vollmond rund 5 Minuten länger zum Einschlafen brauchten und etwa 20 Minuten kürzer schliefen. Spätere Studien lieferten widersprüchliche Ergebnisse – ein kausaler Mechanismus ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Manche Menschen berichten bei Vollmond von Kopfschmerzen, innerer Unruhe oder intensiveren Träumen. Die plausibelste Erklärung ist das stärkere Mondlicht, das bei unzureichend verdunkelten Schlafzimmern den Schlaf stört. Für die Behauptung, der Vollmond beeinflusse Blutdruck, Wundheilung oder Geburtenrate, fehlen belastbare wissenschaftliche Belege.
Warum hat jeder Vollmond einen eigenen Namen?
Die Tradition der Vollmond-Namen reicht Jahrhunderte zurück. Indigene Völker Nordamerikas, europäische Bauern und christliche Mönche nutzten die monatlichen Vollmonde als natürlichen Kalender. Der Wolfsmond (Januar) verwies auf heulende Wölfe im Mittwinter, der Wurmmond (März) auf die ersten Regenwürmer im Tauwetter, der Erntemond (September) auf die Getreideernte. Vor der Verbreitung geschriebener Kalender waren diese Namen die einfachste Methode, die Jahreszeit zu bestimmen und landwirtschaftliche Arbeiten zu planen. Die heute gebräuchlichen 12 Namen – von Wolfsmond bis Kalter Mond – stammen größtenteils aus dem Farmers' Almanac und haben nordamerikanische sowie europäische Wurzeln.
Welche besonderen Vollmond-Phänomene gibt es – Supermond, Blutmond & Co.?
Neben dem regulären Vollmond gibt es gleich mehrere Sonderformen. Ein Supermond entsteht, wenn der Vollmond mit der Erdnähe (Perigäum) zusammenfällt – der Mond erscheint dann bis zu 14 Prozent größer und 30 Prozent heller. Als Blutmond wird ein Vollmond während einer totalen Mondfinsternis bezeichnet, weil gebrochenes Sonnenlicht ihn kupferrot färbt. Ein Blauer Mond ist der zweite Vollmond innerhalb eines Kalendermonats – er hat nichts mit blauer Farbe zu tun. Mikromonde sind das Gegenteil von Supermonden: Der Mond steht am erdfernsten Punkt und wirkt kleiner. 2026 vereint alle diese Phänomene in einem Jahr: Blutmond im März, Blauer Mond im Mai, Mikromonde im Mai und Juni, Supermond im November und Dezember.
Wie lange dauert die Vollmondphase?
Astronomisch exakt dauert der Vollmond nur einen Moment – die Sekunde, in der die Mondscheibe zu 100 Prozent beleuchtet ist. Am 3. März 2026 ist das um 12:38 Uhr MEZ der Fall. Für das bloße Auge sieht der Mond allerdings über etwa drei Nächte hinweg „voll" aus, weil unser Auge den Unterschied zwischen 98 und 100 Prozent Beleuchtung nicht erkennt. Die beste Beobachtungszeit liegt am Abend vor und nach dem exakten Vollmond-Zeitpunkt, jeweils kurz nach Sonnenuntergang, wenn der Mond tief am Osthorizont aufgeht.
Was kann man bei Vollmond tun oder lassen – Haare schneiden, Gartenarbeit, Rituale?
Rund um den Vollmond existieren zahlreiche Traditionen und Volksweisheiten. Mondgärtner schwören darauf, bei Vollmond kein Gemüse zu säen, weil die Pflanzensäfte angeblich in die Blätter steigen – belastbare wissenschaftliche Studien fehlen dazu. Beim Haareschneiden soll Vollmond für mehr Fülle und schnelleres Wachstum sorgen, was ebenfalls nicht belegt ist. Verbreitete Vollmond-Rituale umfassen Meditation, das Aufladen von Edelsteinen im Mondlicht und das Schreiben von Loslassbriefen. Viele Menschen empfinden den Vollmond als guten Zeitpunkt, um innezuhalten und Bilanz zu ziehen. Ob Aberglaube oder bewusste Achtsamkeitspraxis – der Vollmond dient seit Jahrhunderten als Anlass, sich Zeit für sich zu nehmen.
Hat der Vollmond einen Einfluss auf das Wetter?
Nein, der Vollmond beeinflusst das Wetter nicht messbar. Weder Regen, Temperatur noch Windstärke korrelieren mit den Mondphasen – das zeigen jahrzehntelange meteorologische Auswertungen. Der Vollmond wirkt allerdings auf die Gezeiten: Mond und Sonne stehen bei Vollmond auf einer Linie, wodurch Springfluten entstehen, die 20 bis 30 Prozent höher ausfallen als normale Gezeiten. Dieser gravitatorische Effekt betrifft aber nur große Wassermassen in den Ozeanen. Der populäre Mythos, dass Vollmond Unwetter oder besonders klares Wetter bringe, hält keiner statistischen Prüfung stand.
Beeinflusst der Vollmond Flora und Fauna?
Das stärkere Mondlicht bei Vollmond hat durchaus Auswirkungen auf die Tierwelt. Nachtaktive Raubtiere wie Eulen und Löwen jagen bei Vollmond erfolgreicher, weil sie ihre Beute besser sehen. Korallenriffe synchronisieren ihre Massenlaichzeit mit dem Vollmond – ein seit Jahrzehnten dokumentiertes Phänomen. Kleinsäuger wie Mäuse meiden dagegen bei Vollmond offene Flächen, weil sie für Fressfeinde besser sichtbar sind. Bei Pflanzen fehlen belastbare Studien zum Mondeinfluss auf Keimung oder Wachstum. Die im Mondkalender verbreitete Praxis, Aussaat und Ernte nach Mondphasen zu richten, basiert auf Tradition, nicht auf naturwissenschaftlicher Evidenz.
Wann ist der nächste Vollmond in meinem Monat?
Die Vollmond-Termine 2026 im schnellen Überblick: Januar (3.1.), Februar (1.2.), März (3.3.), April (2.4.), Mai (1.5. und 31.5.), Juni (30.6.), Juli (29.7.), August (28.8.), September (26.9.), Oktober (26.10.), November (24.11.), Dezember (24.12.). Alle Uhrzeiten gelten für die mitteleuropäische Zeitzone (MEZ/MESZ). Im Mai gibt es gleich zwei Vollmonde – der zweite am 31. Mai ist ein sogenannter Blauer Mond. greenya aktualisiert die Vollmond-Daten laufend im Mondkalender auf greenya.de.
Fazit: Der März-Vollmond 2026 ist auch ohne Blutmond sehenswert
Der Wurmmond am 3. März 2026 markiert den Übergang vom Winter zum Frühling und steht am Himmel neben Jupiter und dem hellen Stern Regulus. Such dir am Abend des 2. oder 3. März einen Platz mit freiem Osthorizont, am besten abseits von Stadtbeleuchtung. Die Mondtäuschung sorgt dafür, dass der aufgehende Mond riesig und warm gefärbt wirkt. Seit 1997 begleitet greenya dich durch solche Naturereignisse – im Verzeichnis mit über 27.000 nachhaltigen Anbietern findest du auch Outdoor-Ausrüster und Astronomie-Zubehör für dein nächstes Mond-Abenteuer.