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Wie gut passen E-Commerce und Nachhaltigkeit zusammen? Klimaneutraler Versand und die Vermeidung von Ressourcen

Foto: Pixabay

Bewusstsein für die Umwelt und das eigene Verbraucherverhalten zu haben ist längst kein neuer Trend mehr, sondern zeigt immer deutlichere Ausprägungen in verschiedenen gesellschaftlichen, politischen und auch ökonomischen Bereichen. Auch Onlinehändler beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit ökologischen und nachhaltigen Konzepten. Doch passen E-Commerce und Nachhaltigkeit überhaupt richtig zusammen? 

Auf den ersten Blick könnte man tatsächlich meinen, dass Onlinehandel und Ökologie wenig miteinander zu tun haben. Das ist aber nur eine oberflächliche Betrachtungsweise. Prinzipiell hat die Wirtschaft, solange es sich nicht explizit um Bereiche wie Umweltschutz handelt, nie viel mit ökologischen Aspekten zu tun. Es geht jedoch auch nicht darum das Rad neu zu erfinden, vielmehr darum, die bestehenden Unternehmensstrukturen und Prozesse in Bezug auf ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu analysieren und zu minimieren. 

Den ökologischen Fußabdruck minimieren 

Nachhaltige Konzepte können im E-Commerce beispielsweise in Bezug auf Geschäftsmodelle, die Logistik, Verpackungsprodukte und in anderen Bereichen angewandt werden. Prinzipiell lassen sich logische Überlegungen aus dem physischen Kauf im Ladengeschäft oder im Supermarkt auf den Onlinehandel übertragen. Im besten Fall sollte jeder Mensch stets nicht mehr Ressourcen verbrauchen als nötig.

So ist es beispielsweise wenig nachhaltig, wenn mit dem PKW zum Einkaufen gefahren wird, um sich 2 Minuten Gehweg zu sparen, auch wenn dann Produkte aus ökologischem Landbau gekauft werden. Wer hingegen einmal in der Woche einen Großeinkauf macht und bestenfalls noch eigene Tüten, Taschen oder Körbe mitbringt, hinterlässt deutlich weniger ökologische Fußabdrücke. Bei der nachhaltigen Gestaltung eines Onlineshops und der strategischen Ausrichtung gilt es ebenfalls so wenige ökologische Fußabdrücke wie möglich zu hinterlassen. Dies lässt sich durch unterschiedliche Maßnahmen erreichen. Sehr schnell umsetzbar und effektiv ist beispielsweise das Nutzen von umweltverträglichen Verpackungsmaterialien und klimaneutralem Versand.  

Umweltfreundliches Verpackungsmaterial für Hülle und Füllung

So sind Verpackungs- und Füllmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen selbstverständlich solchen aus Plastik vorzuziehen. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Materialien, die sich für eine nachhaltige Verpackung von Produkten aller Art eignen, von der kompostierbaren Menübox für heiße Gerichte, bis hin zu wiederverwendbaren Versandboxen in jeder Größe. Auch recycelte Materialien finden bei nachhaltigen Verpackungen Verwendung. Dabei kommen unter anderem folgende Rohstoffe zum Einsatz: 

Bambus 
Graspapier
Hanf
Holz, Papier, Karton
Holzspäne 
Holzwolle
Kakaopapier
Maisstärke 

Klimaneutraler Versand und die Vermeidung von Ressourcen  

Viele Logistikunternehmen bieten heute einen klimaneutralen Versand von Waren an. Dabei wird der CO2-Ausstoß des kompletten Paketversands durch die Pflanzung von Bäumen in unterschiedlichsten Aufforstungs- und Waldschutzprojekten kompensiert. Auf diese Weise lässt sich der Versand optimal mit dem Thema Umweltschutz verbinden. Immer mehr Verbraucher achten besonders beim Warenversand auf die Möglichkeit eines klimaneutralen Dienstleisters. 

Die Vermeidung von Retouren ist ein weiterer Teilaspekt von effizientem Versand. Wenige Retouren sind letzten Endes immer auch ein Zeichen dafür, dass die Kunden mit den Produkten oder Waren zufrieden sind. Die Kundenzufriedenheit spielt beispielsweise auch eine große Rolle beim Thema Amazon SEO, daher sollte jeder Onlinehändler dafür sorgen, dass die Retourenquote möglichst gering bleibt - nicht nur, weil es für ihn Kosten verursacht und der Umwelt schadet, sondern weil Plattformen wie Amazon dies auch als negativen Indikation in SEO-Fragen auffassen können und dies dann innerhlab der Plattform zu einem schlechteren Listing führt. Neben minderwertiger Qualität und defekter Ware zählen folgende Aspekte zu den häufigsten Gründen für Retouren:

Falsche / versehentliche Bestellung

Dass Produkte aus Versehen bestellt werden ist durchaus möglich, insbesondere bei Bestellungen mit mehreren Produkten. Auch kann es passieren, dass ein Kunde versehentlich eine falsche Größe oder falsche Farbe erhält, weil im Onlineshop keine eindeutigen Informationen für den Kunden ersichtlich waren. Es ist wichtig den Onlineshop selbst auf etwaige Mängel oder Schwachstellen, beispielsweise Drop-Down-Menüs, zu analysieren und zu beheben. Oftmals kann auch der Check-out Prozess diesbezüglich optimiert werden.

Ware gefällt oder passt nicht 

Auch wenn die Produktqualität einwandfrei ist, ein großes Manko des E-Commerce ist es noch immer, dass die Ware nicht wie im Ladengeschäft physisch angefasst oder anprobiert werden kann. Wenn die falsche Größe bestellt wurde, kann man leider wenig machen, Onlinehändler sollten jedoch darauf achten, ihre Artikel immer so genau wie möglich zu beschreiben und realistische Bilder zu verwenden. 

Zu lange Lieferzeit

Auch beim besten Preis kann es durchaus sein, dass ein Kunde, der zu lange auf seine Lieferung wartet, sich das jeweilige Produkt bei einem anderen Anbieter kauft und die ursprüngliche Bestellung wieder zurücksendet. Dies lässt sich als Onlinehändler einfach vermeiden, indem man den Versanddienstleister wechselt. 

Eine gewisse Anzahl an Retouren lässt sich in der Regel nicht vermeiden und muss mit einkalkuliert werden. Mehr Informationen über Möglichkeiten Retourenquoten zu minimieren finden sich auch hier.

Nachhaltigkeit ist ein Faktor, der für den Erfolg im E-Commerce zukünftig eine immer größer werdende Rolle spielen wird, da Verbraucher zunehmend auch auf ökologische Aspekte bei ihrem Einkaufsverhalten achten. Online-Händler sollten entsprechende Maßnahmen umsetzen, und ihr Business Stück für Stück in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte optimieren.

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