Was?
Wo?
Suche

Zeitumstellung auf Sommerzeit 2026: Wann du die Uhr umstellen musst

null Uhr im Gras. Konzept der Sommerzeit.
Foto:
Uhr im Gras. Konzept der Sommerzeit.

Die Zeitumstellung auf Sommerzeit 2026 findet in der Nacht vom 28. auf den 29. März statt – Ende März wird die Uhr um 2 Uhr nachts auf 3 Uhr vorgestellt. Die Nacht wird eine Stunde kürzer, dafür bleibt es abends länger hell. Die Sommerzeit gilt dann bis zum 25. Oktober 2026, wenn die Uhren eine Stunde zurück auf Winterzeit (Normalzeit) gedreht werden. Zweimal im Jahr wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Sommerzeit und Winterzeit umgestellt – trotz jahrelanger Debatte bleibt diese Regel bestehen.

Das solltest du wissen

  • Die Uhren werden am Sonntag, 29. März 2026, um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt

  • Die Sommerzeit endet am 25. Oktober 2026, wenn die Uhr von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt wird

  • Laut DAK-Umfrage 2025 wollen 76 Prozent der Deutschen die Zeitumstellung abschaffen

  • Rund 30 Prozent der Befragten berichten über gesundheitliche Beschwerden nach der Umstellung

  • Das EU-Parlament stimmte 2019 für die Abschaffung – eine Einigung der Mitgliedstaaten steht aus

  • Smartphones, Funkuhren und Computer stellen sich per Regel automatisch um – analoge Uhren und Wecker musst du manuell am Zeiger drehen

Wann findet die Zeitumstellung auf Sommerzeit 2026 statt?

Die Zeitumstellung auf Sommerzeit 2026 erfolgt am Sonntag, dem 29. März. In der Nacht von Samstag auf Sonntag springt die Uhr um 2 Uhr nachts auf 3 Uhr vor. Du verlierst eine Stunde Schlaf, dafür bleibt es abends deutlich länger hell.

Der Termin folgt einer festen EU-Verordnung, die seit 1996 gilt: Die Uhren werden immer am letzten Sonntag im März vorgestellt und am letzten Sonntag im Oktober zurückgedreht. Sobald auf Sommerzeit umgestellt wird, gibt es abends mehr Licht – der Sonnenuntergang verschiebt sich um eine volle Stunde nach hinten. Da die Wochentage im Kalender jedes Jahr anders fallen, variiert das Datum leicht. 2025 war es der 30. März, 2026 ist es der 29. März – ein Tag früher, aber keine Regeländerung.

In welche Richtung wird der Zeiger gedreht?

Im März wird die Uhr vorgestellt – du drehst den Zeiger eine Stunde nach vorne. Die einfachste Eselsbrücke lautet: Im Frühling stellst du die Gartenmöbel vor die Tür, im Herbst räumst du sie zurück. Genauso funktioniert die Uhr. Im Englischen gibt es die Merkhilfe „spring forward, fall back" – im Frühling springst du vor, im Herbst fällst du zurück.

Weitere Eselsbrücken: Die 2-3-2-Regel besagt, dass die Uhr im Frühjahr von 2 Uhr auf 3 Uhr springt und im Herbst auf 2 Uhr zurückfällt. Die Temperatur-Regel funktioniert so: Im Sommer Plus-Temperaturen, also eine Stunde dazu. Im Winter Minus, eine Stunde wird abgezogen.

Welche Termine gelten für die Zeitumstellung 2026 und 2027?

Die Termine für die kommenden Jahre stehen bereits fest. Am 29. März 2026 beginnt die Sommerzeit, am 25. Oktober 2026 kehrt die Winterzeit zurück. Für 2027 gelten der 28. März (Sommerzeit) und der 31. Oktober (Winterzeit). Die Uhren werden in der gesamten EU, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern zum selben Zeitpunkt umgestellt – immer um 1 Uhr koordinierter Weltzeit (UTC).

Funkuhren, Smartphones und Wecker: Welche Geräte stellen sich automatisch um?

Smartphones, Tablets und Computer stellen die Uhr per Regel automatisch um. Diese Geräte beziehen ihre Zeitinformation über das Internet oder das Mobilfunknetz und brauchen kein manuelles Eingreifen. Auch Funkuhren empfangen das Signal des Langwellensenders DCF77 der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig und passen sich automatisch an. Der Wecker auf deinem Smartphone klingelt also zur richtigen Zeit – ohne dass du etwas tun musst.

Manuell umstellen musst du dagegen analoge Armbanduhren, Wanduhren ohne Funkempfang, Backöfen, Mikrowellen, klassische Wecker und ältere Autoradios. Bei Autos mit digitalem Cockpit läuft die Umstellung oft automatisch – prüfe das im Handbuch deines Fahrzeugs. Smarthome-Geräte wie smarte Thermostate oder Lichtsteuerungen synchronisieren sich üblicherweise über WLAN und brauchen keine manuelle Korrektur.

Wie stellt die Bahn ihre Fahrpläne um?

Die Deutsche Bahn passt ihre Fahrpläne bei der Zeitumstellung automatisch an. Bei der Umstellung auf Sommerzeit fällt rechnerisch eine Stunde weg – Nachtzüge kommen daher eine Stunde später an. Im Oktober gewinnt die Bahn eine Stunde: Züge halten dann an geeigneten Bahnhöfen, bis der Fahrplan wieder stimmt.

Warum wurde die Zeitumstellung eingeführt und seit wann gilt sie?

Die Zeitumstellung wurde in Deutschland 1980 eingeführt. Der Hauptgrund war die Ölkrise der 1970er-Jahre. Durch das Vorstellen der Uhren im Sommer sollte das Tageslicht besser genutzt und Energie gespart werden – abends sollten die Lampen später eingeschaltet werden müssen.

Die Idee ist deutlich älter. Bereits im Ersten Weltkrieg wurde am 30. April 1916 im Deutschen Reich erstmals eine Sommerzeit eingeführt. Nach dem Krieg wurde sie abgeschafft, im Zweiten Weltkrieg erneut eingesetzt und danach verworfen. Frankreich und Italien führten die Sommerzeit 1966 bzw. 1967 ein. Ab 1977 folgten die meisten Länder der Europäischen Gemeinschaft. Die Schweiz schloss sich 1981 an, nachdem sie sechs Monate als „Zeitinsel" mit einer anderen Uhrzeit als alle Nachbarländer gelebt hatte.

Spart die Zeitumstellung Energie?

Der ursprüngliche Zweck – Energie sparen – hat sich nicht bestätigt. Das Umweltbundesamt stellt klar, dass die Sommerzeit an einer Stelle Energieverbrauch senkt, ihn aber an anderer Stelle erhöht. In den kälteren Monaten wird morgens mehr geheizt, weil es durch die vorgestellte Uhr länger dunkel bleibt. Der Netto-Effekt ist minimal bis nicht messbar. Professor Korbinian von Blanckenburg von der TH Ostwestfalen-Lippe sieht zwar ein Einsparpotenzial bei dauerhafter Sommerzeit von bis zu 700 Millionen Euro – allerdings nur bezogen auf den häuslichen Stromverbrauch. Der erhöhte Energiebedarf durch verändertes Freizeitverhalten in den hellen Abendstunden könnte diese Einsparung zunichtemachen.

Welche gesundheitlichen Folgen hat die Zeitumstellung?

Die Zeitumstellung wirkt wie ein Mini-Jetlag. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit aus dem Jahr 2025 berichten rund 30 Prozent der Deutschen über gesundheitliche Probleme nach der Umstellung. Frauen sind mit 39 Prozent deutlich häufiger betroffen als Männer mit 24 Prozent. Die häufigsten Beschwerden sind Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Gereiztheit.

Der Biorhythmus gerät aus dem Takt, weil die innere Uhr sich am Tageslicht orientiert. Bei der Umstellung auf Sommerzeit wird es abends länger hell, wodurch die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin verzögert wird. Du wirst später müde, musst aber eine Stunde früher aufstehen. Die Anpassungszeit dauert je nach Person zwischen 4 und 14 Tagen.

Erhöht die Zeitumstellung das Herzinfarktrisiko?

Studien des Karolinska Instituts in Stockholm zeigen, dass in den ersten drei Tagen nach der Umstellung auf Sommerzeit das Herzinfarktrisiko steigt. Eine US-Analyse ergab, dass am Montag nach der Sommerzeitumstellung 24 Prozent mehr Herzinfarkte auftreten als an einem durchschnittlichen Montag. Die DAK-Langzeitbeobachtung bestätigt: In der Woche nach der Umstellung werden 25 Prozent mehr Patienten mit Herzbeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert. Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Tipps gegen den Mini-Jetlag nach der Zeitumstellung

Schlafmediziner empfehlen, den Körper schrittweise auf die neue Zeit vorzubereiten. Gehe in den drei bis vier Tagen vor der Zeitumstellung jeden Abend 15 Minuten früher ins Bett. Nutze am Morgen nach der Umstellung viel Tageslicht – ein Spaziergang von 20 bis 30 Minuten hilft, die Melatoninproduktion zu regulieren. Verzichte an den Tagen rund um die Umstellung auf Mittagsschlaf und trinke ab dem frühen Nachmittag keinen Kaffee mehr. Abends solltest du Bildschirme mit blauem Licht mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen weglegen.

Wird die Zeitumstellung abgeschafft? Stand der EU-Debatte 2026

Die Zeitumstellung wird 2026 nicht abgeschafft. Obwohl das EU-Parlament im März 2019 mit 410 zu 192 Stimmen für ein Ende der halbjährlichen Umstellung votierte, fehlt bis heute ein gemeinsamer Standpunkt der Mitgliedstaaten im Rat. Die Grünen-Abgeordnete Anna Cavazzini erklärte gegenüber dem MDR, dass die Abschaffung auf EU-Ebene derzeit kein Thema sei.

Das Grundproblem: Die 27 EU-Staaten müssen sich einigen, ob dauerhaft Sommerzeit oder Winterzeit gelten soll. Nordeuropäische Länder tendieren zur dauerhaften Winterzeit, südeuropäische zur dauerhaften Sommerzeit. Ein Flickenteppich unterschiedlicher Zeitzonen soll vermieden werden.

Spaniens Premierminister Pedro Sánchez kündigte 2025 an, sich für die Abschaffung einzusetzen. Zypern übernimmt 2026 den EU-Ratsvorsitz, hat sich aber nicht positioniert. Ein verbindlicher Fahrplan existiert nicht – die halbjährliche Umstellung bleibt mindestens bis Ende 2026 bestehen.

Welche Länder und Zeitzonen haben die Zeitumstellung schon abgeschafft?

Mehrere europäische Länder haben die Zeitumstellung bereits beendet. Russland stellte die Uhren 2014 zum letzten Mal um und kehrte zur dauerhaften Normalzeit zurück. Die Türkei führte 2016 die permanente Sommerzeit ein. Belarus schaffte 2011 die Umstellung ab und bleibt bei der Standardzeit. Island hat die Sommerzeit nie eingeführt.

Die Ukraine beendete die Zeitumstellung 2024 als jüngstes europäisches Land. Das Parlament stimmte im Juli 2024 mit 261 Stimmen für die dauerhafte Winterzeit – neben gesundheitlichen auch aus sicherheitspolitischen Gründen, da die ukrainische Sommerzeit bis dahin mit der Moskauer Zeit übereinstimmte. Seit 2025 gilt durchgehend die Kiewer Zeit (UTC+2).

Auch in den USA wird diskutiert. Der US-Senat verabschiedete 2022 den „Sunshine Protection Act" für ganzjährige Sommerzeit, doch das Repräsentantenhaus blockierte den Entwurf. Chronobiologen warnen vor dauerhafter Sommerzeit – sie empfehlen die ganzjährige Normalzeit als gesündere Variante.

Sommerzeit dauerhaft oder Winterzeit? Was Schlafmediziner empfehlen

Schlafmediziner und Chronobiologen sprechen sich klar für die dauerhafte Winterzeit aus. Die Winterzeit entspricht der Normalzeit – also der natürlichen Zeitzone, die am besten zum Sonnenstand passt. Bei dauerhafter Sommerzeit würde es im Dezember in Berlin erst gegen 9:30 Uhr hell werden. Schulkinder müssten im Dunkeln aufstehen, und die fehlende Morgenhelligkeit würde den Biorhythmus dauerhaft belasten.

Die innere Uhr des Menschen orientiert sich am Tageslicht, insbesondere am Morgenlicht. Licht am Morgen stoppt die Melatoninproduktion und aktiviert die Cortisol-Ausschüttung – der Körper wird wach. Bei dauerhafter Sommerzeit verschiebt sich dieser Impuls, was zu chronischem Schlafmangel führen kann. Russland machte diese Erfahrung: 2011 wurde die permanente Sommerzeit eingeführt, 2014 kehrte das Land zur Normalzeit zurück, weil die Bevölkerung über Gesundheitsprobleme klagte.

Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich dagegen die dauerhafte Sommerzeit – vor allem wegen der langen, hellen Sommerabende. Laut EU-Umfrage 2018 bevorzugten 84 Prozent der 4,6 Millionen Teilnehmer die Abschaffung der Zeitumstellung. Allerdings war die Umfrage nicht repräsentativ und entsprach nur etwa einem Prozent der EU-Bevölkerung.

Häufige Fragen zur Zeitumstellung 2026

Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen zur Zeitumstellung 2026 – von Terminen über Eselsbrücken bis zur Abschaffung und den gesundheitlichen Folgen.

Warum wird die Uhr von 2 auf 3 Uhr umgestellt?

Die Uhr springt bei der Umstellung auf Sommerzeit von 2 Uhr auf 3 Uhr, weil dieser Zeitpunkt in der Nacht die geringsten Auswirkungen auf den Alltag hat. Züge, Flüge und öffentlicher Nahverkehr sind dann kaum aktiv. Die EU-Richtlinie 2000/84/EG legt den Zeitpunkt einheitlich auf 1 Uhr koordinierter Weltzeit (UTC) fest – das entspricht in der mitteleuropäischen Zeitzone 2 Uhr MEZ. Das Vorstellen um eine Stunde sorgt dafür, dass es abends länger hell bleibt.

Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt?

Bei der Umstellung auf Sommerzeit im März wird die Uhr eine Stunde vorgestellt. Du kannst dir das mit der Gartenmöbel-Regel merken: Im Frühling stellst du die Möbel vor die Tür, im Herbst zurück in den Schuppen. Die S-O-Regel hilft ebenfalls: Im SOmmer wird die Uhr vOrgestellt. Im Englischen gibt es die Merkhilfe „spring forward, fall back". Im Oktober wird die Uhr dann eine Stunde zurückgestellt.

Wann wird die Zeit auf Winterzeit umgestellt?

Die Winterzeit beginnt am Sonntag, dem 25. Oktober 2026. In der Nacht wird die Uhr von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt – du gewinnst eine Stunde Schlaf. Die korrekte Bezeichnung ist Normalzeit, umgangssprachlich sagt man Winterzeit. Ab dann gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Die Winterzeit dauert bis zum letzten Sonntag im März des Folgejahres, also bis zum 28. März 2027.

Wann wird die Uhr umgestellt – Sommer- und Winterzeit?

Die Sommerzeit beginnt immer am letzten Sonntag im März, die Winterzeit am letzten Sonntag im Oktober. Für 2026 gelten der 29. März (Sommerzeit) und der 25. Oktober (Winterzeit). Für 2027 der 28. März und der 31. Oktober. Diese Termine gelten einheitlich in der gesamten EU, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern. Die Uhren werden jeweils um 1 Uhr UTC umgestellt.

Welches Land in Europa hat die Zeitumstellung abgeschafft?

Die Ukraine hat die Zeitumstellung als jüngstes europäisches Land 2024 abgeschafft und bleibt dauerhaft bei der Winterzeit (UTC+2). Das Parlament stimmte im Juli 2024 mit 261 Stimmen dafür – auch aus sicherheitspolitischen Gründen, um sich zeitlich von Russland abzugrenzen. Weitere europäische Länder ohne Zeitumstellung sind Russland (seit 2014 dauerhaft Normalzeit), die Türkei (seit 2016 dauerhaft Sommerzeit), Belarus (seit 2011) und Island, das die Sommerzeit nie eingeführt hat.

Soll die Zeitumstellung abgeschafft werden und warum ist das noch nicht passiert?

Ja, das EU-Parlament stimmte 2019 mit 410 zu 192 Stimmen für die Abschaffung. Passiert ist trotzdem nichts, weil die 27 Mitgliedstaaten sich im Rat nicht einigen können. Das Kernproblem: Nordeuropäische Länder bevorzugen die dauerhafte Winterzeit, südeuropäische Länder die Sommerzeit. Ein Flickenteppich unterschiedlicher Zeitzonen innerhalb der EU soll vermieden werden. Laut DAK-Umfrage 2025 wünschen sich 76 Prozent der Deutschen ein Ende der Umstellung, doch nur 25 Prozent glauben, dass es in absehbarer Zeit dazu kommt.

Welche Auswirkungen hat die Zeitumstellung auf Gesundheit und Schlaf?

Die Zeitumstellung wirkt wie ein Mini-Jetlag. Laut DAK-Umfrage 2025 berichten 30 Prozent der Deutschen über Beschwerden – Frauen mit 39 Prozent deutlich häufiger als Männer mit 24 Prozent. Typische Symptome sind Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Gereiztheit. Die Anpassung dauert 4 bis 14 Tage. Studien des Karolinska Instituts zeigen zudem ein erhöhtes Herzinfarktrisiko in den ersten drei Tagen nach der Umstellung auf Sommerzeit.

Wie kann man sich auf die Zeitumstellung vorbereiten?

Gehe drei bis vier Tage vor der Umstellung jeden Abend 15 Minuten früher ins Bett, um deinen Biorhythmus schrittweise anzupassen. Nutze am Morgen nach der Umstellung viel Tageslicht – ein Spaziergang von 20 bis 30 Minuten reguliert die Melatoninproduktion. Verzichte rund um die Umstellung auf Mittagsschlaf und trinke ab dem frühen Nachmittag keinen Kaffee mehr. Abends solltest du Bildschirme mit blauem Licht mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen weglegen. Die ideale Schlafzimmertemperatur liegt bei etwa 18 Grad Celsius.

Wie funktioniert die Zeitumstellung technisch bei Funkuhren und Smartphones?

Funkuhren empfangen das Zeitsignal des Langwellensenders DCF77 der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Dieses Signal überträgt neben der aktuellen Uhrzeit auch die Information, ob Sommer- oder Winterzeit gilt. Die Uhr stellt sich automatisch um. Smartphones und Computer synchronisieren ihre Zeit über NTP-Server (Network Time Protocol) im Internet oder über das Mobilfunknetz. Manuell umstellen musst du nur analoge Uhren, Wanduhren ohne Funk, Backöfen, Mikrowellen und klassische Wecker.

Gilt die Zeitumstellung auch in der Schweiz und Österreich?

Ja, die Schweiz und Österreich stellen ihre Uhren zum gleichen Zeitpunkt um wie Deutschland und alle EU-Staaten. Die Schweiz übernahm die Sommerzeitregelung 1981, obwohl sich 1978 in einem Referendum 84 Prozent der Schweizer dagegen ausgesprochen hatten. Da alle Nachbarländer die Sommerzeit praktizierten, schloss sich die Schweiz an, um keine Zeitinsel zu bleiben. Österreich stellt seit 1980 die Uhren um.

Welche Auswirkungen hat die Zeitumstellung auf Tiere?

Auch Tiere reagieren auf die Zeitumstellung. Nutztiere wie Kühe haben einen festen Biorhythmus – veränderte Melkzeiten können die Milchproduktion vorübergehend senken. Haustiere wie Hunde und Katzen sind an feste Fütterungszeiten gewöhnt und zeigen bei abrupten Verschiebungen Unruhe. Wildtiere orientieren sich am Sonnenstand statt an der Uhrzeit und sind daher weniger betroffen.

Wann wird die Zeitumstellung endgültig abgeschafft?

Ein konkretes Datum gibt es nicht. Zypern übernimmt 2026 den EU-Ratsvorsitz, hat aber keine Abschaffung angekündigt. Die Grünen-Abgeordnete Anna Cavazzini erklärte gegenüber dem MDR, das Thema sei auf EU-Ebene derzeit nicht auf der Agenda. Spaniens Premierminister Sánchez kündigte 2025 an, sich für die Abschaffung einzusetzen – ein Durchbruch blieb aus. Das greenya-Verzeichnis beobachtet die Entwicklungen rund um Energiepolitik und Nachhaltigkeit im DACH-Raum seit 1997.

Fazit: Die Zeitumstellung bleibt uns vorerst erhalten

Am 29. März 2026 wird die Uhr um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt – daran ändert sich trotz politischer Debatte seit über sieben Jahren nichts. Die EU ringt weiterhin um einen Kompromiss zwischen dauerhafter Sommer- und Winterzeit. Bis dahin gilt: Bereite dich drei bis vier Tage vor der Umstellung mit schrittweise früheren Schlafzeiten vor, nutze Tageslicht am Morgen und stelle analoge Uhren rechtzeitig um. Smartphones und Funkuhren erledigen den Rest automatisch. Aktuelle Informationen zu nachhaltigen Energielösungen und umweltbewusstem Leben findest du im greenya-Verzeichnis mit über 27.000 Einträgen – Deutschlands Nachhaltigkeitsportal seit 1997.

Alle anzeigen