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Nachhaltige Bank 2026: Ökobanken mit Girokonto, grüne Banken im Vergleich

Sparschwein mit Solarpanel und Münzen im Inneren regt dazu an, in erneuerbare Energien für eine nachhaltige Zukunft zu investieren.
Aktualisiert: Von Dagmar Hermann

Die besten nachhaltigen Banken in Deutschland sind 2026 die GLS Bank, die UmweltBank und die EthikBank: Die Stiftung Warentest (Finanztest 4/2025) stufte diese drei als einzige der 15 untersuchten Institute als „streng nachhaltig" ein. Alle drei schließen Kredite an Rüstung, Atomkraft und fossile Energien aus und unterhalten einen Nachhaltigkeitsbeirat. Wer Wert auf eine reine Banking-App legt, findet mit der B-Corp-zertifizierten Neobank Tomorrow eine vierte Option. Wichtig 2026: Die Triodos Bank zieht sich bis spätestens Ende 2026 vom deutschen Markt zurück.

Die besten nachhaltigen Banken im Vergleich 2026: der Überblick

Im direkten Girokonto-Vergleich gelten 2026 die UmweltBank (Testsieger), die GLS Bank und die EthikBank als die besten nachhaltigen Banken. Die folgende Tabelle fasst die laufenden Kosten, das unabhängige Testurteil und die jeweilige Stärke der wichtigsten grünen Banken zusammen (Stand Juni 2026, Neukunden-Konditionen). Wer nicht nur ein Konto sucht, sondern auch ethische und nachhaltige Geldanlagen nutzen und sein Geld anlegen möchte, findet bei denselben Anbietern meist passende Anlageprodukte.

Bank

Gegründet

Laufende Kosten (Girokonto)

Unabhängiges Urteil

Am besten geeignet für

GLS Bank

1974

3,80 €/Monat Kontoführung + 5 €/Monat GLS-Beitrag (1 €/Monat unter 28 J. und für Geringverdiener)

Stiftung Warentest: „streng nachhaltig"

Filialbanking und Mitbestimmung

UmweltBank

1997

4,90 €/Monat, 1. Jahr kostenlos, 150 € Startprämie

Stiftung Warentest: Testsieger, „streng nachhaltig"

Reinen Umweltfokus und Einsteiger

EthikBank

2002

ca. 8,50 €/Monat, girocard kostenfrei

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2026

Maximale Transparenz

Tomorrow

2019

0 € (unter 21 J. oder ab 500 € Geldeingang), sonst 4 €/Monat

B-Corp-zertifiziert

Mobile-First-Nutzer

Triodos Bank

1980

Geschäft in Deutschland wird bis Ende 2026 eingestellt

Galt als größte Nachhaltigkeitsbank Europas

– (Wechsel empfohlen)

Seit 1997 beobachten wir auf greenya.de den deutschen Markt für grüne Finanzanbieter. Auffällig ist gerade eine Bewegung: Mit dem Rückzug der Triodos Bank bündeln sich die als „streng nachhaltig" geltenden Girokonten auf wenige Anbieter. Für Verbraucherinnen und Verbraucher heißt das: Die Auswahl wird übersichtlicher, der genaue Blick auf die Kriterien umso wichtiger.

Was macht eine Bank wirklich nachhaltig?

Eine nachhaltige Bank unterscheidet sich von konventionellen Kreditinstituten vor allem dadurch, wofür sie das Geld ihrer Kundschaft verwendet. Das Guthaben auf einem Bankkonto liegt nicht still: Über die Kreditvergabe fließt es als Kredite an Unternehmen und Projekte, dazu kauft die Bank Wertpapiere. Bei konventionellen Häusern landet das Geld so womöglich in fossilen Energien, Rüstung oder Massentierhaltung, im Zweifel sogar in der Waffenproduktion. Grüne Banken (auch ethische Banken, Ethikbanken, Ökobanken oder Öko-Banken genannt) schließen genau das per Satzung aus. Eine echte Öko-Bank lenkt das Geld stattdessen gezielt in Vorhaben mit ökologischem und sozialem Nutzen.

Als Orientierung hilft ein einfacher Drei-Punkte-Check, mit dem sich jede Bank prüfen lässt: Ausschlusskriterien, Positivkriterien und ein unabhängiges Urteil.

Strenge Ausschlusskriterien

Nachhaltige Banken verzichten satzungsgemäß auf die Finanzierung bestimmter Branchen. Typische Tabu-Bereiche sind:

  • Atomkraft und fossile Energieträger wie Kohle

  • Rüstungsindustrie und geächtete Waffen

  • Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen

  • Massentierhaltung und Agro-Gentechnik

  • Glücksspiel, Tabak und Pornografie

Die Stiftung Warentest verlangt für die Aufnahme in ihren Vergleich, dass Kohle, Atomkraft, Tabak, konventionelle sowie geächtete Waffen und schwere Menschenrechtsverletzungen ausgeschlossen sind. Eine solche Bankenbewertung stützt sich auf die sogenannten ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung). Sie prüft, ob eine Bank Unternehmen mit schweren Kontroversen meidet.

Positive Anlagekriterien

Statt in problematische Branchen fließt das Geld gezielt in Projekte mit ökologischem oder sozialem Nutzen. Diese Positivkriterien umfassen erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft, ökologisches Bauen und Sanieren, Bio-Landwirtschaft sowie soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Pflegeeinrichtungen. So entfaltet eine Einlage eine positive Wirkung für Umwelt und Gesellschaft. Die UmweltBank etwa hat nach eigenen Angaben 2024 rund 3,4 Milliarden Euro in solche soziale und ökologische Projekte gelenkt.

Transparenz und unabhängige Bewertung (Fair Finance Guide, Facing Finance)

Nachprüfbarkeit ist das dritte Kriterium für eine nachhaltige Bank. Transparente Banken legen offen, in welche Unternehmen investiert wird und wohin das Geld fließt: Die EthikBank veröffentlicht als „gläserne Bank" sämtliche Kreditprojekte und Wertpapiere online. Verlässlicher als das Eigenmarketing ist allerdings ein unabhängiges Urteil: Stiftung Warentest, der Fair Finance Guide von Facing Finance oder Auszeichnungen wie der Deutsche Nachhaltigkeitspreis liefern eine geprüfte Einordnung. Der Begriff „nachhaltig" selbst ist rechtlich nicht geschützt, deshalb ist diese externe Bestätigung der wichtigste Schutz vor Greenwashing.

Die führenden nachhaltigen Banken im Detail

Den deutschen Markt für nachhaltige Banken prägen vor allem fünf Anbieter: die GLS Bank, die UmweltBank, die EthikBank, Tomorrow und die Triodos Bank. Die folgenden Porträts zeigen Konditionen, Schwerpunkte und den aktuellen Stand Mitte 2026.

GLS Bank: die Pionierin mit Filialnetz

Die 1974 gegründete GLS Bank aus Bochum ist die erste sozial-ökologische Universalbank Deutschlands. Sie ist eine Genossenschaft mit rund 90.000 Mitgliedern. Als eine der wenigen grünen Banken betreibt sie Filialen, unter anderem in Berlin, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, München und Stuttgart.

Das GLS-Girokonto kostet 3,80 Euro Kontoführung pro Monat, dazu kommt der GLS-Beitrag von 5 Euro monatlich (60 Euro im Jahr). Unter 28 Jahren und für Geringverdiener sinkt dieser Beitrag auf 1 Euro im Monat. Die girocard kostet 15 Euro, die Mastercard-Kreditkarte 30 Euro im Jahr. Kundinnen und Kunden können wählen, in welche Branchen ihr Geld vorrangig fließen soll, etwa Wohnen, Ernährung oder erneuerbare Energien.

UmweltBank: nachhaltiges Girokonto vom Testsieger

Die 1997 gegründete UmweltBank aus Nürnberg ist die einzige börsennotierte nachhaltige Bank Deutschlands. Die Satzung schließt Investitionen in fossile Energien, Atomkraft und Rüstung aus; ein unabhängiger Umweltrat überwacht das. In der Stiftung-Warentest-Untersuchung (Finanztest 4/2025) ging die UmweltBank als Testsiegerin hervor und erhielt das Prädikat „streng nachhaltig".

Lange war die UmweltBank eine reine Anlage- und Finanzierungsbank. Seit Ende Juni 2025 bietet sie mit dem „UmweltGiro" ein eigenes nachhaltiges Girokonto an: 4,90 Euro pro Monat, im ersten Jahr kostenlos, dazu eine Startprämie von 150 Euro (100 Euro Startguthaben, 50 Euro Spende an den NABU). Die girocard ist bis Ende 2026 gebührenfrei, danach kostet sie 9 Euro im Jahr. Die Kreditkarte besteht aus Holz. Die Kundenzahl wuchs 2025 nach Angaben der Bank um 19 Prozent auf mehr als 184.000.

EthikBank: die transparenteste Bank

Die EthikBank aus dem thüringischen Eisenberg wurde 2002 als Zweigniederlassung der Volksbank Eisenberg eG gegründet. Sie gilt als besonders transparent und veröffentlicht alle Kreditprojekte und Wertpapiere in ihrer „Gläsernen Bank". 2026 wurde sie gleich doppelt mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet: in der Kategorie „Kreditinstitute" sowie für ihre ökologische Baufinanzierung in der Kategorie „Produkte".

Die Konditionen liegen im oberen Bereich: Die Grundgebühr beträgt rund 8,50 Euro im Monat, dafür ist die girocard kostenfrei. Auf das Tagesgeld zahlt die Bank Stand April 2026 etwa 1,75 Prozent pro Jahr. Die EthikBank ist eine reine Direktbank und arbeitet deutschlandweit. Die Einlagen sind über die Sicherungseinrichtung der Volks- und Raiffeisenbanken zusätzlich abgesichert.

Tomorrow: die nachhaltige Banking-App

Tomorrow aus Hamburg ist eine reine Banking-App ohne Filialen und richtet sich an digital-affine Kundinnen und Kunden. Das Unternehmen ist B-Corp-zertifiziert und gleicht nach eigenen Angaben mit jeder Kartenzahlung über Klimaschutzprojekte aus. Das Banking wickelt der BaFin-regulierte Dienstleister Solaris SE (früher Solaris Bank) ab, die Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro pro Person.

Seit Dezember 2025 ist das Einsteiger-Konto „Now" nicht mehr generell kostenlos: Wer unter 21 Jahre alt ist oder mindestens 500 Euro monatlichen Geldeingang nachweist, zahlt 0 Euro, andernfalls 4 Euro im Monat. Eine Bargeldabhebung pro Monat ist frei, danach werden 3 Euro fällig; in Fremdwährung kommen 2 Prozent hinzu. Insgesamt gibt es drei Kontomodelle: „Now" sowie die umfangreicheren „Change" und „Zero" für 9 beziehungsweise 15 Euro im Monat.

Triodos Bank: der Rückzug aus Deutschland

Die niederländische Triodos Bank galt lange als größte Nachhaltigkeitsbank Europas und war seit 2009 in Deutschland aktiv. Im September 2025 kündigte sie an, ihr Deutschlandgeschäft einzustellen. Die meisten Verträge laufen bis Ende 2026 aus, 2027 soll der Rückzug abgeschlossen sein. Betroffen sind rund 35.000 Kundinnen und Kunden.

Im März 2026 schloss die Triodos Bank eine Kooperation mit der UmweltBank, damit wechselwillige Kundinnen und Kunden nahtlos umsteigen können. Wer noch ein Triodos-Konto hat, sollte sich daher frühzeitig nach einer Alternative umsehen. Neue Konten bei einer in Deutschland bleibenden Bank wie GLS, UmweltBank oder EthikBank sind die naheliegende Wahl.

Kirchliche und weitere ethische Banken

Auch kirchlich orientierte Banken arbeiten nach ethischen Grundsätzen. Die Evangelische Bank mit Sitz in Kassel ist die größte kirchliche Bank Deutschlands und EMASplus-zertifiziert. Die Steyler Bank des gleichnamigen Missionsordens legt ihren Fokus auf Schöpfungsbewahrung, Frieden und Gerechtigkeit. Im genossenschaftlichen Bereich gelten zudem die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) sowie die Bank für Kirche und Caritas als streng nachhaltig; die KD Bank zählt in strengen Tests regelmäßig zu den besten Anbietern. Diese Häuser richten sich häufig an Privatkunden mit kirchlichem oder sozialem Hintergrund, stehen aber allen offen.

Kosten nachhaltiger Banken im Vergleich

Im Vergleich zu konventionellen Banken liegen die laufenden Gebühren nachhaltiger Banken im mittleren bis gehobenen Bereich. Ein Girokonto kostet je nach Anbieter zwischen 0 und rund 8,50 Euro im Monat, hinzu kommen meist Kartengebühren. Wer wechselt, muss also gegenüber einer herkömmlichen Direktbank oft mit etwas höheren Gebühren rechnen. Im Gegenzug erhalten Kundinnen und Kunden Transparenz darüber, wohin ihr Geld fließt, sowie den Ausschluss problematischer Branchen.

Günstige Einstiegsangebote machen den Preisunterschied kleiner, als viele erwarten: Das Tomorrow-Now-Konto ist für junge Menschen oder bei regelmäßigem Geldeingang kostenlos, und das UmweltGiro ist im ersten Jahr gebührenfrei und lockt mit einer Startprämie. Mit diesen günstigen Konditionen sind die Einstiegsangebote mit konventionellen Direktbanken vergleichbar. Höchste Sparzinsen gibt es allerdings oft anderswo, etwa bei klassischen Direktbanken wie der ING. Das ist der Preis für die strengere Anlagepolitik. Konventionelle Banken sind im Schnitt günstiger, legen aber meist nicht offen, wohin das Geld fließt. Wer gezielt nach Zinsen sucht, findet in unserem Überblick zum nachhaltigen Tagesgeldkonto passende Angebote.

Sicherheit und Einlagensicherung bei grünen Banken

Bei der Sicherheit gibt es keinen Unterschied zwischen nachhaltigen und konventionellen Banken. Alle vorgestellten Institute unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung der Europäischen Union: Pro Person und Bank sind mindestens 100.000 Euro abgesichert.

GLS Bank und EthikBank sind zusätzlich Mitglied in der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken, die über die gesetzliche Grenze hinausgeht. Tomorrow ist über den BaFin-regulierten Dienstleister Solaris SE abgesichert, die UmweltBank als Privatbank über das gesetzliche System. Das Geld auf einem nachhaltigen Konto ist damit genauso geschützt wie bei jeder anderen Bank.

Für wen lohnt sich der Wechsel zu einer nachhaltigen Bank?

Eine grüne Bank passt besonders gut zu Menschen, die sicherstellen wollen, dass ihr Geld keine schädlichen Projekte finanziert, und die wissen wollen, wohin es fließt. Auch wer mit der Bankwahl ein Zeichen setzen oder bei Investitionen mitbestimmen will, ist hier richtig.

Weniger geeignet sind nachhaltige Banken für ausgesprochene Schnäppchenjäger, da die Gebühren selten die niedrigsten am Markt sind. Auch wer Wert auf persönliche Beratung in der Filiale legt, findet nur wenige Anbieter, denn die meisten grünen Banken sind Direktbanken. Die GLS Bank ist hier mit ihrem Filialnetz die Ausnahme.

Nachhaltig Geld anlegen: Tagesgeld, Depot und Fonds

Über das Girokonto hinaus lässt sich bei den meisten grünen Banken auch nachhaltig Geld anlegen. Zum Angebot gehören in der Regel Tagesgeld- und Festgeldkonten, ein Wertpapierdepot sowie nachhaltige Fonds, ETFs und Aktienfonds. So lassen sich Konto und Geldanlage bei einem einzigen Anbieter bündeln, der dieselben Ausschluss- und Positivkriterien anwendet. Wie das im Detail funktioniert, zeigen unsere Ratgeber Geld mit gutem Gewissen anlegen und nachhaltig investieren mit System.

Bank wechseln: in vier Schritten zur nachhaltigen Bank

Die passende Bank zu finden und die Bank zu wechseln, ist einfacher, als viele denken. Wer die Bank wechseln möchte, ist online oft in wenigen Minuten fertig. Ein Bankwechsel läuft in vier Schritten:

  1. Passende Bank finden: Vergleichen Sie Nachhaltigkeitskriterien, Kosten und gewünschte Funktionen (Filiale oder reines Online-Banking, Depot, Kredite).

  2. Konto eröffnen: Den Antrag für die Eröffnung eines Girokontos füllen Sie online aus, die Identifizierung läuft per VideoIdent oder PostIdent.

  3. Kontowechselservice nutzen: Die meisten Banken informieren Ihre Zahlungspartner automatisch und übertragen Daueraufträge und Lastschriften.

  4. Altes Konto auflösen: Nach erfolgreicher Umstellung kündigen Sie Ihr bisheriges Konto.

Häufige Fragen zu nachhaltigen Banken

Welche ist die beste nachhaltige Bank in Deutschland?

Laut Stiftung Warentest (Finanztest 4/2025) gelten drei Banken als „streng nachhaltig": die GLS Bank, die UmweltBank und die EthikBank. Sie begrenzen Kredite und Eigenanlagen auf nachhaltige Branchen und unterhalten einen Nachhaltigkeitsbeirat. Die UmweltBank ging dabei als Testsiegerin hervor.

Sind nachhaltige Banken sicher?

Ja. Nachhaltige Banken unterliegen denselben Sicherheitsstandards wie konventionelle Institute. Die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Person ist garantiert, einige Banken bieten über ihre Sicherungsverbünde zusätzlichen Schutz.

Was ist mit der Triodos Bank passiert?

Die Triodos Bank stellt ihr Geschäft in Deutschland ein. Im September 2025 kündigte sie den Rückzug an, die meisten Verträge sollen bis Ende 2026 abgewickelt sein. Bestehende Kundinnen und Kunden sollten rechtzeitig zu einer Alternative wechseln, etwa zur UmweltBank, mit der Triodos dafür kooperiert.

Kann ich bei einer nachhaltigen Bank auch Kredite aufnehmen?

Ja. Die meisten nachhaltigen Banken vergeben Kredite, bevorzugt für ökologische Vorhaben wie Photovoltaikanlagen, energetische Sanierung oder Elektrofahrzeuge. Die EthikBank etwa belohnt mit ihrem ÖkoBaukredit umweltfreundliches Bauen mit Zinsabschlägen.

Gibt es nachhaltige Banken mit Filialen?

Die GLS Bank verfügt über Filialen in mehreren deutschen Städten und bietet persönliche Beratung vor Ort. Die meisten anderen nachhaltigen Banken wie UmweltBank, EthikBank und Tomorrow sind Direktbanken ohne Filialnetz.

Woran erkenne ich Greenwashing bei einer Bank?

Der Begriff „nachhaltig" ist rechtlich nicht geschützt, deshalb hilft ein Blick auf konkrete Belege: veröffentlichte Ausschlusskriterien, transparente Kreditlisten und vor allem ein unabhängiges Urteil von Stiftung Warentest, dem Fair Finance Guide oder durch Auszeichnungen wie den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Ab dem 27. September 2026 verschärft zudem die EU-Richtlinie 2024/825 die Regeln für vage Umweltwerbung.

Fazit: nachhaltige Banken als zukunftsfähige Alternative

Nachhaltige Banken sind keine Nische mehr. Mit klaren Ausschlusskriterien, hoher Transparenz und konkurrenzfähigen Einstiegskonditionen bieten sie eine ernsthafte Alternative zu konventionellen Instituten. Die GLS Bank, die UmweltBank und die EthikBank gelten 2026 als die strengsten Anbieter, Tomorrow ergänzt das Feld als mobile Lösung.

Für die Wahl helfen drei einfache Fragen: Was schließt die Bank aus, wofür setzt sie das Geld ein, und bestätigt eine unabhängige Stelle die Nachhaltigkeit? Wer diese drei Punkte prüft, trifft eine fundierte Entscheidung. Bei der Suche nach nachhaltigen Finanzanbietern und vielen weiteren Bereichen hilft das grüne Branchenverzeichnis von greenya, das den deutschen Nachhaltigkeitsmarkt seit 1997 abbildet.


Quellen und weiterführende Informationen

  1. Stiftung Warentest: „Nachhaltige Banken im Vergleich", Finanztest 4/2025

  2. Stiftung Warentest: „Triodos Bank stellt Geschäft in Deutschland ein", September 2025

  3. Triodos Bank: Pressemitteilung zur Kooperation mit der UmweltBank, März 2026

  4. UmweltBank: „Nachhaltiges Girokonto mit Startprämie" sowie Geschäftszahlen 2025

  5. EcoReporter: „EthikBank gewinnt Deutschen Nachhaltigkeitspreis", Oktober 2025

  6. Fair Finance Guide Deutschland / Facing Finance: Bewertung deutscher Banken

  7. Verbraucherzentrale.de: „Geld anlegen: Wie nachhaltig können Banken wirklich sein?"

  8. Utopia: Ratgeber zu nachhaltigen Banken und Triodos-Alternativen

  9. Offizielle Websites und Preisverzeichnisse: GLS Bank, UmweltBank, EthikBank, Tomorrow, Triodos Bank (Stand 2026)


Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die Angaben wurden sorgfältig recherchiert, können sich jedoch ändern. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wird keine Gewähr übernommen. Bitte informieren Sie sich vor einer Kontoeröffnung direkt bei der jeweiligen Bank über die aktuellen Konditionen.

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