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Insektenfreundlicher Balkon Es summt und brummt: Dein Schlaraffenland für Bienen

Photo by Maurits Bausenhart on Unsplash

Liebst du Bienen und Hummeln auch so sehr wie wir? Dann zeigen wir dir jetzt, wie du deinen Balkon oder deine Terrasse zu einem Schlaraffenland für Bienen machst. Nur Dank der vielen Wild- und Honigbienen können wir Obst, Gemüse und Blumen genießen. Jeder kann etwas für die nützlichen Insekten tun. Auch Deinen Balkon kannst du insektenfreundlich gestalten.


Foto: ronstik – stock.adobe.com | ein Balkon voller Blumen

Eine Pflanze ist bienenfreundlich, wenn sie der Biene entweder Nektar oder Pollen bietet. Nektar brauchen Bienen zur Ernährung für sich selbst, sodass sie genug Energie zum Fliegen haben, für die Wärmeproduktion und für ihre generellen Körperfunktionen. Mit den Pollen, die ein besonders eiweißreiches Futter darstellen, versorgen die Bienen – vor allem Honigbienen – ihre Brut. Zum einen benötigen die Ammenbienen den Pollen als Nahrung, um daraus das Gelee Royale (die „Schwesternmilch“) für ihre jüngsten Larven herzustellen, zum anderen wird der Pollen mit Honig vermischt auch direkt als „Bienenbrot“ an ältere Larven verfüttert. Nicht alle Pflanzen liefern Nektar und Pollen in gleicher Menge, manche sogar nur jeweils das eine oder andere. Klatschmohn zum Beispiel bietet viele Pollen, Linden hingegen spenden viel Nektar.

Und auch die Blüte macht den Unterschied: Bei vielen unserer üppigen und herrlich duftenden Zierpflanzen sind die Blätter züchterisch vermehrt – man spricht von gefüllten Blüten. Diese verwehren den Bienen den Zugang zum Inneren der Blüte oder liefern erst gar keinen Nektar oder Pollen – und sind daher für Honigbienen und für Wildbienen als Nahrung wertlos. Gefüllte Stockrosen, Geranien oder Forsythien sind oft nur für uns Menschen schön anzusehen.
 

Welche Blumen mögen Bienen?

Grundsätzlich kann man sagen, dass Honigbienen fast alle Blühpflanzen lieben. Wildbienen sind auf spezielle Pflanzenarten angewiesen.


Photo by Aaron Burden on Unsplash


Worauf sollte ich bei der Blumenauswahl achten?

Stark gezüchtete Sorten und gefüllte Blüten sind für Bienen nutzlos. Wähle Sorten mit ungefüllten Blüten. Achte darauf Frühblüher, Sommerblüher und Spätblüher zu pflanzen - so kommen die Bienen und Du von Frühjahr bis Spätherbst in die Freude einer abwechslungsreichen Blütenpracht. Früh blühende Blumen sind für fliegende Insekten überlebensnotwendig. Kaufe möglichst Biosaatgut und Pflanzen aus einer Bio-Gärtnerei.

Frühblüher sind z. B.: Schneeglöckchen, Winterling, Veilchen, Krokusse oder Narzissen

Sommer- und Spätblüher mit denen du Insekten lockst sind: Schafgarbe, Akelei, Lavendel, Lupine, Wilde Malve, Astern, ungefüllte Dahliensorten, Goldlack, Kapuzinerkresse, Verbene, Männertreu, Wandelröschen, Löwenmäulchen, Küchenkräuter (Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze, Dill, Minze, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Thymian), Kornblume, Ringelblume, Duftnessel, Gänseblümchen, Veilchen, Gundermann, Kapuzinerkresse

Große, bepflanzte Kübel sind besonders praktisch, denn die speichern lange Wasser und lassen viel Raum um dir ein großes, blumig-buschiges Erlebnis zu bieten! Dafür eignen sich Schafgarbe, Stockrose, Lavendel, buschige Brombeer-Sorten, Melisse, Oregano, Phlox, Steppen-Salbei, Schnittlauch, Astern, Sumpfdotterblume, Wegwarte, Fingerhut, Herbst-Salbei, Fetthenne, Ysop, Thymian, Winterheide, Phacelia, Indianernessel und Katzenminze. In kleineren Gefäßen finden Ringelblumen, Borretsch, Cosmea, Kornblumen, niedrige Sonnenblumen und Wicken platz.

Biologisches Saatgut bekommst du bei diesen Anbietern: https://greenya.de/kategorie/saatgut-saemereien

Vorgezogene Blumen und Stauden findest du hier: https://greenya.de/kategorie/pflanzen-blumen


Ungefüllte Dahlie | Photo by nicolas reymond on Unsplash

Rosa Gänseblümchen
Gänseblümchen gibt es auch in rosa und violett | Photo by Pamir Fatiholu on Unsplash

Sonnenblume und Schmetterling
Schmetterling auf Sonnenblume | Photo by Dave on Unsplash

 

Wie oft gieße ich und wann?

Vor dem Gießen fühle bitte die Erde, ob sie trocken ist. Pflanzen machen auch schlapp, wenn sie zu viel Wasser bekommen. Wichtig ist, dass deine Pflanzgefäße unten ein Loch haben, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen. Wenn die Erde zu trocken ist, nimmt sie schwer wieder Wasser an. Es läuft beim Gießen einfach unten wieder aus dem Topf und erreicht die Wurzeln gar nicht. Praktisch ist ein Untersetzer oder eine Schale unter dem Pflanzgefäß. Dort kann sich überschüssiges Wasser sammeln und langsam von der Pflanze aufgesogen werden. 
Gieße deinen Pflanzen kein Wasser auf den Kopf. Am besten nur direkt auf die Erde. Und bitte nimm am besten Regenwasser oder lass Leitungswasser so lange stehen bis es Lufttemperatur hat. Wer mag schon gerne eine unerwartete kalte Dusche? 

Kommen die Blumen im nächsten Jahr wieder? 

Viele Kübelpflanzen könnt ihr über den Winter retten. Die meisten vertragen keine Frost. Stauden wie Goldlack, Schafgarbe und auch die Kräuter (außer Basilikum) kommen leicht über den Winter. Die brauchen aber ab und zu Wasser. Sonst vertrocknen sie. 

Von Kapuzinerkresse, Ringelblumen, Akelei, Löwenmäulchen kannst du im Spätsommer Samen gewinnen. Einfach ein paar Blüten hängen lassen, bis sich die Samenstände entwickelt haben! Die Samen bei Zimmertemperatur trocknen und im März in Töpfen aussehen. Bis April am besten auf der Fensterbank stehen lassen. Dann können die Pflanzen aber auch wieder raus auf den Balkon.

Wie kann ich Bienen und andere Insekten mit Wasser versorgen?

Bienen brauchen besonders im Frühjahr und bei großer Hitze Wasser. Wie du eine bienengerechte Wasserstelle baust, erfährst du hier.

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