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Nachhaltige Outdoorkleidung: Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Foto: unsplash

Skifahren, Wandern, Bergsteigen - es gibt es viele Möglichkeiten draußen aktiv zu sein. Damit dies aber nicht zu einer frostigen oder nassen Angelegenheit wird, ist die richtige Outdoorkleidung besonders wichtig. Vor allem warm und atmungsaktiv sollte sie sein, aber auch die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Immer mehr Menschen achten außerdem darauf, dass ihre Outdoorkleidung nachhaltig hergestellt ist und die Umwelt weniger belastet.

Was macht Outdoorkleidung nachhaltig?

Freunde des Outdoorsports lieben es, in der Natur zu sein. Wind, Wetter und kalte Jahreszeiten schrecken die meisten dabei nicht ab, denn es gibt ja die passende Funktionskleidung. Aber eben diese Funktionskleidung belastet die Natur oft sehr, zum Beispiel durch eingesetzte Chemikalien. Wer das verhindern möchte, sollte beim Kauf auf nachhaltige Outdoor-Mode setzen. Hier ein paar Tipps, was es dabei zu beachten gilt.

Kleidung aus Recyclingfasern kaufen

OutdookKleidung ist zu 90 % aus synthetischen Fasern hergestellt, um die vielen Funktionen zu erfüllen, für die sie beworben werden. Bei der Herstellung dieser synthetischen Stoffe wird allerdings enorm viel Energie verbraucht und meistens bestehen sie aus fossilen Mineralölen. Das allein ist schon eine Belastung für die Umwelt. Hinzu kommt noch, dass Synthetikstoffe nicht verrotten und somit schlecht zu entsorgen sind. 

Zum Glück gibt es mittlerweile Outdoorkleidung, die aus recyceltem Polyester besteht, was zum Beispiel aus eingeschmolzenen PET-Flaschen hergestellt wird. Diese Herstellungsmethode verbraucht weniger Energie und stößt geringere CO?-Mengen aus, wodurch die Umwelt weniger belastet wird.

Weniger Funktion ist mehr

Wasserdicht, winddicht, wärmend, kühlend - es gibt kaum eine Hightech-Funktion, die Outdoorbekleidung heutzutage nicht erfüllen kann. Aber ist das wirklich immer nötig? Aus Umweltsicht ist weniger definitiv mehr, denn je mehr funktionelle Stoffe eingesetzt werden, desto mehr Chemikalien und Ressourcen werden auch verbraucht. 

Ein Gelegenheitswanderer kann also definitiv zur Winterjacke mit niedrigerer Wassersäule greifen, während für den Extremsportler die dreilagige Membranjacke deutlich mehr Sinn ergibt.

Auf Naturfaser setzen

Hersteller von Outdoorkleidung arbeiten nicht nur an immer neuen Hightech-Funktionen für ihre Produkte, sondern setzen vermehrt auch auf den Einsatz von Naturfasern. Naturfasern haben einige Vorteile gegenüber Synthetikstoffen. Sie belasten die Umwelt beispielsweise weniger mit Mikroplastik, welches sich bei jedem Waschgang aus den synthetischen Stoffen löst und am Ende in Flüssen und Meeren landet. Mikroplastik und andere synthetische Rückstände werden, wie oben erwähnt, niemals abgebaut und landen deshalb durch Nahrungsaufnahme in Tieren und Menschen.

Mittlerweile gibt es aber auch Outdoorkleidung, die aus Naturfasern hergestellt ist, zum Beispiel Funktionsunterwäsche aus Merinowolle. Positiver Nebeneffekt von Merinowolle: Die Geruchsbildung ist deutlich niedriger als bei synthetischer Outdoorkleidung. Auch Allwetterjacken aus Baumwolle sind eine umweltfreundlichere Alternative. Die Fasern dieser Jacken sind sehr dicht gewebt und quellen bei Feuchtigkeit so stark auf, dass sie Wasser automatisch abhalten.

Nur PFC-freie Kleidung kaufen

Mit PFC werden per- und polyfluorierte Chemikalien bezeichnet, die bei den Herstellern von Outdoorkleidung besonders beliebt waren. Sie wurden für die wasser- und schmutzabweisende Beschichtung der Kleidungsstücke eingesetzt, stehen aber in Verdacht, sehr krebserregend zu sein. Außerdem werden diese Stoffe in der Natur nicht abgebaut.

Die gute Nachricht ist, dass viele Firmen PFC-Chemikalen mittlerweile aus ihrer Produktion verbannt haben. Ein Blick auf die Website des jeweiligen Herstellers lohnt sich dennoch, um den Entwicklungsfortschritt festzustellen. An der Kleidung selbst ist es nämlich oft nicht oder nur schwer zu erkennen.

Outdoorkleidung mit Textilsiegel kaufen

Nicht nur die eingesetzten Chemikalien sind eine Belastung für die Umwelt, sondern auch der Ressourcenverbrauch bei der Herstellung. Mittlerweile gibt es einige Textilsiegel, die Produktion und Endprodukte genau unter die Lupe nehmen und eine Zertifizierung nur ausstellen, wenn die hohen Standards erfüllt sind. Dazu gehört etwa das für die Outdoorbranche relevanteste Label Bluesign. Auch Kleidungsstücke mit dem Grünen Knopf Label erfüllen hohe Standards im ökologischen und sozialen Bereich.

Slow Fashion statt Fast Fashion

Outdoorkleidung ist besonders robust und langlebig. Daher sollten gekaufte Kleidungsstücke nicht einfach weggeschmissen oder ausgetauscht werden, wenn die nächste Kollektion auf dem Markt ist. Am nachhaltigsten ist es, wenn die Outdoorkleidungsstücke gut gepflegt und nicht zu oft gewaschen werden. Beschädigungen lassen sich oft ganz einfach selbst reparieren. Anleitungen dazu gibt es häufig direkt vom Hersteller. 

Nachhaltige Kleidung wird bei Deutschen immer wichtiger

Nachhaltigkeit gewinnt in vielen Lebensbereichen an immer mehr Bedeutung, so auch in der Modebranche. Laut einer Studie von YouGov steht Mode mittlerweile auf Platz 8 der wichtigsten Sektoren beim Thema Nachhaltigkeit. Für 39 Prozent der Deutschen ist es demnach wichtig, nachhaltige Kleidung zu tragen. Der Gesamtdurchschnitt aller Befragten in Europa liegt hier bei 42 Prozent. Wichtige Kriterien für die Befragten waren außerdem der Verzicht auf Einsatz von Chemie bei der Produktion sowie das „Cruelty-Free“-Label, also dass die Produkte frei von Tierversuchen und Tierleid sind. Ein gutes Zeichen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Modebranche.

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