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Saisonkalender Juni: Welches Obst und Gemüse jetzt frisch und regional ist

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Aktualisiert:

Der Juni ist Beeren-Monat. Erdbeeren stehen in voller Hochsaison, die ersten Süßkirschen reifen an deutschen Bäumen, Himbeeren und Stachelbeeren starten ihre Ernte. Gleichzeitig endet am 24. Juni – dem Johannitag – traditionell die Spargel- und Rhabarbersaison. Ein über Jahrhunderte gewachsenes Datum, das den Pflanzen die Erholung bis zum nächsten Frühjahr gönnt.

Beim Gemüse vollzieht der Juni den Übergang vom Frühling zum Sommer. Zucchini und grüne Bohnen starten vom Freiland. Erste Freilandtomaten reifen in Süddeutschland. Blumenkohl und Brokkoli liefern zuverlässig. Salate stehen in voller Freiland-Pracht. Über 50 Sorten Obst und Gemüse kommen im Juni aus deutschem Freiland oder Gewächshaus – so viel wie in keinem Frühlingsmonat zuvor. Der Juni markiert den Punkt, an dem die Saison-Vielfalt ihren Höhepunkt erreicht.

Die Klimabilanz des Juni-Einkaufs ist exzellent. Freilandware verursacht laut IFEU-Institut zwischen 0,1 und 0,3 kg CO₂-Äquivalente pro Kilogramm. Importware ist im Juni fast überflüssig – nur bei Bananen, Avocados und exotischen Früchten gibt es keine regionale Alternative. Wer im Juni saisonal einkauft, braucht kaum Kompromisse. Das Klima profitiert, der Geschmack erst recht.

Dieser Saisonkalender Juni zeigt dir die komplette saisonale Auswahl, mit Bezugsquellen, Selbstpflück-Tipps und regionalen Besonderheiten. Im kompletten Saisonkalender findest du alle zwölf Monate – und was im Mai Saison hatte.

Was hat im Juni Saison? Obst und Gemüse auf einen Blick

Über 50 regionale Lebensmittel stehen im Juni zur Verfügung. Das Freiland dominiert jetzt komplett. Die Vielfalt ist enorm. Die Übersichtstabelle zeigt, was wann verfügbar ist – einige Sorten starten erst Ende Juni.

Lebensmittel

Freiland DE

Gewächshaus DE

Saisonstatus

Erdbeeren

Hochsaison

Süßkirschen

✅ (ab Mitte Juni)

Saisonstart

Sauerkirschen

✅ (ab Ende Juni)

Saisonstart

Himbeeren

Saisonstart

Stachelbeeren

Saisonstart

Johannisbeeren

✅ (ab Ende Juni)

Saisonstart

Heidelbeeren

✅ (ab Ende Juni)

Saisonstart

Spargel

✅ (bis 24.6.)

Saisonende

Rhabarber

✅ (bis 24.6.)

Saisonende

Zucchini

Saisonstart

Grüne Bohnen

Saisonstart

Gurke

✅ (frühe Sorten)

Saisonstart Freiland

Tomate

✅ (Süden, frühe Sorten)

Glashaus-Hauptsaison

Blumenkohl

Hauptsaison

Brokkoli

Hauptsaison

Spitzkohl, Weißkohl

✅ (früh)

Saisonstart

Möhre (Bundmöhre)

Hauptsaison

Radieschen

Hauptsaison

Kohlrabi

Hauptsaison

Mangold, Spinat

Hauptsaison

Frühlingszwiebeln

Hauptsaison

Salate (alle Sorten)

Hauptsaison

Kräuter (Basilikum, Petersilie etc.)

Hauptsaison

Champignon

Ganzjährig

Nicht regional im Juni: Paprika kommt weiterhin überwiegend aus Spanien oder den Niederlanden. Exotische Früchte – Bananen, Mangos, Avocados – haben keine heimische Alternative. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt, im Juni die enorme Freiland-Vielfalt voll auszuschöpfen.

Beeren im Juni: Erdbeeren, Kirschen und der Start der Beerensaison

Der Juni läutet die Beerensaison ein. Erdbeeren erreichen ihre Hochsaison, Süßkirschen reifen ab Mitte des Monats, und Ende Juni starten Heidelbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren. Kein anderer Monat bietet eine vergleichbare Beeren-Vielfalt. Pro Kopf essen Deutsche rund 3,5 Kilogramm Erdbeeren pro Jahr – der Großteil davon wird im Juni geerntet.

Die wirtschaftliche Bedeutung ist erheblich. Laut BVEO liegt die deutsche Erdbeerfläche bei rund 10.000 Hektar. Die Kirschen-Anbaufläche umfasst rund 5.700 Hektar – Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg produzieren zusammen rund die Hälfte. Für Verbraucher bedeutet die Juni-Beerensaison: regionale Vielfalt zum besten Preis. Die Erntezeit für Beeren beginnt im Juni und reicht bis in den September.

Die CO2-Bilanz von regionalen Beeren im Juni ist unschlagbar. Frisch gepflückte Erdbeeren vom Feld nebenan verursachen kaum messbare Transportemissionen. Im Vergleich: Heidelbeeren aus Peru im Winter schlagen mit über 10 kg CO₂ pro Kilogramm zu Buche – das Hundertfache. Der Juni ist der Monat, in dem sich saisonales Einkaufen bei Obst am deutlichsten auszahlt.

Erdbeeren in Hochsaison: Jetzt am besten und günstigsten

Im Juni erreichen Erdbeeren ihren geschmacklichen Höhepunkt. Voll ausgereifte Freiland-Erdbeeren – Senga Sengana, Elsanta, Daroyal – entwickeln ihr komplettes Aroma erst am Strauch. Importerdbeeren werden dagegen unreif geerntet. Der Geschmacksunterschied ist deutlich. Freiland-Erdbeeren sind intensiv rot, saftig und duften schon beim Kauf nach Sommer.

Pro Kilogramm kosten regionale Erdbeeren im Juni zwischen 3 und 6 Euro – deutlich günstiger als zum Saisonstart im Mai. Auf Selbstpflück-Feldern liegt der Preis sogar bei nur 3 bis 4,50 Euro. Die CO₂-Bilanz stimmt ebenfalls: Laut IFEU-Institut verursachen Freiland-Erdbeeren rund 0,3 kg CO₂ pro Kilogramm – spanische Importware das Doppelte.

Wer Erdbeeren einfrieren oder zu Marmelade verarbeiten will, macht das am besten jetzt – in der Hochsaison. Pro Kilogramm selbst gemachte Erdbeermarmelade braucht man rund 1,5 Kilogramm Früchte. Tiefgekühlte Erdbeeren halten sich bis zu zwölf Monate und eignen sich für Smoothies, Müsli und Desserts. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Erdbeeren vor dem Einfrieren auf einem Blech vorzufrieren – so kleben sie nicht zusammen.

Süßkirschen und Sauerkirschen im Juni

Süßkirschen starten ab Mitte Juni in Süddeutschland – am Bodensee, in der Pfalz, am Oberrhein. In Norddeutschland beginnt die Ernte rund zwei Wochen später. Sauerkirschen folgen Ende Juni. Rund ein Drittel der deutschen Kirschproduktion kommt aus Rheinland-Pfalz.

Frische Süßkirschen vom Baum sind eine Delikatesse mit kurzer Haltbarkeit. Im Kühlschrank halten sie maximal drei bis vier Tage – am besten ungewaschen und mit Stiel lagern. Kirschen reifen nach der Ernte nicht nach, deshalb sollte man nur vollreife Früchte kaufen. Glänzende, pralle Kirschen mit grünem Stiel sind frisch.

Sauerkirschen eignen sich besonders für Kuchen, Kompott und zum Einwecken. Sie sind säuerlicher und fester als Süßkirschen – ideal für die Verarbeitung. Sauerkirschen-Saft hat einen besonders hohen Anteil an Anthocyanen. Pro 100 Gramm liefern Kirschen rund 12 mg Vitamin C und wertvolle Anthocyane, die als Antioxidantien wirken. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Kirschen erst vor dem Verzehr abzuspülen – Feuchtigkeit beschleunigt den Verderb.

Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren

Ende Juni startet die Saison für die kleineren Beerenarten. Heidelbeeren aus deutschem Anbau – nicht zu verwechseln mit Kulturheidelbeeren aus Peru – kommen ab Ende Juni vom Freiland. Sie schmecken intensiver als Importware und enthalten mehr Anthocyane. Himbeeren starten ebenfalls und liefern pro 100 Gramm rund 25 mg Vitamin C.

Johannisbeeren – rot, schwarz und weiß – haben ihren Namen vom Johannitag (24. Juni) und starten passend um dieses Datum. Schwarze Johannisbeeren sind wahre Vitamin-C-Bomben: rund 177 mg pro 100 Gramm, mehr als jede Zitrusfrucht. Rote Johannisbeeren eignen sich hervorragend für Kuchen und Gelees. Stachelbeeren runden das Beerensortiment ab – sie schmecken roh leicht säuerlich und entfalten ihr volles Aroma in Desserts und Marmelade.

Alle Beerenarten lassen sich hervorragend einfrieren – eine einfache Methode, den Sommer zu konservieren. Pro Kilogramm kosten Himbeeren im Juni zwischen 8 und 14 Euro, Heidelbeeren zwischen 6 und 10 Euro. Auf Selbstpflück-Feldern sind die Preise deutlich niedriger. Der Juni ist die beste Zeit, um einen Vorrat für den Herbst und Winter anzulegen.

Saisonales Gemüse im Juni: Zucchini, Bohnen und erste Freilandtomaten

Der Juni vollzieht beim Gemüse den Übergang vom Frühling zum Sommer. Zucchini und grüne Bohnen starten vom Freiland. Erste Freilandtomaten reifen in warmen Regionen Süddeutschlands. Blumenkohl, Brokkoli und Kohlrabi laufen in Hochsaison. Die Vielfalt auf dem Wochenmarkt ist jetzt maximal – an manchen Marktständen zählt man über 20 verschiedene Gemüsesorten gleichzeitig. Wer saisonal kocht, hat im Juni keine Einschränkungen mehr.

Zucchini gehört zu den produktivsten Gemüsepflanzen – eine einzige Pflanze liefert über die Saison bis zu 20 Früchte. Im Juni kosten Zucchini auf dem Wochenmarkt zwischen 1 und 2 Euro pro Stück. Kleine, feste Zucchini mit maximal 20 Zentimetern Länge schmecken am besten. Grüne Bohnen starten ihre Freilandsaison und bleiben bis September. Pro 100 Gramm liefern sie rund 5 mg Eisen und 25 mg Vitamin C. Kurz blanchiert und in Butter geschwenkt sind sie eine ideale Sommerbeilage. Buschbohnen und Stangenbohnen unterscheiden sich dabei deutlich: Buschbohnen sind zarter, Stangenbohnen kräftiger im Geschmack.

Bundmöhren aus dem Freiland haben im Juni Hauptsaison – die typische Bundmöhre mit Grün dran, frisch vom Feld. Sie schmecken süßer und knackiger als Lagermöhren aus dem Winter. Pro 100 Gramm liefern sie rund 7 mg Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandelt. Radieschen und Kohlrabi bleiben Dauerbrenner – beide kosten auf dem Wochenmarkt unter 2 Euro. Mangold und Spinat liefern weiterhin frisches Blattgemüse. Frühlingszwiebeln passen zu Salaten und Quark.

Blumenkohl und Brokkoli aus deutschem Freiland laufen jetzt in voller Saison. Freiland-Blumenkohl hat ein intensiveres Aroma als Gewächshausware – und kostet zwischen 2 und 4 Euro pro Kopf. Brokkoli enthält pro 100 Gramm rund 115 mg Vitamin C. Spitzkohl und früher Weißkohl starten – der Beginn der Kohlsaison, die bis in den Winter reicht. Erste Freilandtomaten gibt es ab Ende Juni in Süddeutschland – die Hauptsaison folgt im Juli und August. Bis dahin kommen die meisten Tomaten aus dem Gewächshaus, wo sie in Deutschland seit April wachsen.

Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt, im Juni den gesamten Gemüseeinkauf regional zu gestalten. Die Transportwege sind kurz, die Klimabilanz optimal, die Qualität am höchsten.

Salate und Kräuter im Juni: Freiland-Vielfalt in Hochsaison

Im Juni stehen alle Salatsorten gleichzeitig vom Freiland zur Verfügung. Sechs Sorten auf einmal. Die Auswahl ist so groß wie in keinem anderen Monat. Besser geht es nicht. Dazu kommt eine Kräuter-Vielfalt, die selbst ambitionierte Hobbyköche überrascht. Basilikum, Oregano, Thymian – die mediterranen Kräuter wachsen jetzt auch in deutschen Gärten.

Kopfsalat, Lollo Rosso, Lollo Bionda, Eichblattsalat, Batavia und Rucola – alle im Freiland, alle in bester Qualität. Der Unterschied zu Gewächshausware im Winter ist enorm: mehr Geschmack, mehr Nährstoffe, weniger Nitrat. Laut BZfE enthalten Freilandsalate im Sommer bis zu 50 Prozent weniger Nitrat als Gewächshausware in den Wintermonaten. Die CO₂-Bilanz liegt bei rund 0,1 kg pro Kilogramm – ein Bruchteil der Winterproduktion.

Rucola verdient besondere Erwähnung: Er wächst im Juni schnell und kräftig, schmeckt nussig-scharf und passt zu Pasta, Pizza und als Beilage zu Fleischgerichten. Pro 100 Gramm liefert er rund 62 mg Vitamin C – mehr als die meisten anderen Salatsorten. Feldsalat geht im Juni endgültig in seine Sommerpause und wird durch die wärmeliebenden Sorten abgelöst.

Frische Kräuter vom Freiland sind im Juni ein Genuss. Petersilie und Schnittlauch sind Dauerbrenner – sie wachsen bei warmem Wetter besonders kräftig und entwickeln mehr ätherische Öle als im Frühling. Dill begleitet den letzten Spargel und passt auch zu Gurken, Fisch und Kartoffeln. Kerbel und Pimpinelle bringen feine, anisartige Noten in Suppen und Salate. Borretsch – das Gurkenkraut – schmeckt frisch nach Gurke und passt in Salate und zu Kartoffeln. Seine blauen Blüten sind essbar und dekorativ.

Basilikum, Oregano und Thymian wachsen im Juni kräftig und liefern mediterrane Aromen für Pasta, Pizza und Grillgerichte. Basilikum ist allerdings frostempfindlich und sollte erst nach den Eisheiligen ins Freiland – im Juni steht er dann in voller Pracht. Oregano und Thymian sind robuster und vertragen auch kühlere Nächte. Alle drei Kräuter lassen sich gut trocknen und behalten dabei einen Großteil ihres Aromas.

Die Kräuter-Vielfalt im Juni nutzt man am besten zum Konservieren. Kräuteröle, Kräuterbutter und getrocknete Kräuter halten bis in den Winter. Pesto aus Basilikum oder Petersilie, eingefroren in Eiswürfelformen, liefert portionsweise Frische für kalte Monate. Frische Kräuter kosten auf dem Wochenmarkt zwischen 0,80 und 2 Euro pro Bund – im Supermarkt oft das Doppelte bei halber Frische. Wer einen Garten oder Balkon hat, zieht im Juni seine eigenen Kräuter – Schnittlauch, Petersilie und Basilikum gedeihen auch im Topf.

Spargel und Rhabarber im Juni: Warum am 24. Juni Schluss ist

Am 24. Juni endet die Spargelsaison. Dieses Datum ist nicht willkürlich – es hat eine botanische und eine kulturhistorische Begründung. Nach dem Johannitag brauchen die Spargelpflanzen mindestens 100 Tage bis zum ersten Frost, um sich zu regenerieren und Kraft für die nächste Saison zu sammeln. Wer über den 24. Juni hinaus erntet, riskiert schwächere Erträge im Folgejahr.

Der Johannitag war bereits im Mittelalter ein fester Termin im bäuerlichen Kalender. Er markiert den längsten Tag des Jahres und damit die Sommersonnenwende. Die Bauernregel besagt: „Kirschen rot, Spargel tot." Und diese Regel stimmt – wenn die ersten Süßkirschen reifen, ist die Spargelzeit vorbei. Laut Destatis produzieren die rund 1.350 deutschen Spargelbetriebe auf 22.500 Hektar rund 120.000 Tonnen Spargel pro Saison – die letzte Ernte fällt in den Juni.

Auch Rhabarber endet am Johannitag. Der Grund: Ab Ende Juni steigt der Oxalsäuregehalt in den Stangen deutlich an. Hohe Oxalsäure-Werte können bei empfindlichen Personen Nierenbeschwerden fördern. Das BZfE empfiehlt, Rhabarber nach dem 24. Juni nicht mehr zu ernten. Wer Rhabarber für den Sommer konservieren will, sollte ihn jetzt einfrieren oder zu Kompott verarbeiten. Rhabarber-Sirup und Rhabarber-Chutney sind weitere Möglichkeiten, die kurze Saison zu verlängern.

Der Juni bietet die letzte Gelegenheit für Spargel und Rhabarber. Beide Lebensmittel lohnen sich in den ersten drei Juniwochen besonders – die Preise sind niedrig, die Qualität hervorragend. Spargel kostet Mitte Juni oft nur noch 5 bis 8 Euro pro Kilogramm. Wer den Johannitag verpasst, muss bis zum nächsten April warten.

Regionale Unterschiede im Juni in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Der Juni zeigt deutliche regionale Unterschiede – besonders bei Kirschen und Beeren variiert der Saisonstart.

Süddeutschland genießt im Juni die volle Beerensaison. Am Bodensee reifen Süßkirschen ab Mitte Juni – die Region um Überlingen und Meersburg ist ein beliebtes Ziel für Kirsch-Selbstpflücker. In der Pfalz und in Baden starten Heidelbeeren Ende Juni. Erdbeeren laufen in Hochsaison. Erste Freilandtomaten kommen aus dem Oberrheingraben – eine der wärmsten Regionen Deutschlands. Frühkartoffeln sind im Süden schon seit Mai verfügbar. Zucchini und Bohnen starten im Süden etwa eine Woche früher als im Norden.

Norddeutschland liegt bei Kirschen und Beeren zwei bis drei Wochen zurück. Erdbeeren sind in Hochsaison – die Lüneburger Heide und das Alte Land bei Hamburg sind bekannte Anbauregionen mit zahlreichen Selbstpflück-Feldern. Süßkirschen starten hier erst Ende Juni bis Anfang Juli. Bohnen und Zucchini kommen auch im Norden ab Juni vom Freiland. An der Küste reifen Erdbeeren besonders aromatisch – die kühlen Nächte fördern die Zuckerbildung.

Österreich feiert im Juni eine kulinarische Besonderheit: Die berühmten Wachauer Marillen (Aprikosen) starten Ende Juni ihre kurze, aber intensive Saison. Sie gelten als die aromatischsten Marillen Europas. Die AMA Marketing verzeichnet den Juni als Beginn der Obst-Hauptsaison. Marchfelder Spargel endet – wie in Deutschland – am Johannitag. Steirische Erdbeeren und Himbeeren starten ab Mitte Juni.

Die Schweiz profitiert im Juni von der Vielfalt der Höhenlagen. Im Mittelland laufen Erdbeeren und Kirschen in Hauptsaison – die Zuger Kirschen sind eine regionale Spezialität. Bio Suisse verzeichnet den Juni als produktivsten Monat für Schweizer Beeren. In höheren Lagen – Engadin, Berner Oberland – starten Erdbeeren und Salate jetzt erst. Die Schweizer Bauernmärkte bieten im Juni eine besonders breite Auswahl an regionalen Freilandprodukten.

Bezugsquellen im Juni: Selbstpflück-Felder, Hofläden und Wochenmärkte

Der Juni ist der beste Monat für Selbstpflück-Erlebnisse. Erdbeeren, Kirschen und Beeren direkt vom Feld – frischer geht es nicht. Dazu kommt die volle Wochenmarkt-Saison mit einem Sortiment, das keine Wünsche offen lässt.

Erdbeeren zum Selbstpflücken sind das Highlight. Pro Kilogramm kosten sie zwischen 3 und 5 Euro – im Supermarkt zahlt man für vergleichbare Qualität deutlich mehr. Für Familien sind Selbstpflück-Felder ein Erlebnis: Kinder lernen, wo Lebensmittel herkommen, und essen die Beeren oft direkt vom Strauch. Viele Höfe bieten zusätzlich Kirschen-Selbstpflücke an – mit Leiter, Korb und Baumgartenidylle. Der Transportweg: null Kilometer. Die Umweltbilanz: unschlagbar.

Tipp: Morgens pflücken, solange die Beeren noch kühl sind. So bleiben sie länger frisch und transportieren besser. Ein flacher Korb statt einer tiefen Tüte verhindert, dass die untersten Früchte zerdrückt werden.

Auf dem Wochenmarkt bieten regionale Erzeuger im Juni ihr größtes und vielfältigstes Sortiment des Jahres. Beeren, Spargel (letzte Chance!), Salate, Kräuter, Gemüse – alles frisch vom Feld. Im Hofladen gibt es Spezialitäten: Kirschsaft frisch gepresst, Erdbeer-Rhabarber-Marmelade, Kräuter-Sträuße zum Selbstbinden.

Auf greenya.de – Deutschlands Plattform für nachhaltiges Leben seit 1997 – findest du über 27.000 Anbieter, darunter Selbstpflück-Höfe, Hofläden und Bio-Märkte in der gesamten DACH-Region. Bio-Supermärkte wie Alnatura und Denn's führen im Juni ein breites regionales Sortiment – oft mit eigener Saisonauswahl an der Obst- und Gemüsetheke. SoLaWi-Betriebe liefern jetzt die üppigsten Kisten des Jahres – prall gefüllt mit Salaten, Kräutern, Beeren und Gemüse. Die Juni-Kiste ist für viele Mitglieder der Jahreshöhepunkt. Marktschwärmer-Abholpunkte in Großstädten ergänzen das Angebot für alle, die keinen Wochenmarkt in der Nähe haben.

Häufige Fragen zum Saisonkalender Juni

Die wichtigsten Fragen rund um saisonales Einkaufen im Juni – kurz und konkret beantwortet.

Welche Beeren haben im Juni Saison?

Erdbeeren sind in voller Hochsaison. Süßkirschen starten ab Mitte Juni, Himbeeren und Stachelbeeren ebenfalls. Ende Juni kommen Heidelbeeren, Johannisbeeren (rot, schwarz, weiß) und Sauerkirschen dazu. Laut BVEO ist der Juni der beeren-reichste Monat – sechs verschiedene Beerenarten stehen gleichzeitig zur Verfügung.

Wann beginnt die Kirschsaison in Deutschland?

Süßkirschen starten ab Mitte Juni in Süddeutschland – am Bodensee, in der Pfalz und in Baden. In Norddeutschland beginnt die Ernte Ende Juni bis Anfang Juli. Sauerkirschen folgen rund zwei Wochen nach den Süßkirschen. Laut Verbraucherzentrale ist die Kirschsaison kurz – wer zugreifen will, sollte nicht zu lange warten.

Welches Obst hat im Juni Saison in Deutschland?

Erdbeeren (Hochsaison), Süßkirschen (ab Mitte Juni), Himbeeren, Stachelbeeren, erste Heidelbeeren und Johannisbeeren (Ende Juni) sowie Rhabarber (bis 24.6.) bilden das Obstsortiment. Spargel – obwohl botanisch kein Obst – gehört bis zum Johannitag ebenfalls dazu. Die Obstvielfalt verdoppelt sich gegenüber dem Mai.

Welches Gemüse ist im Juni frisch vom Freiland?

Zucchini, grüne Bohnen, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Bundmöhren, Radieschen, Mangold, Spinat, Frühlingszwiebeln, Spitzkohl und erste Freilandtomaten (Süddeutschland). Dazu kommen Salate und Kräuter in voller Vielfalt. Laut BZfE gibt es im Juni über 30 Gemüsesorten aus deutschem Freiland.

Wann endet die Spargelsaison?

Die Spargelsaison endet traditionell am 24. Juni, dem Johannitag. Die Pflanzen brauchen danach mindestens 100 Tage bis zum ersten Frost zur Regeneration. Im Juni kostet Spargel nur noch 5 bis 8 Euro pro Kilogramm – die letzte Gelegenheit für regionale Ware bis zum nächsten April.

Welche Kräuter haben im Juni Saison?

Im Juni wachsen Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Dill, Kerbel, Pimpinelle, Borretsch, Oregano und Thymian im Freiland. Die Kräuter-Vielfalt ist jetzt maximal. Pro Bund kosten frische Kräuter auf dem Wochenmarkt zwischen 0,80 und 2 Euro. Der Juni eignet sich ideal zum Konservieren – als Kräuteröl, Kräuterbutter oder getrocknet.

Fazit: Juni ist der Monat, in dem Importware überflüssig wird

Über 50 Sorten vom Freiland, Beeren satt, die letzte Spargelwoche – der Juni liefert das reichste Angebot des Jahres. Die Auswahl ist riesig. Erdbeeren kosten nur noch 3 bis 6 Euro pro Kilogramm, Spargel verabschiedet sich zum besten Preis. Importware ist fast überflüssig.

Nutze die letzte Spargelwoche vor dem 24. Juni. Genieße die Beeren-Vielfalt. Und decke dich mit Kräutern ein – eingefroren oder getrocknet reichen sie bis in den Herbst. Der Juni belohnt bewusstes Einkaufen mit Geschmack, kurzen Wegen und einer Klimabilanz, die kein Wintermonat auch nur annähernd erreicht. Im Saisonkalender findest du alle zwölf Monate – und was im Juli als Nächstes Saison hat.

Quellen und weiterführende Informationen

  • AMA Marketing Österreich (2025): Saisonkalender – Obst und Gemüse aus Österreich. amainfo.at

  • Bio Suisse (2025): Saisonkalender Schweiz – Obst und Gemüse nach Saison. bio-suisse.ch

  • Bundeszentrum für Ernährung / BZfE (2025): Der Saisonkalender – Obst und Gemüse. bzfe.de

  • BVEO (2025): Saisonkalender Obst und Gemüse – Beerenanbau in Deutschland. bveo.de

  • Destatis / Statistisches Bundesamt (2026): Spargelanbau in Deutschland – Anbaufläche und Betriebe. destatis.de

  • IFEU-Institut Heidelberg (2020): Ökologische Fußabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. ifeu.de

  • Umweltbundesamt / UBA (2024): Ökobilanz von Lebensmitteln. umweltbundesamt.de

  • Verbraucherzentrale Bundesverband (2025): Saisonkalender – Obst und Gemüse frisch und regional einkaufen. verbraucherzentrale.de

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