Textilsiegel im Vergleich: Die wichtigsten Siegel für Kleidung von GOTS bis Grüner Knopf
Auf über 1.000 Schadstoffe prüft OEKO-TEX STANDARD 100 ein Kleidungsstück. Zu Bio-Baumwolle und Löhnen sagt das Siegel nichts. Textilsiegel sind Kennzeichen auf Kleidung und Heimtextilien: Eine unabhängige Stelle kontrolliert ihre Kriterien nach einem veröffentlichten Katalog. GOTS verlangt mindestens 70 Prozent Bio-Fasern, der Grüne Knopf prüft zusätzlich das Unternehmen dahinter.
Die wichtigsten Textilsiegel auf einen Blick: Prüftiefe, Bio-Anteil und Sozialstandards
Sechs zentrale Siegel für Kleidung hängen im Regal nebeneinander und versprechen doch Unterschiedliches. Die Textilsiegel-Übersicht sagt in je einem Satz, was jedes Zeichen nach den Vorgaben seines Trägers verlangt.
Siegel | Was das Siegel verlangt |
|---|---|
GOTS | Das GOTS-Siegel setzt mindestens 70 Prozent zertifizierte Bio-Fasern voraus, ab 95 Prozent darf „organic“ ohne Prozentangabe auf dem Etikett stehen. |
IVN BEST | Das Naturtextil-Siegel IVN BEST verlangt 100 Prozent Bio-Naturfasern im Gewebe oder Gestrick und stellt zehn Anforderungen über GOTS hinaus. |
OEKO-TEX STANDARD 100 | OEKO-TEX STANDARD 100 testet alle Bestandteile eines Textils auf über 1.000 Schadstoffe, prüft aber weder Bio-Anbau noch Arbeitsbedingungen. |
MADE IN GREEN by OEKO-TEX | MADE IN GREEN kombiniert die Schadstoffprüfung mit Konfektionsbetrieben, die nach OEKO-TEX STeP zertifiziert sind, und einer Produkt-ID zur Rückverfolgung. |
Grüner Knopf 2.0 | Der Grüne Knopf ist ein staatliches Metasiegel, das Sorgfaltspflichten des Unternehmens und zusätzlich anerkannte Produktsiegel voraussetzt. |
Fair Wear | Fair Wear ist eine Mitgliedschaft von Marken mit jährlichem Brand Performance Check und kein Zertifikat für einzelne Kleidungsstücke. |
Stück, Fabrik oder Firma: Was Siegel für Kleidung prüfen
Siegel für Kleidung prüfen auf drei Ebenen: am fertigen Stück, in der Produktionskette oder beim Unternehmen dahinter. Wer die Ebene kennt, versteht, warum ein OEKO-TEX-Etikett und ein Fair-Wear-Logo nicht dasselbe versprechen. Dabei können beide am selben T-Shirt hängen. Jedes Siegel garantiert bestimmte Qualitätsstandards, keines garantiert alle.
Eine einfache Frage hilft, wir nennen sie die Stück-Fabrik-Firma-Regel: Was hatte der Prüfer in der Hand? Beim Stück landet ein fertiges Textil im Labor, etwa bei OEKO-TEX STANDARD 100. Bei der Fabrik kontrollieren Auditoren vor Ort einzelne Produktionsschritte in Spinnerei, Färberei oder Näherei, so bei GOTS, IVN BEST, bluesign und MADE IN GREEN. Bei der Firma zählen Einkaufspraxis, Risikoanalyse und Beschwerdewege in der textilen Lieferkette: Wie setzt ein Unternehmen seine sozialen Standards durch? So arbeiten Fair Wear und der Grüne Knopf.
Keine Ebene ist besser als die andere, denn die textile Lieferkette hat viele Stationen mit unterschiedlichen Risiken. Beim Babybody zählen vor allem geprüfte Grenzwerte, bei einer Jeans aus Bangladesch eher Löhne und Abwasser. Am meisten sagen zwei Ebenen zusammen aus, etwa ein GOTS-Produkt einer Fair-Wear-Marke.
Wie groß die Verwechslungsgefahr ist, zeigen die Google-Suchanfragen in Deutschland: Nach „oeko tex standard 100“ suchen Menschen im Jahresmittel rund 1.600-mal im Monat, nach „made in green“ nur rund 480-mal, nach „ivn best“ rund 90-mal (Google-Ads-Suchvolumen, Stand: September 2026). Unter den OEKO-TEX-Labels interessiert also ausgerechnet das mit dem engsten Prüfauftrag am meisten. Die folgende Tabelle ordnet zehn verbreitete Zeichen deshalb nach Prüfebene, nicht nach Bekanntheit.
Siegel | Träger | Prüfebene | Bio-Fasern | Sozialkriterien | Chemikalien |
|---|---|---|---|---|---|
GOTS | Global Standards gGmbH, Stuttgart | Fabrik und Stück | mindestens 70 % | ILO-Kernarbeitsnormen, Plan zur Schließung der Lohnlücke | Verbotslisten, generelles PFAS-Verbot |
IVN BEST | Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft | Fabrik und Stück | 100 % im Gewebe | Sozialkriterien des GOTS, keine zusätzlichen Sozialanforderungen | strenger als GOTS, u. a. ohne optische Aufheller |
OEKO-TEX STANDARD 100 | OEKO-TEX | Stück | keine Vorgabe | keine | über 1.000 geprüfte Schadstoffe |
MADE IN GREEN | OEKO-TEX | Stück und Fabrik | keine Vorgabe | Arbeitszeiten, Löhne, Arbeitssicherheit | Chemikalienmanagement nach STeP |
bluesign PRODUCT (künftig bluepass) | bluesign technologies | Fabrik und Stück | keine Vorgabe | Sozialaudit in der Näherei Pflicht | mindestens 90 % bluesign-APPROVED-Textilien |
Fairtrade Cotton | Fairtrade | Rohstoff | gefördert, keine Pflicht | Mindestpreis und Prämie für Bauern | Verbot gefährlicher Chemikalien im Anbau |
Fair Wear | Fair Wear Foundation | Firma | keine Vorgabe | ILO-Normen, Ziel existenzsichernder Löhne | keine |
Grüner Knopf 2.0 | Bundesentwicklungsministerium (BMZ) | Firma, Fabrik über anerkannte Siegel | freiwillig: Baumwolle bio, recycelt oder nach 16 Mindestkriterien | Sorgfaltspflichten, Schritte zu existenzsichernden Löhnen | über anerkannte Siegel in den Nassprozessen |
Blauer Engel (DE-UZ 154) | Bundesregierung, Vergabe über RAL | Fabrik und Stück | Naturfasern aus kbA oder kbT, Chemiefasern mit eigenen Vorgaben | Arbeitssicherheit und soziale Bedingungen | u. a. Ausschluss von PFC |
PETA-Approved Vegan | PETA | Selbstauskunft | keine Vorgabe | keine | keine |
Für deinen Einkauf heißt das: Lies ein Siegel immer zusammen mit seiner Prüfebene. Ein Zeichen, das nur das Stück testet, ergänzt eines für die Firma, ersetzt es aber nicht. Ökologische und soziale Fragen beantwortet ein reines Laborsiegel nie vollständig.
GOTS oder OEKO-TEX: Wo liegt der Unterschied?
Der Unterschied zwischen GOTS und OEKO-TEX liegt im Prüfgegenstand. GOTS zertifiziert die Verarbeitung von Bio-Fasern nach ökologischen und sozialen Kriterien, vom Entkörnen bis zur Näherei. OEKO-TEX STANDARD 100 testet das fertige Textil auf Schadstoffe, egal woher die Faser stammt und wer das Teil genäht hat.
Beide Siegel tauchen oft gemeinsam auf, weil sie sich ergänzen. Ein GOTS-Shirt besteht zu mindestens 70 Prozent aus Bio-Fasern und stammt aus Betrieben mit Chemikalien- und Abwasservorgaben. Bei einem OEKO-TEX-Shirt sind dagegen alle Teile schadstoffgeprüft und halten Grenzwerte für Stoffe wie Formaldehyd oder Schwermetalle ein. Die Faser darf trotzdem konventionelle Baumwolle oder Polyester sein. OEKO-TEX gibt es seit 1992, nach eigenen Angaben arbeiten akkreditierte Prüfstellen in über 70 Ländern.
Verwirrend ist, dass die Marke OEKO-TEX heute mehrere Labels vergibt. Auf dem Etikett steht deshalb nicht einfach „OEKO-TEX“, sondern ein konkreter Standard mit eigener Nummer. Der Zusatz entscheidet, ob du ein reines Schadstoffsiegel oder ein Label mit Produktionskriterien vor dir hast.
OEKO-TEX STANDARD 100: Schadstoffprüfung am Endprodukt
OEKO-TEX STANDARD 100 prüft alle Bestandteile eines Artikels, also Oberstoff, Nähgarn, Knöpfe und Reißverschlüsse. Die Grenzwerte hängen von vier Produktklassen ab. Am strengsten ist Klasse I für Babyartikel. Klasse II gilt für Textilien mit direktem Hautkontakt wie Bettwäsche oder Unterwäsche, Klasse III für Stücke ohne direkten Hautkontakt wie Jacken, Klasse IV für Dekostoffe.
Ein Zertifikat gilt ein Jahr. Die Grenzwerte aktualisiert OEKO-TEX mindestens einmal jährlich. Mit der Nummer oder dem QR-Code auf dem Label siehst du im Label-Check, ob das Zertifikat gültig ist und für welche Produktklasse es ausgestellt wurde.
MADE IN GREEN: Die Produktionskette kommt dazu
MADE IN GREEN by OEKO-TEX gibt es seit 2015 für Textilien und Lederartikel. Das Produkt muss nach STANDARD 100, ORGANIC COTTON oder LEATHER STANDARD zertifiziert sein. Zusätzlich müssen alle Konfektionsbetriebe nach OEKO-TEX STeP zertifiziert sein. Jede Komponente ab 5 Prozent des Produktgewichts, die Nass- oder Chemieprozesse durchlaufen hat, muss aus STeP-Betrieben stammen.
Hinter STeP stehen laut OEKO-TEX Anforderungen an Chemikalienmanagement, Abwasser, Arbeitssicherheit, reguläre Arbeitszeiten und faire Löhne. Die Produkt-ID zeigt dir, in welchen Ländern und auf welcher Produktionsstufe das Stück entstanden ist. Diese Transparenz fehlt beim reinen Schadstofflabel. Bio-Fasern verlangt MADE IN GREEN nur, wenn das Produkt nach ORGANIC COTTON zertifiziert ist.
GOTS und IVN BEST: Bio-Faser als Eintrittskarte
GOTS kennt zwei Label-Stufen: „organic“ ab 95 Prozent und „made with x % organic materials“ ab 70 Prozent zertifizierter Bio-Fasern. Weltweit waren laut GOTS-Jahresbericht 2025 rund 17.800 Betriebe in 95 Ländern GOTS-zertifiziert. Seit Version 7.0 (voll gültig seit 1. März 2024) müssen zertifizierte Betriebe einen Plan vorlegen, wie sie die Lücke zu existenzsichernden Löhnen schließen. Das generelle PFAS-Verbot hat GOTS in Version 7.0 beibehalten. Version 8.0 bringt verbindliche Sorgfaltsprozesse nach OECD-Leitlinien und wird am 1. März 2027 voll wirksam.
Wer die strengsten Öko-Standards für Naturtextilien sucht, landet bei IVN BEST. Der Standard des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (aktuell Version 7.0) baut auf GOTS auf und legt zehn Anforderungen obendrauf. Das Gewebe muss zu 100 Prozent aus Bio-Naturfasern bestehen. Chlorhaltige Chemikalien, optische Aufheller und Flammschutzausrüstungen sind ausgeschlossen. Alle Kriterien erklärt ein eigener Ratgeber zur GOTS-Zertifizierung im Detail.
Die Faustregel für den Einkauf: GOTS und IVN BEST beantworten die Frage „Was steckt drin und wie wurde es verarbeitet?“, STANDARD 100 die Frage „Welche Rückstände sind am Ende erlaubt?“. Soll ein T-Shirt beides abdecken, ist ein GOTS-Artikel die breitere Wahl. Ein zusätzliches OEKO-TEX-Label schadet trotzdem nicht.
Wie glaubwürdig ist der Grüne Knopf 2.0?
Der Grüne Knopf ist das staatliche Textilsiegel des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ): streng im Prüfverfahren, begrenzt in der Reichweite entlang der Lieferkette. In der aktuellen Version 2.0 prüft er zwingend zwei Dinge: die Sorgfaltspflichten des Unternehmens sowie soziale und ökologische Anforderungen an die Produkte, nachgewiesen über anerkannte Siegel.
Unabhängige Prüfstellen, akkreditiert von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS), auditieren, wie die Unternehmen ihre Verantwortung für Menschenrechte und Umweltstandards in der textilen Lieferkette wahrnehmen. Die Lizenz gilt drei Jahre. Version 2.0 startete im August 2022. Die siegelbezogenen Anforderungen sind laut Grünem Knopf seit dem 1. August 2024 für alle Unternehmen verbindlich.
Bislang konzentriert sich das Siegel auf zwei Stufen: Verpflichtend abgedeckt sind laut FAQ des Grünen Knopfs (Stand: Juni 2026) „Zuschneiden und Nähen“ sowie „Bleichen und Färben“. Die Risikoanalyse sollen Unternehmen schrittweise auf die gesamte Lieferkette ausweiten. Nach den Standarddokumenten von 2024 sollten die Anforderungen an Rohstoffgewinnung und Fasern ab August 2026 verpflichtend werden. Die Liste anerkannter Siegel des Grünen Knopfs (Stand: September 2026) führt sie jedoch weiterhin als freiwillig. Baumwolle gilt beim Grünen Knopf 2.0 als nachhaltig, wenn sie bio, recycelt oder nach 16 Mindestkriterien angebaut ist. Dabei akzeptiert der Grüne Knopf auch Massenbilanzierung: Hersteller dürfen zertifizierte und konventionelle Baumwolle vermischen.
Ein Kritikpunkt betrifft die Löhne. Der Grüne Knopf 2.0 verlangt nicht, dass Unternehmen existenzsichernde Löhne zahlen. Gefordert sind eine Analyse der Lohnlücke in der Konfektion, eine Strategie für höhere Löhne und erste Umsetzungsschritte. Diese Schritte müssen im Überwachungsaudit nach zwei Jahren Fortschritte zeigen.
Zweiter Kritikpunkt: Das Siegel gilt nicht für das gesamte Sortiment einer Firma, sondern nur für einzelne gekennzeichnete Produkte. Im offiziellen Unternehmensregister standen im September 2026 genau 50 Lizenznehmer, darunter viele Anbieter von Berufskleidung und Heimtextilien.
Der Standard entwickelt sich weiter. Zur Version 3.0 gaben zwischen März und Juni 2026 mehr als 170 Stakeholder Rückmeldungen. Die Schwerpunkte: Umweltsorgfalt, Klima, zirkuläres Design, existenzsichernde Löhne und Gender. Die endgültige Fassung soll 2027 erscheinen, danach haben Unternehmen ein Jahr Zeit für die Umsetzung. Fest steht bereits: Version 3.0 konzentriert sich auf die Sorgfaltspflichten der Unternehmen und erkennt externe Produktsiegel nicht mehr formal an.
Für dich als Käuferin oder Käufer bedeutet das: Der Grüne Knopf ist ein solider Mindestnachweis für Sorgfalt in der Näherei und Färberei. Wer auch Bio-Anbau abgesichert haben will, achtet zusätzlich auf ein Produktsiegel wie GOTS oder IVN BEST auf dem Etikett. Existenzsichernde Löhne garantieren allerdings auch diese beiden Siegel nicht.
Fair Wear, Fairtrade, bluesign und Blauer Engel: Spezialisten entlang der Lieferkette
Neben den breit aufgestellten Siegeln gibt es Spezialisten, die ein Thema besonders tief prüfen. Fair Wear und Fairtrade konzentrieren sich auf Arbeitsbedingungen, bluesign auf Chemikalien in der Produktion, der Blaue Engel und das EU Ecolabel auf Umweltwirkungen über den gesamten Herstellungsweg.
Das Umweltbundesamt (UBA) nennt in seinen Verbrauchertipps GOTS und bluesign PRODUCT für Outdoorkleidung als „besonders empfehlenswert, mit einer relativ hohen Marktverfügbarkeit“. Außerdem listet das UBA Siegel, die das Portal Siegelklarheit der Verbraucherzentrale NRW als sehr gut einstuft: EU Ecolabel, Fairtrade Baumwolle und Textilproduktion, Fair Wear, IVN BEST und MADE IN GREEN. OEKO-TEX STANDARD 100 steht nicht auf dieser Liste.
Im Handel findest du die Spezialisten eher selten. Textilien mit Umweltlabel kamen laut UBA im Jahr 2020 auf einen Marktanteil von etwa 1,4 Prozent, Textilien mit Fairtrade-Siegel auf etwa 0,3 Prozent (GfK-Daten, Stand 2021).
Fair Wear und Fairtrade: Arbeitsbedingungen im Fokus
Die Fair Wear Foundation (FWF) vergibt kein Produktsiegel. Sie arbeitet mit Marken daran, dass Nähereien Sozialstandards einhalten. Marken werden Mitglied und durchlaufen jedes Jahr einen Brand Performance Check, der sie in die Kategorien „Leader“, „Good“, „Needs Improvement“ oder „Suspended“ einordnet. Laut Kommunikationsrichtlinie von Fair Wear dürfen nur Marken der Kategorien Good und Leader das Mitgliedslogo auf Etiketten oder Anhängern nutzen. Keine Marke darf behaupten, ein Produkt sei von Fair Wear „zertifiziert“. Als Ziel der Organisation nennt die Verbraucherzentrale existenzsichernde Löhne für Näherinnen und Näher. Über 100 Marken sind dabei.
Fairtrade setzt früher an und verbindet ökologische und ökonomische Kriterien im Anbau. Das Siegel für Baumwolle garantiert Kleinbauern einen Mindestpreis und eine Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Es verbietet gentechnisch verändertes Saatgut und gefährliche Chemikalien. Fairtrade fördert Bio-Anbau, schreibt ihn aber nicht vor. Der Fairtrade-Textilstandard von 2016 deckte die gesamte textile Wertschöpfungskette ab und forderte laut Grünem Knopf existenzsichernde Löhne binnen sechs Jahren. Seit dem 1. September 2026 gilt die überarbeitete Fassung als Fairtrade Textile Factory Standard. Sie zertifiziert nur noch die Näherei als letzte Produktionsstufe.
bluesign: Chemikalienmanagement für Funktionskleidung
bluesign setzt dort an, wo Farbstoffe, Beschichtungen und Membranen ins Spiel kommen. Für das Label bluesign PRODUCT müssen laut Kriterien (Version 4.1) mindestens 90 Prozent der Textilien bluesign APPROVED sein und von Systempartnern stammen. Bei Accessoires wie Reißverschlüssen liegt die Quote bei 30 Prozent, für neue Produkte ab 2027 bei 40 Prozent. In der Näherei ist ein unabhängiges Sozialaudit Pflicht. Auf Etiketten ersetzt bluesign das Zeichen bluesign PRODUCT seit 2026 schrittweise durch das neue Zertifizierungszeichen bluepass. Die Umstellung soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Weil bluesign auch synthetische Fasern abdeckt, findest du es vor allem bei Outdoor- und Sportbekleidung. Die Bezeichnung „bluesign SYSTEM PARTNER“ steht dagegen für ein Unternehmen, das mit bluesign arbeitet, nicht für ein geprüftes Einzelprodukt.
Blauer Engel, EU Ecolabel und Cradle to Cradle: Umweltzeichen mit Gesamtblick
Der Blaue Engel für Textilien (DE-UZ 154, Ausgabe 2023) betrachtet die gesamte Wertschöpfungskette von der Faser bis zum fertigen Produkt: Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau, Vorgaben für Chemiefasern wie Polyester, Grenzwerte für Schwermetalle, den Ausschluss von PFC, Abwasseranforderungen, Haltbarkeitsprüfungen und soziale Bedingungen. Die Kriterien gelten bis Ende 2027. Im Produktregister standen im September 2026 allerdings nur 13 Textilprodukte von fünf Herstellern.
Das EU Ecolabel für Textilien beruht auf Beschluss 2014/350/EU. Die EU-Kommission hat seine Gültigkeit mit Beschluss (EU) 2026/66 verlängert. Cradle to Cradle Certified bewertet Produkte in fünf Kategorien von Materialgesundheit bis soziale Fairness und zielt vor allem auf Kreislauffähigkeit.
Blauer Engel und EU Ecolabel haben ab Herbst 2026 ein rechtliches Gewicht, das die übrigen Siegel in dieser Übersicht nicht haben. Beide gelten als Umweltzeichen nach ISO 14024 Typ I beziehungsweise EU-Ecolabel-Verordnung. Deshalb können sie eine allgemeine Umweltaussage für das gekennzeichnete Produkt belegen.
Register-Check: Welche Marken die Siegelgeber selbst listen
Ob eine Marke zertifizierte Kleidung anbieten oder ein Siegel führen darf, steht nicht in Werbetexten, sondern in den Registern der Siegelgeber. Die folgende Tabelle zeigt zehn Unternehmen vom deutschen Markt, die im September 2026 in mindestens einem öffentlichen Register stehen. Sie beschreibt nur, was der jeweilige Eintrag belegt.
Seit 1997 beobachten wir auf greenya.de, Deutschlands Plattform für nachhaltiges Leben, dass Markenlisten aus zweiter Hand schnell veralten. Auch KI-Antworten nennen teils Marken mit Grünem Knopf, die im aktuellen Lizenznehmer-Verzeichnis nicht stehen. Der Blick ins Register des Siegelgebers ist verlässlicher.
Unternehmen | Register-Eintrag (Stand: September 2026) | Produktbereich laut Register | Was der Eintrag belegt |
|---|---|---|---|
Vaude Sport GmbH & Co. KG | Grüner Knopf; Fair Wear, Mitglied seit 2010; bluesign SYSTEM PARTNER | Bekleidung, technische Textilien, textile Schuhe und Accessoires | Grüner-Knopf-Lizenz für diese Produktgruppen, Fair-Wear-Mitgliedschaft und Listung als bluesign-Partnermarke |
deuter Sport GmbH | Grüner Knopf; Fair Wear, Mitglied seit 2011; bluesign SYSTEM PARTNER | technische Textilien, textile Schuhe und Accessoires | Grüner-Knopf-Lizenz für diese Produktgruppen, Fair-Wear-Mitgliedschaft und Listung als bluesign-Partnermarke |
FOND OF GmbH | Grüner Knopf; Fair Wear, Mitglied seit 2016 | Bekleidung, textile Schuhe und Accessoires | Grüner-Knopf-Lizenz und Fair-Wear-Mitgliedschaft, keine Aussage über jedes einzelne Produkt |
HAKRO GmbH | Grüner Knopf; Fair Wear, Mitglied seit 2021 | Bekleidung, laut Registertext insbesondere T-Shirts | Grüner-Knopf-Lizenz für ausgewählte Bekleidung und Fair-Wear-Mitgliedschaft |
Social Fashion Company GmbH (ARMEDANGELS) | Fair Wear, Mitglied seit 2015 | Oberbekleidung, Damen- und Herrenmode, Denim | Fair-Wear-Mitgliedschaft der Marke, kein Produktsiegel |
Tchibo GmbH | Grüner Knopf | Bekleidung, Heim- und Haustextilien, textile Schuhe und Accessoires | Grüner-Knopf-Lizenz für gekennzeichnete Textilprodukte, laut Registertext trägt ein Großteil der Textilien das Siegel |
TRIGEMA Inh. W. Grupp e.K. | Grüner Knopf | Bekleidung | Grüner-Knopf-Lizenz für gekennzeichnete Sport- und Freizeitbekleidung |
People Wear Organic GmbH | Grüner Knopf | Bekleidung, Heim- und Haustextilien, technische Textilien, textile Schuhe und Accessoires | Grüner-Knopf-Lizenz für Baby- und Kinderbekleidung sowie weitere Produktgruppen |
memo AG | Grüner Knopf; Blauer Engel DE-UZ 154 | Bekleidung, Heim- und Haustextilien, textile Schuhe und Accessoires; Blauer Engel für Bio-Baumwoll-Taschen und -Beutel | Grüner-Knopf-Lizenz und Blauer-Engel-Zertifizierung für die gelisteten Taschen und Beutel |
billerbeck Betten-Union GmbH & Co. KG | Blauer Engel DE-UZ 154 | Kissen und Decken mit Baumwollbezug | Blauer-Engel-Zertifizierung für die gelisteten Bettwaren-Modelle |
Die Einträge stammen aus dem Unternehmensverzeichnis des Grünen Knopfs, den Markenseiten von Fair Wear (zum Beispiel VAUDE bei Fair Wear), der bluesign-Markensuche und dem Blauer-Engel-Produktregister für Textilien. Stand: September 2026.
Beim Abgleich fällt auf: memo AG stand im September 2026 als einziges Unternehmen sowohl im Register des Grünen Knopfs als auch im Textilregister des Blauen Engels. Ob alle Produkte einer Marke ein Siegel tragen, verrät ein Registereintrag nicht. Prüfe deshalb am Etikett, ob das konkrete Stück das Zeichen trägt.
Welches Siegel zu welchem Bedarf passt: acht Kaufsituationen
Das passende Textilsiegel hängt davon ab, was dir beim Kauf am wichtigsten ist. Für acht typische Situationen bekommst du hier eine direkte Empfehlung, die du im Laden oder Onlineshop sofort anwenden kannst.
Wenn dir Hautverträglichkeit und Schadstofffreiheit bei Babykleidung wichtig sind: Achte auf OEKO-TEX STANDARD 100 in Produktklasse I, die für Babyartikel die strengsten Grenzwerte vorsieht. Noch breiter abgesichert bist du mit GOTS oder IVN BEST, weil dort zusätzlich Bio-Fasern und Chemikalienverbote in der Verarbeitung gelten. Mehr zu Materialien für Kinder liest du im Ratgeber zu Schadstofffreiheit bei Kinderkleidung.
Wenn dir Bio-Baumwolle wichtig ist: Greife zu GOTS mit dem Zusatz „organic“, der mindestens 95 Prozent Bio-Fasern garantiert, oder zu IVN BEST mit 100 Prozent. Der Grüne Knopf und Fairtrade Cotton lassen dagegen auch Baumwolle ohne Bio-Zertifikat zu.
Wenn dir faire Löhne in der Näherei wichtig sind: Suche nach Marken, die bei Fair Wear in der Kategorie Good oder Leader stehen und das Mitgliedslogo deshalb am Etikett zeigen dürfen. GOTS und damit auch IVN BEST verlangen von zertifizierten Betrieben einen Plan zur Schließung der Lohnlücke, der Grüne Knopf eine Lohnanalyse und erste Schritte. Keines dieser Siegel garantiert, dass existenzsichernde Löhne gezahlt werden. Worauf es bei fairer Mode insgesamt ankommt, zeigt der Überblick zu Fair Fashion.
Wenn du Outdoor- oder Funktionskleidung kaufst: bluesign PRODUCT beziehungsweise das Nachfolgezeichen bluepass ist hier das aussagekräftigste Label, weil es Beschichtungen, Membranen und synthetische Fasern im Chemikalienmanagement abdeckt. Ist die Marke zudem Mitglied bei Fair Wear, sind Chemie und Arbeitsbedingungen zugleich erfasst. Für Wolle im Sport lohnt der Blick in den Kaufratgeber zu Merino-Funktionskleidung.
Wenn du bei Discountern oder Fast-Fashion-Ketten kaufst: Ein OEKO-TEX-STANDARD-100-Label bestätigt dort nur geprüfte Schadstoffgrenzwerte, keine Umwelt- oder Sozialkriterien. Der Grüne Knopf gilt nur für das gekennzeichnete Teil, nicht für das übrige Sortiment der Kette. Ob ein Händler aktuell Lizenznehmer ist, zeigt dir das Unternehmensverzeichnis des Grünen Knopfs in wenigen Sekunden.
Wenn du Bettwäsche oder Heimtextilien suchst: OEKO-TEX STANDARD 100 in Produktklasse II deckt Textilien mit direktem Hautkontakt ab. Für Kissen und Decken mit Umweltprüfung über die ganze Herstellung kommen der Blaue Engel (DE-UZ 154) und GOTS infrage.
Wenn du vegan einkaufen willst: Keines der großen Textilsiegel garantiert vegane Materialien. GOTS und IVN BEST zertifizieren ausdrücklich auch Wolle und Seide. PETA-Approved Vegan kennzeichnet tierfreie Materialien, beruht aber auf Selbstauskünften der Hersteller ohne verpflichtende Labortests.
Wenn du Secondhand kaufst: Ein Siegel am gebrauchten Stück bestätigt nur die Herstellung von damals, nicht den aktuellen Zustand. Das Umweltbundesamt empfiehlt Secondhand und Kleidertausch, weil so weniger neue Kleidung entstehen muss. Siegel spielen hier eine Nebenrolle.
Warum OEKO-TEX nicht „bio“ bedeutet und was die EU-Regel ab 27. September 2026 ändert
OEKO-TEX bedeutet nicht „bio“, denn OEKO-TEX STANDARD 100 ist eine Schadstoffprüfung am Endprodukt. Sie bewertet weder Fasern aus Bio-Anbau noch Arbeitsbedingungen noch Abwasser in der Färberei. Trotzdem lautet das verbreitetste Missverständnis beim Kleiderkauf: Ein OEKO-TEX-Etikett heißt, das Teil sei bio oder umweltschonend hergestellt.
Nicht jedes Gütesiegel auf Kleidung belegt also, dass ökologische Standards eingehalten werden, auch wenn manche Übersicht OEKO-TEX unter „nachhaltige Textilsiegel“ führt. Die Quellen zeigen das unabhängig voneinander. OEKO-TEX beschreibt den STANDARD 100 selbst als Prüfung auf Schadstoffe. Die Verbraucherzentrale grenzt MADE IN GREEN ausdrücklich davon ab, denn erst dieses Label bezieht die ganze Produktionskette mit Arbeitszeiten, Löhnen und Arbeitsschutz ein. Und in der Empfehlungsliste des Umweltbundesamts taucht STANDARD 100 gar nicht auf.
Der Irrtum ist verständlich. Grüne Farben, das Wort „Öko“ im Namen und die hohe Bekanntheit legen ein breiteres Versprechen nahe. Ein Polyester-Shirt aus konventioneller Produktion kann das Label trotzdem tragen, solange es die Grenzwerte einhält.
Ab dem 27. September 2026 wird die Unterscheidung auch rechtlich schärfer. Dann greift die Umsetzung der EU-Richtlinie 2024/825 im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Unternehmen dürfen Nachhaltigkeitssiegel nur noch verwenden, wenn diese auf einem unabhängigen Zertifizierungssystem beruhen oder staatlich festgesetzt sind. Allgemeine Aussagen wie „umweltfreundlich“ oder „grün“ sind nur noch erlaubt, wenn eine anerkannte hervorragende Umweltleistung nachgewiesen ist. Belegen lässt sie sich etwa mit dem EU Ecolabel oder einem Typ-I-Umweltzeichen nach ISO 14024 wie dem Blauen Engel.
Für dich im Laden heißt das: Hauseigene Öko-Anhänger ohne Prüfsystem dürfen nicht mehr als Nachhaltigkeitssiegel auftreten. Siegel mit unabhängiger Zertifizierung wie GOTS oder MADE IN GREEN und staatliche Zeichen wie der Grüne Knopf bleiben grundsätzlich erlaubt. Ein Beispiel für die neue Vorsicht liefert PETA selbst. Auf der Bewerbungsseite für PETA-Approved Vegan weist die Organisation Firmen in der EU darauf hin, dass das Zeichen die Anforderungen der Richtlinie 2024/825 nicht erfüllt. Wer es nutzt, tut das auf eigenes Risiko.
Die kurze Prüfreihenfolge für Textilien: Siegelname und Standard lesen, Zertifikatsnummer oder QR-Code prüfen, im Register des Siegelgebers abgleichen.
Häufige Fragen zu Textilsiegeln
Diese fünf Fragen tauchen bei der Suche nach Siegeln für Kleidung häufig auf und ergänzen die Hauptabschnitte.
Wer vergibt Textilsiegel?
Verschiedene Institutionen vergeben Textilsiegel: private Standardorganisationen, Unternehmen oder Textilvereinigungen und staatliche Stellen. GOTS gehört der Global Standards gGmbH in Stuttgart, OEKO-TEX ist ein Zusammenschluss von Prüfinstituten, IVN BEST stammt vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft. Staatlich getragen sind der Grüne Knopf des Bundesentwicklungsministeriums, der Blaue Engel der Bundesregierung und das EU Ecolabel der EU-Kommission. Kontrolliert werden diese Siegel von unabhängigen akkreditierten Prüfstellen oder staatlichen Vergabestellen, beim Grünen Knopf zum Beispiel über die Deutsche Akkreditierungsstelle.
Welche Kritik gibt es an der Fair Wear Foundation?
Der häufigste Einwand: Fair Wear prüft Marken, nicht einzelne Produkte. Eine Mitgliedschaft belegt deshalb nicht, dass jedes Kleidungsstück unter fairen Bedingungen genäht wurde. Fair Wear selbst untersagt laut Kommunikationsrichtlinie die Aussage, Produkte seien „zertifiziert“ oder „100 % fair“. Marken, die zweimal in Folge als „Needs Improvement“ eingestuft werden, rutschen in die Kategorie „Suspended“ und verlieren ihre Kommunikationsrechte. Bessert sich nach einem weiteren Jahr nichts, endet die Mitgliedschaft.
Wie lange ist ein OEKO-TEX-Zertifikat gültig?
Ein Zertifikat nach OEKO-TEX STANDARD 100 gilt ein Jahr und muss danach erneuert werden. Die Grenzwerte aktualisiert OEKO-TEX mindestens einmal jährlich, damit neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Gesetze einfließen. Auf jedem Label steht eine Zertifikatsnummer, oft mit QR-Code. Im Label-Check auf der OEKO-TEX-Website siehst du, ob die Nummer gültig ist, welches Prüfinstitut sie ausgestellt hat und für welche Produktklasse das Zertifikat gilt.
Ist PETA-Approved Vegan ein geprüftes Siegel?
PETA-Approved Vegan ist kein unabhängig auditiertes Siegel. Laut FAQ von PETA reichen Firmen einen Fragebogen und schriftliche Zusicherungen ihrer Hersteller oder Lieferanten ein. Labortests sind ausdrücklich keine Voraussetzung. Nach Freigabe zahlt das Unternehmen eine umsatzabhängige Jahresgebühr. Das Logo nutzen nach Angaben von PETA knapp 1.000 Firmen. Es weist dich auf tierfreie Materialien hin, sagt aber nichts über Bio-Fasern, Chemikalien oder Arbeitsbedingungen.
Ist GOTS-Kleidung auch auf Schadstoffe geprüft?
Ja, GOTS enthält eigene Chemikalienvorgaben, geht aber anders vor als OEKO-TEX. Der Standard verbietet bestimmte Stoffe, zum Beispiel PFAS generell, schon in der Verarbeitung und damit entlang der gesamten Kette vom Entkörnen bis zur Näherei. Zusätzlich legt er Grenzwerte für Rückstände fest. OEKO-TEX STANDARD 100 testet dagegen das fertige Stück nach Produktklassen. Ein GOTS-Artikel mit zusätzlichem OEKO-TEX-Label verbindet beide Ansätze. Für eine Schadstoffprüfung ist das zweite Label aber nicht zwingend nötig.
Das wird oft als Nächstes gefragt
Fazit: Erst die Prüfebene, dann das Siegel
Mit 70 Prozent Bio-Fasern als Untergrenze bleibt GOTS der breiteste Einzelnachweis für Kleidung aus Naturfasern. Bei Funktionskleidung übernimmt bluesign PRODUCT diese Rolle. OEKO-TEX STANDARD 100 ist ein Schadstoffsiegel und kein Nachweis für Bio-Anbau oder faire Löhne. Der Grüne Knopf prüft das Unternehmen und verlangt in Version 2.0 Siegel für die Produkte, sagt aber nichts über gezahlte existenzsichernde Löhne. Am sichersten kaufst du, wenn ein Produktsiegel wie GOTS, IVN BEST oder MADE IN GREEN auf eine Marke trifft, die im Register von Fair Wear oder des Grünen Knopfs steht. Ab dem 27. September 2026 lohnt der Blick aufs Etikett doppelt, weil selbst erfundene Öko-Labels dann nicht mehr erlaubt sind.
Quellen und weiterführende Informationen
bluesign technologies (2024): Criteria for bluesign PRODUCT, Version 4.1
bluesign technologies (2026): bluepass FAQ, Version 1.0
Fairtrade International (2026): Textile Standard announcement March 2026
Global Standards gGmbH (2026): GOTS Labelling tool: Label Grades und Kennzeichnung
Global Standards gGmbH (2023): GOTS Version 7.0 released
Grüner Knopf (2026): Anerkannte Siegel beim Grünen Knopf, Stand 09/2026
Grüner Knopf (2026): FAQs zum staatlichen Textilsiegel Grüner Knopf
Grüner Knopf (2026): Weiterentwicklung: Grüner Knopf 3.0
IHK Hannover (2026): Strengere Regeln für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen ab 27. September
IVN (2024): NATURTEXTIL IVN zertifiziert BEST, Textilstandard Version 7.0
OEKO-TEX (2026): OEKO-TEX STANDARD 100
OEKO-TEX (2026): OEKO-TEX MADE IN GREEN
PETA (2026): „PETA-Approved Vegan“ Approval FAQs
Umweltbundesamt (2025): Kleidung bewusst und nachhaltig konsumieren
Verbraucherzentrale (2026): Faire Kleidung: Das bedeuten die Siegel